Die SCL Tigers haben ihren Lauf in der National League gestoppt gesehen. Nach zuletzt 13 Toren in zwei Spielen bremste der EV Zug die Emmentaler am Freitagabend vor 7407 Zuschauern mit einer kompakten Defensivleistung aus und behielt mit 3:2 die Oberhand.
Vor dem Gastspiel in Zug hatten die SCL Tigers mit einem 9:3-Kantersieg gegen Lausanne und einem 4:2 gegen Meister Fribourg ein Offensivfeuerwerk abgebrannt. Doch der EVZ zeigte sich von seiner besten Seite und hielt die Emmentaler an der sprichwörtlichen kurzen Leine, wie Blick berichtet. Mysports-Experte Sven Helfenstein sprach in der Berichterstattung von einer sexy Abwehrleistung
der Zuger, deren Gegentorschnitt bei zwei Treffern pro Partie tief bleibt.
EV Zug stellt nach frühem Ausgleich die Weichen auf Sieg
Bereits in der 11. Minute brachte Diaz die Gastgeber in Überzahl nach Vorarbeit von Hofmann in Führung. Die Emmentaler kämpften sich jedoch zurück: In der 19. Minute gelang Bachofner im Powerplay der 1:1-Ausgleichstreffer. Vorausgegangen war eine von den Zugern kassierte Strafe, nachdem Künzle nach einer vorherigen Verwarnung bei Center Rohrer das zweite Bully versemmelt hatte. Künzle bezeichnete diese Regeländerung, die erst auf diese Saison hin eingeführt worden war, als dumme Strafe
.
Im Mittelabschnitt drückte der EVZ dem Spiel seinen Stempel auf. Mit zwei Toren innerhalb von zweieinhalb Minuten stellte der Meister die Verhältnisse wieder klar. Zunächst traf Hofmann in der 26. Minute nach mustergültiger Vorlage von Petrovic zum 2:1, nachdem Verteidiger Riikola die Scheibe vor Goalie Boltshauser liegen gelassen hatte. Kurz darauf erhöhte Kubalik in der 28. Minute im Powerplay auf 3:1 – ein wuchtiger Hammerschuss, der erst den zweiten Saisontreffer des Tschechen markierte.
Wankende Zuger retten den knappen Vorsprung über die Zeit
Die Tigers fanden über weite Strecken nur wenig Zugriff auf das Spiel und mussten sich primär aufs Abwehrverhalten konzentrieren. Im Schlussabschnitt kamen die Gäste noch einmal heran: In der 52. Minute verwertete Kinnunen eine Vorlage von Petersson und Wagner abermals im Powerplay zum 3:2-Anschlusstreffer. Kurz zuvor hatten die Zuger Glück, als ein vermeintlicher vierter Gegentreffer nach einer Coach’s Challenge wegen Goalie-Behinderung – Wingerli war wuchtig in den Langnau-Keeper gefahren – zu Recht aberkannt wurde.
In der hektischen Schlussphase wankten die Zuger zwar, fielen aber nicht mehr um. Mit dem 3:2 im Rücken behaupten sie sich in der Tabelle, während die SCL Tigers nach einer starken Woche die Auswärtsniederlage hinnehmen müssen.
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