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Unterhaltung

Bob Mackie, der Hollywood-Glamour-König, ist tot

Der legendäre Modedesigner Bob Mackie, dessen schillernde Entwürfe jahrzehntelang den Inbegriff des Hollywood-Glamours prägten, ist im Alter von 87 Jahren in Palm Springs, Kalifornien, gestorben. Seine Öffentlichkeitsarbeiterin Jenelle Hamilton bestätigte gegenüber CBS News, dass der Designer an den Folgen einer Lungenentzündung verstarb.

Bob Mackie wurde im kalifornischen Vorort Monterey Park geboren und entdeckte bereits als kleines Kind durch Technicolor-Musicals seine Begeisterung für die Welt des Film-Glamours. Schon früh entwarf und skizzierte er aufwendige Kostüme für seine Mutter und seine Schwester und engagierte sich in der Theater-AG seiner Highschool für Kostüm- und Bühnenbild. Später studierte er am Pasadena City College Werbung und Illustration sowie Kostümdesign am Chouinard Art Institute in Los Angeles, wie aus den verifizierten Berichten hervorgeht.

Der Aufstieg zum „Designer to the Stars“

Der große Durchbruch folgte im Jahr 1966, als Mackie laut seiner offiziellen Biografie verpflichtet wurde, einen neuen Look für die Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin Mitzi Gaynor zu entwerfen. Diese Zusammenarbeit erwies sich als perfekte Kombination aus Tanz, Glamour und Comedy. Der auffällige Stil erregte bald die Aufmerksamkeit von Carol Burnett, die ihn für die Garderobe von The Carol Burnett Show engagierte. Die gemeinsame Arbeit brachte unvergessliche Charaktere hervor, darunter Nora Desmond, Eunice und Burnetts Parodie auf Scarlett O’Hara aus Gone With the Wind – genannt Starlet O’Hara –, bei der die Komikerin ein aus einem grünen Fenstervorhang mitsamt Stangen gefertigtes Kleid trug.

Bob Mackie, der Hollywood-Glamour-König, ist tot

Mackies Fernseherfolg setzte sich bei The Sonny and Cher Show fort, nachdem Cher in Burnetts Sendung als Gast aufgetreten war und Gefallen an seiner Arbeit gefunden hatte. Cher trug auf den roten Teppichen immer wieder perlenbesetzte, bauchfreie Kreationen aus seiner Hand. Auf der Met Gala im Jahr 1974 erschien Cher an Mackies Seite in einem der berühmtesten sogenannten „Naked Dresses“ der Modegeschichte: einem transparenten Perlenkleid mit weißen Federmächten an Ärmeln und Saum, das damals das Cover des Time-Magazins zierte.

Eine einzigartige Arbeitsweise und zahlreiche Auszeichnungen

Im Oktober 2025 erklärte Mackie in einem Interview mit CBS Mornings, dass das genaue Beobachten der Künstler ein zentraler Bestandteil seines kreativen Prozesses sei. Er sagte damals über seine Arbeit, seine Philosophie bestehe darin, genau zu beobachten, was sie tun, wie sie auf der Bühne arbeiten, wie sie gehen und wie sie sitzen. Er fügte hinzu, dass dies sehr wichtig sei und man eben nicht einfach jedem x-beliebigen Menschen ein Kleid anziehen könne. Zudem betonte er, dass Cher bei seinen oft wagemutigen Entwürfen niemals eingeschüchtert gewesen sei.

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Bob Mackie, Modedesigner, erklärte zudem, man wisse erst, wenn man sie treffe und bei ihren Auftritten beobachte, dass sie genau diese Art von Frau und Mädchen seien, und er fügte hinzu, dass Cher von absolut nichts, was er je für sie entworfen habe, jemals eingeschüchtert gewesen sei – wirklich zu keinem Zeitpunkt.

Für sein Schaffen wurde der als „Designer to the Stars“ gefeierte Kreative vielfach ausgezeichnet. Er gewann neun Emmy Awards sowie einen Tony Award und erhielt drei Oscar-Nominierungen, darunter für Barbra Streisands Kostüme in Funny Lady aus dem Jahr 1975, in dem Streisand ein transparentes Fledermauskleid trug. Im Jahr 2002 wurde er in die Academy of Television Arts & Sciences‘ Hall of Fame aufgenommen.

Fortwirkender Einfluss auf moderne Popkultur und Musik

Im Laufe seiner jahrzehntelangen Karriere schuf Mackie ikonische Looks für Weltstars wie Madonna, Sharon Stone, Diana Ross, Julia Louis-Dreyfus und Konzertkostüme für Pink. Unvergessen bleibt auch Marilyn Monroes Auftritt im Jahr 1962, als sie Präsident John F. Kennedy im Madison Square Garden ein perlenbesetztes, transparentes Kleid präsentierte, das auf einer Skizze Mackies basierte.

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Sein ästhetischer Einfluss ist bis heute in den Outfits von Stars wie Kendall Jenner und Bella Hadid erkennbar. Aktuelle Generationen von Künstlerinnen greifen immer wieder auf seine Archivstücke oder Neuschöpfungen zurück: Anya Taylor-Joy, Miley Cyrus und Zendaya – letztere trug 2024 bei der Aufnahme von Cher in die Rock & Roll Hall of Fame ein Mackie-Kleid zu Ehren der Sängerin. Auch für das Cover ihres 2025 erscheinenden Albums The Life of a Showgirl wandte sich Taylor Swift an Bob Mackie, um sich als Showgirl inszenieren zu lassen.

Nach dem Tod des Designers teilte sein Social-Media-Team mit, dass sein Genie und seine außergewöhnlichen Entwürfe für immer weiterleben und weiterhin Schönheit in die Welt bringen werden.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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