Die Chicago Sky-Spielerin DiJonai Carrington hat Kritik an einem Social-Media-Post zurückgewiesen, in dem sie nach einem Spiel gegen die Indiana Fever den Begriff white privilege
verwendete. Carrington war zuvor wegen eines harten Fouls auf Sophie Cunningham vom Feld gestellt worden und forderte ihre Kritiker nun auf, eigene Recherchen anzustellen.
Nach einer hitzigen Begegnung auf dem Parkett der WNBA ist eine Debatte über Rasse und Privilegien entbrannt. Im Zentrum steht die 28-jährige Guard der Chicago Sky, DiJonai Carrington, die nach ihrer Disqualifikation in einem Spiel gegen die Indiana Fever die Aufmerksamkeit auf soziale Machtstrukturen lenkte. Die Reaktion darauf löste eine Welle der Kritik von Sportanalysten aus, was Carrington zu einer scharfen Antwort auf der Plattform X veranlasste.
Das Foul auf Sophie Cunningham und die Reaktion auf X
Der Vorfall begann mit einer Spielentscheidung: Carrington wurde wegen eines harten Fouls auf Sophie Cunningham vom Spiel ausgeschlossen. Die Niederlage ihrer Mannschaft folgte. Kurz darauf veröffentlichte Carrington einen Post in den sozialen Medien, in dem sie die Indiana Fever markierte und den Begriff white privilege
(weißes Privileg) verwendete.
Diese Wortwahl wurde von US-Sportexperten als unangemessen gewertet. Emmanuel Acho, ein ehemaliger NFL-Star, kritisierte die Darstellung in seinem Podcast Speakeasy
deutlich. Er argumentierte, dass die Entscheidung der Schiedsrichter nicht auf der Rasse basierte und die Verwendung des Begriffs die eigentliche Bedeutung von weißem Privileg untergrabe.
„You hit her in the head. You drew blood. You didn’t connect with the ball at all whatsoever. So to me, it was just very ignorant and, to some degree, asinine by DiJonai Carrington to suggest that that call was based on white privilege.“
Emmanuel Acho, former NFL star
Carringtons Verteidigung: Akademischer Hintergrund und Kritik
Carrington reagierte auf die Vorwürfe, ignorant oder asinin zu handeln, mit einem Verweis auf ihre eigene Bildung. In einer Antwort auf X bestritt sie, dass sie die spezifische Foul-Bewertung als Ergebnis von weißem Privileg bezeichnet habe, und warf ihren Kritikern vor, dies lediglich zu unterstellen.
Die Spielerin betonte, dass sie an einer der top universities studiert habe, um sich genau mit diesem Thema zu bilden. Sie forderte ihre Gegner auf, ihre kritischen Denkfähigkeiten zu nutzen und eigene Recherchen anzustellen.
„I would never use that term as a rhetorical weapon knowing the historical and social weight it holds without having the proper evidence to substantiate it.“
DiJonai Carrington, Chicago Sky guard
Die Sicht von Sophie Cunningham
Sophie Cunningham, die betroffene Spielerin der Indiana Fever, bewertete die Situation nach dem 90:86-Sieg ihres Teams distanziert. Sie betonte, dass der Vorfall nichts mit der Hautfarbe zu tun habe. Cunningham verwies auf eine ähnliche Situation aus dem Vorjahr, in der sie selbst für ein identisches Foul disqualifiziert wurde.
Nach Ansicht von Cunningham war die Auswechslung in jenem Fall gerechtfertigt, und sie sah keinen Grund, in der aktuellen Situation diese Karte zu spielen. Bezüglich möglicher Konsequenzen gab sie an, dass die Liga sich der Sache annehme.
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