Vor 16.071 Fans im ausverkauften Tivoli Stadion hat die WSG Tirol das ÖFB-Cup-Achtelfinale am Mittwochabend gegen den FC Wacker Innsbruck im Elfmeterschießen mit 4:3 für sich entschieden, nachdem die Partie nach 120 Minuten mit 2:2 geendet hatte.
Tivoli-Drama im ÖFB-Cup-Achtelfinale
Das erste Tiroler Derby im Profifußball seit Mai 2018 hielt das, was die Kulisse von 16.071 Zuschauern im beinahe ausverkauften Tivoli Stadion versprach im ÖFB-Cup-Achtelfinale. Der Bundesligist aus Wattens erwischte einen Start nach Maß. Bereits in der fünften Minute brachte Husein Balic die WSG in Führung. Doch die Innsbrucker ließen sich von dem frühen Rückstand nicht beirren.
Angetrieben von ihren Youngsters am rechten Flügel glich der Zweitligist durch einen sehenswerten Distanzschuss von Luis Gstrein in der 16. Minute aus. Die WSG war schlussendlich der Partycrasher, musste nach einer hart umkämpften regulären Spielzeit und einer dramatischen Verlängerung jedoch den Gang in den Strafstoß-Krimi antreten.
Für beide Vereine ging es in diesem traditionsreichen Aufeinandertreffen um den Einzug in die Runde der letzten acht Mannschaften, wobei die Wattener in der Bundesliga und Wacker Innsbruck als Zweitligist an den Start gingen. Der Kooperationsklub von Los Angeles FC fand sich in der Meisterschaft nach zehn gespielten Runden auf dem siebten Tabellenplatz wieder. Im Vorfeld der Begegnung hatten Verletzungen und angeschlagene Akteure die personelle Situation der Schwarz-Grünen erschwert, während Cheftrainer Sebastian Siller die Mannschaft auf das schwere Duell vorbereitet hatte. Die Gäste aus Wattens bestreiten ihre Ligaspiele ebenfalls im Tivoli Stadion vor meist spärlich besetzten Rängen.
Vergebene Chancen und Tore in der Verlängerung
Nach dem Seitenwechsel drängten beide Teams auf die Entscheidung. Während Francis knapp das Tor verfehlte und Owusu bei den Hausherren abgeblockt wurde, vergab Murat Satin die große Chance auf den Siegtreffer für die Gäste, als Wacker-Torhüter Juri Kriechmayr dessen Schuss aus kurzer Distanz parierte. Auf der Gegenseite rettete WSG-Schlussmann Salko Hamzic kurz vor Ende der regulären Spielzeit gegen Yilmaz.

In der Verlängerung schien das Pendel zugunsten des Bundesligisten auszuschlagen, als Thomas Sabitzer in der 110. Minute zum 2:1 traf. Doch Wacker schlug abermals zurück. Der eingewechselte Gabriele Biancheri erzielte in der 116. Minute den neuerlichen Ausgleich zum 2:2 und sorgte für Ekstase auf den Rängen.
Salko Hamzic wird im Elfmeterschießen zum Matchwinner
Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen. Nachdem Bright Owusu im sechsten Versuch für Wacker nur Aluminium traf, bewies WSG-Torhüter Salko Hamzic eiskalte Nerven. Mit drei gehaltenen Strafstößen im Finale entschied er das Duell zugunsten der Wattener.
Es war ein sehr, sehr gutes Spiel von unserer Seite. Ich denke, dass das Spiel in die andere Richtung ausgehen kann. Beim Elfmeterschießen ist es einfach Glück.
Sebastian Siller, Wacker-Trainer, via LAOLA1
Trotz der bitteren Niederlage zeigte sich die sportliche Leitung der Innsbrucker mit der Darbietung auf dem Rasen zufrieden. Spielmacher Adrian Lechl sprach nach dem Schlusspfiff von der besten Saisonleistung seiner Mannschaft.
