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Unternehmen

Asiatische Aktien steigen nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten

Die asiatischen Börsen sind am Montag, den 5. Oktober, mit Kursgewinnen in die Woche gestartet, während der US-Dollar schwächer tendierte und die Renditen von US-Staatsanleihen nachgaben. Anleger schraubten ihre Erwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung durch die US Notenbank Federal Reserve zurück, nachdem ein schwächer als prognostizierter US-Arbeitsmarktbericht für September die Marktverhältnisse verschoben hatte.

Auslöser für die positive Stimmung an den Börsen war ein unerwartet schwacher Arbeitsmarktbericht aus den Vereinigten Staaten für den Monat September, der die Zinserwartungen an die Federal Reserve spürbar dämpfte. Am Montag, dem 5. Oktober, verzeichneten die asiatischen Aktienmärkte Kursgewinne.

Laut Investing.com zeigten die Daten, dass Arbeitgeber weniger Arbeitskräfte als erwartet eingestellt hatten und das Lohnwachstum sich verlangsamte. Econotimes ergänzte hierzu, dass auch die Lohnsummenzahlen der vorangegangenen zwei Monate drastisch nach unten korrigiert wurden.

Asiatische Aktien steigen nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten
Foto: Investing

Während in China, Südkorea und dem australischen Bundesstaat New South Wales feiertagsbedingt nur eingeschränkt oder gar nicht gehandelt wurde, orientierten sich die Investoren an den Vorgaben der Wall Street vom späten Freitag. Die dortigen Indizes hatten auf den Konjunkturbericht reagiert, wobei der Nasdaq 100 laut Investing.com am Freitag zuvor auf einem Rekordschlussstand geschlossen hatte, während Nasdaq 100 Futures um 0,1 % auf 31.037,75 Punkte sanken und S&P 500 Futures ebenfalls um 0,1 % auf 7.768,75 Punkte nachgaben.

CME FedWatch Tool beziffert Zinsschritt-Wahrscheinlichkeit neu

Die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten veränderte die Markterwartungen an die Geldpolitik im Oktober grundlegend. Laut dem CME FedWatch Tool sank die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Laufe des Monats auf 22 Prozent, nachdem sie eine Woche zuvor noch bei 64 Prozent gelegen hatte. Ein weiterer Bericht der Plattform Econotimes bezifferte die implizite Wahrscheinlichkeit unter Berufung auf das CME FedWatch Tool jedoch auf weniger als 20 Prozent, merkte zugleich an, dass Händler weiterhin die Möglichkeit einer erneuten Anhebung im Dezember einpreisen, während Investing.com aufführte, dass Geldmärkte eine Wahrscheinlichkeit von weniger als 25 % für eine Fed-Anhebung im Oktober einpreisten.

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Jose Torres, leitender Ökonom bei Interactive Brokers, erklärte dazu, dass sich der Arbeitsmarkt zwar insgesamt stabil zeige, die jüngsten Korrekturen jedoch zeigten, dass in neun Monaten dieses Jahres bereits in zwei Monaten Arbeitsplätze verloren gegangen seien. In seiner Einschätzung begrenze das Risiko weiterer Jobverluste den Spielraum der Notenbank für drastische Zinsschritte stark.

Japanische Aktienmärkte führen regionale Kursgewinne an

An den Börsen in der Region Asia-Pacific führte Japan das Feld an. Der Nikkei 225 legte zum Handelsstart um 2 Prozent zu, während Berichte von Investing.com von einem Sprung des Nikkei um 2,5 % auf 69.986 Punkte sprachen und der TOPIX laut Investing.com um 1,4 % auf 4.146,76 Punkte zulegte. Technologiewerte profitierten spürbar von einer verbesserten Risikobereitschaft der Anleger nach dem Rekordschluss der Nasdaq 100 am Freitag, wobei Investing.com zudem vermeldete, dass Aktien im regionalen Halbleitersektor stark tendierten, wobei Berichte über eine potenzielle Kooperation mit Elon Musk’s Terafab sowie die Übernahme von Akzo Nobel’s südostasiatischer Einheit im Wert von 1,35 Milliarden Dollar eine Rolle spielten.

Asiatische Aktien steigen nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten
Foto: econotimes.com

Australiens Leitindex verbuchte ein Plus von 0,5 Prozent (während Investing.com und Econotimes festhielten, dass Australiens und Neuseelands Märkte flach handelten), und der breite Asia-Pacific-Index ohne Japan stieg laut Econotimes um 0,9 Prozent (während der andere Wert 0,15 % nannte). Auch die Future-Märkte in Europa reagierten freundlich: EURO STOXX 50 Futures legten laut Econotimes um 0,3 Prozent zu, während FTSE-Futures in London laut Econotimes um 0,4 Prozent stiegen. Brasilianische Vermögenswerte gerieten ebenfalls in den Fokus, nachdem Senator Flávio Bolsonaro im ersten Durchgang der dortigen Präsidentschaftswahl besser abgeschnitten hatte als erwartet und in eine Stichwahl gegen den amtierenden Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva einzieht.

US-Dollar gerät unter Druck und Ölpreise reagieren auf Konflikte

Trotz der sinkenden Zinserwartungen blieben US-Staatsanleihen und der Devisenmarkt in Bewegung. Der US-Dollar verlor an Boden – wobei Econotimes im Gegensatz dazu betont, dass der US-Dollar trotz sinkender Fed-Erwartungen erstarkte: Der Euro sank laut Econotimes um 0,6 % auf 1,1185 $ (sein niedrigstes Niveau in 17 Monaten) inmitten von Sorgen um Frankreichs Fiskaloutlook, während eine andere Angabe 1,1243 US-Dollar sprach; das britische Pfund wurde von Econotimes um 0,25 % tiefer auf 1,3205 $ taxiert (gegenüber 1,3241 US-Dollar), und gegenüber dem japanischen Yen stieg der Dollar laut Econotimes um 0,12 % auf 158,01 (während im ursprünglichen Text 157,81 Yen standen).

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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