Asian stock markets declined while U.S. futures stayed near flatlines after July wholesale inflation figures improved to 4.7%. Meanwhile, international Brent crude hovered near $87.06 per barrel as traders weighed Middle East tensions and stalled diplomacy surrounding the Strait of Hormuz.
Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten überwiegend Verluste, während sich die Futures in den Vereinigten Staaten kaum bewegten. Auslöser für die verhaltene Stimmung an den Börsen waren frische Inflationsdaten, die im Juli eine Entspannung auf der Erzeugerebene zeigten. Laut Berichten von AP News stiegen die Preise auf US-Großhandelsebene im vergangenen Monat um 4.7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zwar bleibt dieser Wert auf einem spürbaren Niveau, er fiel jedoch geringer aus als die im Juni registrierten 5.5 Prozent und übertraf damit die Erwartungen von Ökonomen positiv.
Marktreaktionen und geldpolitische Erwartungen nach Inflationsdaten
Die Wall Street zeigte sich am Vortag zunächst entspannt. Der S&P 500 legte um 0.7 Prozent zu und schloss auf einem Rekordhoch von 7,798.99 Punkten. Auch der Dow Jones Industrial Average kletterte um 0.1 Prozent auf 53,839.99 Zähler, während der Nasdaq Composite um 0.8 Prozent auf 26,803.03 Punkte stieg. Analysten werten den Rückgang der Teuerung als Signal, dass die US-Notenbank Federal Reserve von weiteren Zinserhöhungen absehen könnte. Höhere Zinsen sollen zwar die Inflation dämpfen, kühlen jedoch gleichzeitig die Konjunktur ab und verteuern die Kreditaufnahme für Verbraucher und Unternehmen.
Die Disinflationstendenzen beginnen sich zu formieren, und da auch die Ölpreise nachgeben, hat der Markt schrittweise die Argumente für eine weitere kurzfristige Zinserhöhung der Fed abgebaut, erklärte Stephen Innes von SPI Asset Management in einem Marktkommentar, den die Nachrichtenagentur verzeichnete. Sollte die Notenbank dennoch die Zinsen anheben, wäre dies der erste Zinsschritt nach mehr als drei Jahren. Ein solcher Schritt könnte zudem den politischen Druck von US-Präsident Donald Trump verstärken, der sich wiederholt für niedrigere Zinsen starkgemacht hat.
Ölpreise unter Beobachtung der Straße von Hormus
Auf den Rohstoffmärkten stehen vor allem die Notierungen für Erdöl im Fokus. Brent-Rohöl, der internationale Standard, hielt sich trotz zwischenzeitlicher Schwankungen in der Nähe der Marke von 87.06 US-Dollar pro Barrel, nachdem die Notierungen zuvor im Juli stark geschwankt hatten. Die Unsicherheiten hängen maßgeblich mit den diplomatischen Bemühungen um ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran zusammen, das Öltanker wieder eine freie Ausfahrt aus dem Nahen Osten durch die Straße von Hormus ermöglichen könnte.
In späten Handelsdaten berichtete das Wall Street Journal, dass die Öl-Futures im vorsichtigen Handel kaum verändert schlossen, während der Markt weiterhin eng auf die Lage im Persischen Golf blickt. Präsident Trump äußerte sich auf Truth Social zuversichtlich, dass die Vereinigten Staaten die Kontrolle über die Meerenge innehaben, wenngleich das Verkehrsaufkommen durch das Gebiet aufgrund potenzieller Angriffe gering bleibt.
Ich denke, dass die USA das Entschlossenheitspotenzial des Iran deutlich unterschätzt haben. Aarathi Krishnan, Vorstandschefin der geopolitischen Risikofirma Raksha Intelligence Futures, zitiert von Dow Jones
Risikoprämien und globale Nachfrageprognosen
Selbst im Falle einer Einigung zur Wiedereröffnung der Meerenge werde nicht sofort Normalität eintreten, da die veranschlagten Kriegsprämien auf ein tragbares Niveau sinken müssten. Versicherungsgesellschaften verlangen laut Einschätzung von Risikoexperten einen Beobachtungszeitraum von zwei bis drei Monaten, bevor sie die Risikoprämien senken und Schiffsverkehre wirtschaftlich wieder tragfähig machen.

Zusätzlich beeinflussen fundamentale Angebots- und Nachfragedaten das Marktgeschehen. Die Internationale Energieagentur rechnet für das laufende Jahr mit einem Rückgang der globalen Ölnachfrage um 1.6 Millionen Barrel pro Tag. Angleichungen bei der Fördermenge lassen laut Analysen von Ritterbusch & Associates weiterhin Bestandsabnahmen erwarten, wobei geopolitische Unwägbarkeiten die Verlässlichkeit dieser Prognosen unter normalen Marktbedingungen einschränken.
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