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Charles Leclerc setzt die Bestzeit im Großen Preis von Mexiko-Stadt

Ferrari-Pilot Charles Leclerc setzte am Freitag beim Großen Preis von Mexiko-Stadt in beiden freien Trainingseinheiten die Bestzeit. Auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez verwies der Monegasse in der zweiten Session McLaren-Konkurrent Lando Norris um 0,103 Sekunden auf den zweiten Platz, während Mercedes-Pilot Kimi Antonelli im ersten Training den Grundstein für das bevorstehende Rennwochenende legte.

Die Formel 1 erlebte am Freitag auf der hochgelegenen Strecke in Mexiko-Stadt einen intensiven Auftakt, der von zahlreichen Zwischenfällen, technischen Problemen und taktischen Rundenzeiten geprägt war. Während Charles Leclerc im Ferrari die Zeitenliste dominierte, stand der Freitag auch im Zeichen zahlreicher Nachwuchspiloten, die in der ersten Session für etablierte Stammfahrer einsprangen. Rund die Hälfte des Feldes verzichtete im ersten Training auf ihre Stammpiloten, um den Reglementvorgaben für junge Fahrer nachzukommen.

Charles Leclerc dominiert beide Freitagstrainings in Mexiko-Stadt

Auf der anspruchsvollen Höhenluft-Strecke bewies Ferrari eine starke Frühform. Leclerc sicherte sich mit einer Bestzeit von 1:17,827 Minuten im zweiten Training die absolute Tagesbestmarke und ließ seine Konkurrenten hinter sich. Im ersten Durchgang hatte er den Kurs bereits in 1:18,128 Minuten umrundet. George Russell fuhr im Mercedes auf den dritten Rang der zweiten Session und lag damit nur dreitausendstel Sekunden hinter Norris.

Charles Leclerc setzt die Bestzeit im Großen Preis von Mexiko-Stadt
Foto: timeslive.co.za

Das sportliche Geschehen litt jedoch unter wechselhaften Bedingungen und teils heftigen Verkehrsproblemen. Max Verstappen und Liam Lawson gerieten im Stadionabschnitt aneinander, als beide nach einer unnachgiebigen Aktion in Kurve 12 und 14 kollidierten. Die Rennkommissare nahmen den Vorfall unter die Lupe, der Trümmerteile auf dem Asphalt hinterließ und eine kurze rote Flagge auslöste.

Technische Sorgen bei Lewis Hamilton und Ausfälle im Feld

Während Leclerc an der Spitze glänzte, verlief der Freitag für Teamkollege Lewis Hamilton glücklos. Der siebenmalige Weltmeister musste seinen Ferrari in der zweiten Session auf der Start- und Zielgeraden abstellen, nachdem ein massiver Leistungseinbruch aufgetreten war. Über Funk meldete er ratlos: Something’s wrong with the power. I lost all power from Turn 13, was die FIA und die Streckenverantwortlichen zu einer virtuellen Safety-Car-Phase zwang. Hamilton beendete den Tag außerhalb der Top Ten.

I’ve lost all power.

Lewis Hamilton, Ferrari-Pilot

Auch andere Teams kämpften mit technischen Defekten. Aston-Martin-Ersatzfahrer Jak Crawford blieb auf der Strecke stehen, während Audi beim Formel-1-Debüt des 18-jährigen Briten Freddie Slater mit verbliebenen Kühlgebläsen am Auto für eine Schrecksekunde sorgte. Der junge Brite kämpfte sich dennoch durch und absolvierte 14 Runden.

Charles Leclerc
Foto: bbc.co.uk

Kimi Antonelli vor entscheidendem WM-Wochenende

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht an diesem Wochenende der junge Italiener Kimi Antonelli. Nach einer überstandenen viralen Infektion, die ihn am Medientag noch zum Pausieren gezwungen hatte, fuhr der Mercedes-Nachwuchspilot im ersten Training auf den zweiten Platz hinter Leclerc. Mit einem Vorsprung von 123 Punkten auf Teamkollege George Russell in der Fahrerwertung hat der 20-Jährige die historische Chance, sich vorzeitig zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte zu krönen.

Die Rechenspiele für den Titelgewinn am Sonntag sind eindeutig: Gelingt Russell oder Lewis Hamilton kein Sieg, reicht Antonelli bereits der neunte Platz, um den Sack zuzumachen. Bei einem Sieg von Russell bräuchte der Italiener Rang neun, bei einem Triumph von Hamilton würde ihm ein zehnter Platz genügen.

FahrerTeamPlatzierung (FP2)
Charles LeclercFerrari1
Lando NorrisMcLaren2
George RussellMercedes3
Max VerstappenRed Bull5

Hinter der Spitzengruppe sorgten Nachwuchsfahrer für ungewohnte Namen im Zeitenmonitor. Der bulgarische Formel-2-Titelaspirant Nikola Tsolov ersetzte Liam Lawson im Racing Bulls und klagte im Cockpit über massive körperliche Beschwerden durch den Sitzdruck: Running out of blood on my right leg. I cannot feel my right leg. I think the seat is compressing my leg and my blood stopped, funkte der Youngster an die Box, bevor er das Training als Zwölfter beendete. Teamchef Alan Permane lobte den Einsatz als textbook first session, wie Timeslive anmerkte.

Charles Leclerc setzt die Bestzeit im Großen Preis von Mexiko-Stadt
Foto: tsn.ca

Für den US-Amerikaner Colton Herta verlief der Freitag ebenfalls lehrreich. Der IndyCar-Pilot drehte im Cadillac von Valtteri Bottas 30 Runden, verfehlte jedoch nach einer genaueren Prüfung durch den Automobilweltverband FIA die vollständige Superlizenz-Punktzahl um einen einzigen Zähler. Das Team kündigte an, ihm vor dem Saisonende einen weiteren Einsatz in einem freien Training zu ermöglichen, um die Hürde endgültig zu nehmen.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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