BMW bringt mit dem i3 50 xDrive die erste vollelektrische Limousine der Neuen Klasse auf den Markt. Das Modell läuft seit August 2026 im Werk München vom Band, bietet bis zu 912 Kilometer WLTP-Reichweite und leistet 469 PS bei Preisen ab 65.900 Euro.
Wer nach einem klassischen BMW 3er sucht, muss sich auf spürbare Veränderungen einstellen. Die sportliche Mittelklasse ist aus der Markenidentität der bayerischen Metropole nicht wegzudenken und prägt das Selbstverständnis seit dem Jahr 1975, als der Ur-E21 die Nachfolge der 02-Baureihe antrat. Stattdessen setzt der Münchner Autobauer auf zweigleisige Antriebsoffenheit: Während die klassische Verbrenner-Welt im BMW 3er G50 mit einem 3,0-Liter-Twin-Scroll-Turbobenziner und Sechszylinder weiterlebt, bildet der vollelektrische i3 das neue Aushängeschild der sogenannten Neuen Klasse. Die Serienfertigung des i3 im Stammwerk München startete im August 2026 nach einem rund 650 Millionen Euro schweren Umbau des Areals, bei dem auf rund einem Drittel der Grundfläche des Werksgeländes ein neuer Karosseriebau, eine hochmoderne Fahrzeugmontage sowie zusätzliche Logistikflächen entstanden, während weiterhin bis zu 1.000 Fahrzeuge täglich das Werk verließen. Ab 2027 baut München ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge, während die Verbrennermodelle ab November 2026 im BMW Group Werk Dingolfing gemeinsam mit dem BMW 4er und BMW 5er auf einer flexiblen Linie entstehen; die Kernkomponenten beider Antriebsarten liefert das BMW Group Werk Steyr.
Wie schlägt sich der elektrische Allradantrieb im Fahrbetrieb?
Um das herauszufinden, schickte BMW Tester in den Süden Frankreichs nach Marseille sowie ins winterliche Schweden in das BMW Group Wintertestzentrum Arjeplog, an den Nürburgring und in das Erprobungszentrum der BMW Group im südfranzösischen Miramas. Auf den Testfahrten zeigt sich der neue i3 50 xDrive als durchzugsstarkes Kraftpaket. Entsprechend beeindruckend ist der Schub, mit dem der 4,76 Meter lange Viertürer unterwegs ist. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h. Trotz eines Leergewichts von 2,3 Tonnen schieben die beiden E-Module aus jedem Tempo heraus gewaltig an. Auf kurvigen Landstraßen liefert das Fahrverhalten eine hohe Querdynamik, und das Kurvenräubern im i3 macht laut Testberichten großen Spaß. Die finale fahrdynamische Abstimmung absolvierten Prototypen auf schneebedeckten Straßen und präparierten Flächen auf zugefrorenen Seen in Arjeplog, wo niedrige Reibwerte das exakte Testen der elektronischen Regelsysteme erlaubten.

Verantwortlich für das präzise Handling ist unter anderem das intelligente Steuersystem Heart of Joy, das alle Fahreigenschaften vom Stillstand bis zum dynamischen Limit steuert. Im Innenraum steuern digitale Technologien das Cockpit. Neulinge müssen sich an das neue Konzept mit dem schmalen Panoramadisplay unter der Windschutzscheibe (Panoramic Vision), dem zentralen, schräg gestellten Touchscreen (mit 17,9-Zoll-Zentral-Display) und dem Head-Up-Modul sowie an das Lenkrad erst gewöhnen. In der Basis kommt das Lenkrad mit zwei Spangen, die vertikal angeordnet sind. Kritisiert werden von Testern allerdings die Lüftungsdüsen, die sich nur über das Klimamenü elektronisch verstellen lassen, sowie die Bedienung über karge Bedieninseln in der Tür, während Alexa+ stets an Bord ist und Fragen aller Art beantwortet. Der praktische Autobahnassistent ermöglicht in 21 Ländern freihändiges Fahren bis 130 km/h, falls die Augen auf der Fahrbahn verharren.
Welche Reichweiten und Ladeleistungen erreicht der neue i3?
Ein zentraler Fortschritt betrifft die Batteriekapazität und die Ladefähigkeit. In der gegenwärtigen Angebotspalette stehen für das Modell wahlweise eine Ausführung mit einem netto nutzbaren Energiegehalt von 82,8 kWh als i3 40 xDrive sowie eine Variante mit einer 108,7 kWh großen und ebenfalls netto nutzbaren Batterie als i3 50 xDrive zur Verfügung. Damit erreichen die Akkus im Unterboden je nach Konfiguration WLTP-Reichweiten zwischen 729 und 912 Kilometern. Die Produktion der Gen6-Akkus erfolgt im neuen Werk Irlbach-Straßkirchen, das ab Oktober 2026 die Belieferung übernimmt und dabei auf eine kompromisslose Null-Fehler-Strategie, digitale Zwillinge zur Prozesssteuerung sowie lückenlose Inline-Qualitätskontrollen setzt. Dank der 800-Volt-Architektur lädt der i3 mit bis zu 400 kW Gleichstrom. Unter optimalen Bedingungen steigt der Ladezustand an entsprechenden Schnellladesäulen in nur 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent beziehungsweise liefert in zehn Minuten genug Energie für bis zu 423 km Reichweite (WLTP) beziehungsweise rund 400 km nach ISO12906 im WLTP-Zyklus.

Was kostet die Limousine und welche Konditionen gelten für Gewerbekunden?
Die Preisliste für den elektrischen 3er beginnt je nach Ausführung im oberen Mittelklassesegment. Der i3 40 startet bei einem Basispreis von 59.900 Euro, während der i3 50 xDrive bei 65.900 Euro liegt (jeweils mit Abmessungen von 4.760 mm x 1.865 mm x 1.480 mm). Neben dem klassischen Kauf bieten Leasinganbieter spezielle Einstiegskonditionen an. Für Firmenkunden stellt PAW Automobile die batterieelektrische Limousine zu einer monatlichen Nettorate ab 540 Euro bereit, basierend auf einer Vertragsdauer von 48 Monaten, einer jährlichen Fahrleistung von 5.000 Kilometern und ohne Anzahlung; in dieser monatlichen Einstiegskondition sind sowohl ein Flottennachlass in Höhe von 15 Euro netto für Betriebe mit mindestens vier Fahrzeugen im Fuhrpark als auch eine Kurzzulassung einkalkuliert (ohne diese Kurzzulassung erhöht sich der Betrag um 45 Euro netto; bei Nutzung der Kurzzulassung ohne den Flottenbonus beläuft sich die Rate auf 555 Euro netto, während gänzlich ohne Flottenbonus und ohne Kurzzulassung 600 Euro netto fällig werden).
Im Fond bietet die Limousine ein Kofferraumvolumen von 420 Litern, ergänzt durch einen 31 Liter großen Frunk unter der Fronthaube. Zudem stellen Händler wie BMW Berlin Charlottenburg und Marzahn den vollelektrischen BMW i3 vor – unter anderem beim Halloween Family Day am Samstag (31.10.) am Kaiserdamm 90 / Einfahrt Messedamm 11 in Berlin Charlottenburg sowie am Blumberger Damm 2 in Berlin Marzahn.

Modernste IT-Verfahren durchdringen den gesamten Herstellungsprozess: Von der virtuellen Nachbildung bis zur Echtzeit-Auswertung werden Künstliche Intelligenz und digitale Technologien in sämtlichen Bereichen von der Planung über die Fertigung und Qualitätskontrolle bis hin zur Logistik konsequent angewendet.
Überall dort, wo Autos wie der i3 auf Herz und Nieren geprüft werden, sorgt die digitale Vernetzung dafür, dass Prozesse lückenlos überwacht und optimiert werden.
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