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BMW startet Batterieproduktion und erzielt Rekord mit i3 Limousine

BMW hat in Shenyang die Serienproduktion von Hochvoltbatterien der sechsten Generation gestartet und gleichzeitig mit einer speziell für China entwickelten i3 Limousine einen Langstreckenrekord von 1.213 Kilometern mit einer einzigen Ladung erzielt.

Die BMW Group hat am 15. Oktober 2026 in Shenyang, der Hauptstadt der nordostchinesischen Provinz Liaoning, offiziell die Serienproduktion ihrer Hochvoltbatterien der sechsten Generation aufgenommen wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Das Projekt markiert einen entscheidenden Schritt in der Elektrifizierungs- und Lokalisierungsstrategie des Autobauers in China laut Xinhua. Der Start der Batterieproduktion ist ein entscheidender Schritt bei der Einführung der Fahrzeuge der Neuen Klasse, wobei BMW auf seine Systemkompetenzen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Technik, Einkauf sowie Produktion in Shenyang baut, wie Birgit Böhm-Wannenwetsch, President und CEO von BMW Brilliance Automotive Ltd., betonte.

Investitionen und Fertigung im Werk Shenyang

Mit einer Investition von zehn Milliarden Yuan – umgerechnet rund 1,49 Milliarden US-Dollar beziehungsweise etwa 1,28 Milliarden Euro – zeichnet sich das neue Batterieprojekt durch ein fortschrittliches Design großer Rundzellen aus, die in ihrem Format an die Tesla-4680-Zelle im Cybertruck erinnern, wie Xinhua und Auto Motor und Sport berichten. Die neue Fertigungsanlage erstreckt sich über eine Fläche von 240.000 Quadratmetern und fällt damit rund fünfmal so groß aus wie die bisherigen Batteriewerke des Unternehmens in der Region.

Die Gen-6-Hochvoltbatterien verfügen über einen Durchmesser von 4,6 Zentimetern und werden in zwei Höhen von 9,5 und 12 Zentimetern gefertigt, womit sie gegenüber der vorherigen Generation eine um mehr als 20 Prozent höhere Energiedichte sowie eine um bis zu 30 Prozent gesteigerte Ladegeschwindigkeit erreichen. In der Fertigung überwacht BMW die Laserschweißnähte zur Verbindung der Cluster mit Prüfsystemen in Echtzeit, nutzt digitale Zwillinge sowie KI-gestützte Verfahren und schließt den Prozess nach einem Schäumprozess und der Gehäusemontage mit einem Energy Master sowie einer End-of-Line-Prüfung jeder einzelnen Batterie ab. Shenyang ist der weltweit größte Produktionsstandort der BMW Group, der sich auf die Werke Dadong, Lydia und Tiexi verteilt und von dem Joint Venture BMW Brilliance Automotive betrieben wird. Seit 2010 hat der Konzern dort mehr als 120 Milliarden RMB investiert, und im Mai 2026 rollte das siebenmillionste Fahrzeug vom Band teilt Xinhua mit.

BMW Batteriefabrik Shenyang
Foto: electrive.net

Testfahrt des i3 50L über 1.213 Kilometer

Parallel zum Produktionsstart meldete BMW einen firmeninternen Reichweitenrekord für den neuen BMW i3 50L. Die speziell für den chinesischen Markt entwickelte Elektrolimousine legte bei einer dreitägigen Ausdauerfahrt, die am Werk Tiexi in Shenyang begann, laut Auto Motor und Sport 1.213 Kilometer ohne Nachladen zurück, wobei die Fahrt über eine Mischung aus Schnellstraßen, Nationalstraßen, Landstraßen und im Großstadtverkehr verlief.

Das Testfahrzeug erreichte sein Ziel mit einer Restkapazität der Batterie von einem Prozent, wobei der offizielle CLTC-Prüfwert für den i3 50L bei 1.028 Kilometern liegt und das Ergebnis diesen Wert folglich um rund 185 Kilometer übertraf, schreibt Auto Motor und Sport. Die gefahrene Strecke entspricht der Distanz von München nach Neapel meldet T-Online. Über die gesamte Strecke soll der i3 50L lediglich 8,8 kWh pro 100 Kilometer verbraucht haben so Auto Motor und Sport.

BMW startet Batterieproduktion und erzielt Rekord mit i3 Limousine
Foto: Auto Motor und Sport

Das Testfahrzeug basierte auf der neuen Elektroplattform der Neuen Klasse und war mit einer Batterie von 113,4 kWh Kapazität ausgestattet berichtet Auto Motor und Sport. Die Architektur arbeitet mit 800 Volt, was Ladeleistungen von bis zu 400 kW an entsprechenden Schnellladesäulen ermöglicht, wodurch der Akku in nur zehn Minuten genügend Strom für 400 Kilometer tanken kann, erläutert Auto Motor und Sport. BMW stellte das Ergebnis am 15. Oktober 2026 in Shenyang vor.

Strategische Ziele und geplante Modelle für den Markt

BMW plant, bis Ende 2027 knapp 20 neue oder überarbeitete Fahrzeugmodelle mit Technologien der Neuen Klasse auf den chinesischen Markt zu bringen meldet 24Auto. Bis zum Jahr 2030 will das Unternehmen den Anteil der in China verkauften, lokal produzierten Fahrzeuge auf über 95 Prozent steigern ergänzt Xinhua.

Zudem prüft der Konzern den Ausbau des Exports von in Shenyang hergestellten Modellen in Überseemärkte wie Südostasien berichtet Xinhua.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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