GE Aerospace hat am Dienstag seine Jahresgewinnprognose für 2026 zum zweiten Mal angehoben und zeigt, dass es die Belastungen durch steigende Treibstoffkosten meistert. Das Unternehmen profitierte im dritten Quartal von anhaltend hohen Wartungserlösen.
Die Luftfahrtindustrie spürt nach wirtschaftlichen Nachwehen geopolitischer Konflikte, die Ölhandelswege im Iran beeinträchtigten und zu massiven Preissteigerungen bei Kerosin führten berichtet Reuters. Fluggesellschaften weltweit dämpfen ihre Kapazitäten, um Ticketpreise zu verteidigen. Das Geschäft mit der Instandhaltung von Triebwerken bleibt unerwartet stabil, da ältere Maschinen länger im Einsatz bleiben und ein wachsender Reparaturstau die Werkstätten auslastet.
Quartalszahlen übertreffen Erwartungen
Der Nettogewinn und die operativen Kennzahlen übertrafen die Erwartungen der Wall Street deutlich. Das Unternehmen erzielte einen bereinigten Gewinn von 2,25 US-Dollar je Aktie und übertraf damit den von Analysten erwarteten Konsens von 2,01 US-Dollar. General Electric gab am 20. Oktober 2026 bekannt, dass der bereinigte Umsatz im dritten Quartal 13,3 Milliarden US-Dollar erreichte und damit Analystenerwartungen von 12,88 Milliarden US-Dollar übertraf. Andere Berichte wie die von StockStory bezifferten den Gesamtumsatz im dritten Quartal auf 14,12 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 24,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Das Management erhöhte die Erwartungen für das Gesamtjahr, da die operativen Ergebnisse stark waren. Der neue Zielkorridor für den bereinigten Gewinn je Aktie liegt nun bei 8,00 bis 8,10 US-Dollar, verglichen mit der vorherigen Prognose von 7,65 bis 7,85 US-Dollar. LSEG-Schätzungen lagen zuvor im Schnitt bei 7,92 US-Dollar. Wall Street rechnet mit einem Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie von 7,70 auf 8,79 US-Dollar in den kommenden zwölf Monaten.

Serviceboom stützt Zukunft
Der Vorstandsvorsitzende Larry Culp betonte die treibenden Faktoren hinter der Geschäftsentwicklung und hob die Bedeutung des langfristigen Servicegeschäfts hervor.
Wir heben unsere Prognose für 2026 auf breiter Front an, und wir erwarten nun, dass die kommerziellen Dienstleistungen im Jahr 2027 um niedrige zweistellige Raten wachsen werden, unterstützt durch unseren kommerziellen Dienstleistungsauftragsbestand von über 170 Milliarden US-Dollar.
Dienstleistungen und Ersatzteile machen mittlerweile mehr als 70 % des Umsatzes im Segment der kommerziellen Triebwerke.

Vergleich der Analystenschätzungen und Ergebnisse im dritten Quartal
| Finanzkennzahl | Konsensschätzung | Gemeldetes Ergebnis |
|---|---|---|
| Bereinigter Gewinn je Aktie (EPS) | 2,01 US-Dollar | 2,25 US-Dollar |
| Gesamtumsatz | 12,88 Milliarden US-Dollar | 13,3 bis 14,12 Milliarden US-Dollar |
| Prognose für bereinigtes EPS 2026 | 7,92 US-Dollar | 8,00 bis 8,10 US-Dollar |
Marktreaktionen und Risiken durch hohe Kerosinpreise
Trotz der soliden Zahlen und angehobenen Prognosen reagierte der Aktienmarkt zunächst verhalten. Das Unternehmen warnte, dass anhaltend hohe Treibstoffpreise Fluggesellschaften letztlich zu drastischen Flugkürzungen zwingen könnten, was die Nachfrage nach Ersatzteilen und Reparaturen dämpfen würde.
Morningstar bewertet GE Aerospace mit einem Economic Moat Rating von „Wide“ sowie einem Uncertainty Rating von „Medium“ bei einem fairen Wert von 347,00 US-Dollar je Aktie. Jim Cramer bezeichnete das Unternehmen nach der Übernahme des Gießerei-Spezialisten Consolidated Precision Products für knapp 12 Milliarden US-Dollar als stark aufgestellt, da dieser Bereich für die boomende kommerzielle Luftfahrt und Verteidigung von entscheidender Bedeutung ist. Der massive Auftragsbestand von über 170 Milliarden US-Dollar, wie GuruFocus darlegt, stützt die operative Stabilität des Triebwerksherstellers. Mit dem Joint-Venture CFM International und der starken Verankerung im Markt für Schmal- und Großraumflugzeuge bleibt GE Aerospace für das kommende Geschäftsjahr gut aufgestellt.””
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