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Donald Trump besucht Kundgebungen in Kansas und Iowa doch persönlich

Präsident Donald Trump hat überraschend angekündigt, zwei für das Wochenende geplante Wahlkampfkundgebungen in Kansas und Iowa doch persönlich zu besuchen. Der Kurswechsel erfolgt, nachdem die Republikanische Partei den Verzicht auf die Auftritte zugunsten von Telefonkonferenzen bekannt gegeben hatte.

Der unerwartete Zeitplanwechsel für die entscheidenden Senatsrennen im Mittleren Westen schreckte am Freitag die Parteistrukturen auf. Zunächst hatte das Nationalkomitee der Republikaner erklärt, die persönlichen Auftritte des Präsidenten in Salina und Dubuque würden gestrichen. Der Vorsitzende des Republikanischen Nationalkomitees, Joe Gruters, erklärte in einer Pressemitteilung vom Donnerstag, dass die Wähler im ganzen Land vor dem Wahltag von Präsident Trump hören möchten und dieser 72-Stunden-Sprint in der Schlussphase einen enormen Schub bedeuten werde. Das RNC teilte außerdem mit, dass die Kundgebungen aus organisatorischen Gründen neu arrangiert worden seien, um knapp zwanzig zusätzliche Telefon-Kundgebungen zu ermöglichen, die kürzlich in den Terminkalender des Präsidenten aufgenommen wurden.

Kurswechsel und Termine für Salina und Dubuque

Wenige Stunden nach der Absagemeldung schwenkte das Weiße Haus am Freitagnachmittag jedoch um.

Donald Trump besucht Kundgebungen in Kansas und Iowa doch persönlich
Foto: WSJ

Laut NBC News erklärte eine mit den Plänen vertraute Person: „Präsident Trump liebt seine Anhänger, und zusätzlich zu fast 20 Tele-Kundgebungen wird er am Sonntag nacheinander Kundgebungen in Kansas und Iowa abhalten.

Ein Regierungsbeamter und eine weitere mit der Angelegenheit vertraute Person bestätigten die Wiederaufnahme der Termine gegenüber den Medien.

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In Kansas bereitet sich der Salina Regional Airport auf das erste Eintreffen eines amtierenden US-Präsidenten seit dem 20. August 1976 vor. Damals landete Gerald Ford gemeinsam mit seinem Vizepräsidentschaftskandidaten Bob Dole in der Stadt. Die Bibliothek von Gerald Ford verzeichnete damals eine Teilnehmerzahl von rund 5.000 bis 6.000 Menschen bei dieser Kundgebung, bevor die Weiterreise nach Russell im Autokorso erfolgte. Für die Veranstaltung am Sonntag in Hangar 509 an der Arnold Court sind umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, bei denen unter anderem schweres Gerät per C-17 Globemaster III Transportflugzeug angeliefert wurde. Darunter befanden sich auch ein als Marine One bezeichneter Hubschrauber sowie die als The Beast bekannte gepanzerte Limousine, die aus Sicherheitsgründen stets mitreisen, wie KSAL News berichtete. Der Einlass für die Veranstaltung in Salina beginnt am Sonntag um 15:30 Uhr, das Programm startet um 17:30 Uhr und der Auftritt des Präsidenten ist für 19:00 Uhr angesetzt.

Wettlauf in den umkämpften Senatsrennen

Die Termine in den traditionell republikanisch geprägten Bundesstaaten stehen im Zeichen von hart umkämpften Mehrheiten im Kongress. In Kansas stellt sich der republikanische Amtsinhaber Roger Marshall zur Wiederwahl, während Umfragen den Demokraten Adam Hamilton in Schlagdistanz zeigen. Scripps News verwies auf eine Erhebung, wonach Hamilton bei 49 Prozent und Marshall bei 45 Prozent liegt. In Iowa konkurrieren unter anderem die Republikanerin Ashley Hinson und der Demokrat Josh Turek in einem ähnlich ausgeglichenen Rennen. Laut Aussagen des Politologen Dave Cochran vom Loras College in Dubuque sind solche Planungsänderungen in der unmittelbaren Endphase des Wahlkampfs zwar ungewöhnlich, spiegeln jedoch den Versuch wider, in extrem knappen Duellen jede denkbare Randnotiz für die eigene Mobilisierung zu nutzen. Angesichts niedriger Zustimmungswerte für den Präsidenten sei der direkte Effekt vor Ort jedoch begrenzt, wenngleich Dubuque County in den vergangenen Jahren starke politische Verschiebungen erlebt habe.

Donald Trump besucht Kundgebungen in Kansas und Iowa doch persönlich
Foto: NBC News

Ursprünglich hatte der Präsident seine erste Entscheidung, Kansas auszulassen, mit der vermeintlich starken Position seines Parteifreundes begründet. Der Präsident erklärte am Donnerstag vor Journalisten, als er auf die Hintergründe angesprochen wurde: „Ich fahre nicht nach Kansas, weil es bei ihm sehr gut läuft“. Er fügte hinzu: I feel perfect sowie „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich nach Kansas fahren muss“. Angesichts von Berichten über Frustrationen im Umfeld und heftiger Nachfragen von Medien korrigierte das Weiße Haus die Planung jedoch innerhalb von weniger als 24 Stunden.

Telefonkampagne und logistische Änderungen

Neben den Großveranstaltungen vor Ort laufen die per Telefon organisierten Schalten weiter. WPDE hob hervor, dass der sogenannte 72-Stunden-Sprint darauf ausgerichtet ist, Wähler in fast zwanzig Bundesstaaten direkt per Konferenzschaltung zu erreichen. Während physische Auftritte oft mehr als neunzig Minuten dauern, sind die Telefonformate auf etwa zehn Minuten Redezeit ausgelegt und deutlich kostengünstiger in der Umsetzung.

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In Iowa öffnen die Tore des Five Flags Event Centers in Dubuque am Sonntag um 10:30 Uhr morgens, bevor um 12:30 Uhr das Programm beginnt und der Präsident um 14:00 Uhr die Bühne betritt, meldete KTIV unter Berufung auf Angaben der Stadtverwaltung und des RNC. Die Zufahrten rund um das Veranstaltungsgelände wurden für den Verkehr gesperrt, wobei die Zufahrt für Anwohner und Gewerbetreibende über bestimmte Straßen aufrechterhalten bleibt.

Donald Trump besucht Kundgebungen in Kansas und Iowa doch persönlich
Foto: CNBC
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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