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Welt

ExxonMobil und Chevron melden Gewinnsteigerungen im 3. Quartal 2026

ExxonMobil und Chevron haben am Freitag ihre Quartalszahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt und dank starker Raffineriemargen enorme Gewinnsteigerungen verzeichnet. Während die Ölkonzerne von durch den Iran-Krieg getriebenen Engpässen profitieren, kämpfen US-Autofahrer mit Rekordpreisen an den Zapfsäulen.

ExxonMobil und Chevron melden massive Gewinnsteigerungen im dritten Quartal 2026

Amerikas größte Ölkonzerne haben im dritten Quartal 2026 gewaltige Gewinne eingefahren. Die Bilanzen spiegeln die drastischen Verwerfungen an den Energiemärkten wider, nachdem Drohnenangriffe wichtige Raffinerien in Russland und im Nahen Osten beschädigt hatten wie das Wall Street Journal berichtete. Chevron steigerte den bereinigten Gewinn um 186 Prozent auf 10,4 Milliarden US-Dollar.

Der Umsatz des Unternehmens kletterte auf 113,16 Milliarden US-Dollar.

Raffinerien übertreffen erstmals seit Jahren das Fördergeschäft

Ein wesentlicher Treibher für diese Zahlen war das Kraftstoffgeschäft. Die Raffineriesparten beider US-Konzerne erzielten ihre bisher höchsten Quartalsergebnisse. Bei ExxonMobil übertraf das downstream-Geschäft mit Kraftstoffen die Einnahmen aus der Öl- und Gasförderung (Upstream) zum ersten Mal seit mindestens fünf Jahren analysierte Stock Titan. Unter Standardrechnung lag das Raffinerieergebnis mit 7,2 Milliarden US-Dollar knapp über den 7,1 Milliarden US-Dollar der Upstream-Sparte.

American Oil Giants See Profits Soar as Wars Crimp Energy Supplies
Foto: WSJ

Weltweite Engpässe bei Diesel und Heizöl sowie extrem hohe Gewinnspannen bei der Kraftstoffherstellung, sogenannte Crack Spreads, trieben die Einnahmen. Die Raffinerien von ExxonMobil an der US-Gulf-Coast arbeiteten im dritten Quartal mit einer Auslastung von 100 Prozent wie aus Unternehmensunterlagen hervorgeht.

Politische Reaktionen auf Rekordgewinne und Rekordpreise an den Tankstellen

Während die Unternehmen Rekordgewinne ausweisen, spüren Verbraucher die Folgen des Iran-Krieges unmittelbar im Alltag. Moody’s Analytics schätzt, dass US-Haushalte seither im Schnitt 1.184 US-Dollar mehr für Benzin, Diesel und Kerosin ausgegeben haben.

Diese Belastung sorgt für politischen Gegenwind vor den anstehenden Zwischenwahlen (Midterms) im US-Kongress.

ExxonMobil und Chevron melden Gewinnsteigerungen im 3. Quartal 2026
Foto: Yahoo Finance

Unser Land macht Hunderte von Milliarden Dollar, wegen dessen, was im Nahen Osten passiert ist, weil sie nach Texas kommen und nach Oklahoma und nach Louisiana kommen und das Öl mitnehmen. Wir machen einfach ein Vermögen.

Präsident Donald Trump, Weiße Haus, verteidigte die Äußerungen und verwies auf die führende Rolle der Vereinigten Staaten als weltweiter Ölproduzent und -exporteur berichtet CNN. Gleichzeitig wies ein Regierungssprecher Vorwürfe bezüglich möglicher Interessenkonflikte im Zusammenhang mit privaten Aktienbeständen des Präsidenten an Energiekonzernen zurück.

Finanzielle Strategien und Schuldenabbau der Energiekonzerne

Trotz der sprudelnden Einnahmen setzen die Konzerne ihren Schwerpunkt nicht primär auf stark erhöhte Dividendenzahlungen oder Aktienrückkäufe, sondern auf die Stärkung ihrer Bilanzen. ExxonMobil reduzierte seine Verschuldung im dritten Quartal um 8 Milliarden US-Dollar erklärte Finanzvorstand Neil Hansen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen für das Jahr 2027 Aktienrückkäufe im Wert von 20 Milliarden US-Dollar an teilte der Konzern mit.

Unternehmensgruppe Quartalsgewinn / Bereinigtes Ergebnis Wichtigster Treiber im Bericht
ExxonMobil 15,4 Mrd. USD (4,23 USD je Aktie) Raffineriemargen und Rekordauslastung
Chevron 10,4 Mrd. USD (5,28 USD je Aktie) Upstream- und Downstream-Wachstum

Analysten betonen jedoch, dass die weitere Entwicklung maßgeblich von der geopolitischen Lage im Nahen Osten und der Stabilität der weltweiten Ölreserven abhängt.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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