Die WSG Tirol gastiert am Sonntag in der neunten Bundesliga-Runde beim RZ Pellets WAC. Die Tiroler reisen als Auswärtsspezialisten nach Kärnten, während die Gastgeber unter Druck stehen und nach vier sieglosen Spielen auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht sind.
Am Sonntag ab 14:30 Uhr treffen der RZ Pellets WAC und die WSG Tirol in der neunten Bundesliga-Runde aufeinander. Die sportliche Ausgangslage in Kärnten ist von unterschiedlichen Vorzeichen geprägt. Während die Gäste aus Tirol sechs ihrer bisherigen acht Punkte in der Fremde einfahren konnten, stecken die Kärntner in einer schwierigen Phase.
WAC unter Druck und personelle Verflechtungen
Thomas Silberberger übernahm im April das Amt des Cheftrainers bei den Wölfen und rettete den WAC vor dem Abstieg. Im Sommer holte er mit Raffael Behounek und Giacomo Vrioni zwei seiner ehemaligen WSG-Schützlinge nach Kärnten. Aufseiten der Tiroler verfügen Matthäus Taferner, David Gugganig und Thomas Sabitzer ebenfalls über eine gemeinsame Vergangenheit bei beiden Vereinen, wie Ligaportal berichtet.
Sportlich läuft es für die Lavanttaler nach einem Auftaktsieg gegen die Wiener Austria und Punktgewinnen gegen Salzburg sowie den GAK jedoch nicht mehr rund. Nach teils klaren Niederlagen in den letzten vier Spielen – zuletzt in Altach – finden sich die Gastgeber am Tabellenende wieder und stehen unter Druck.
Philipp Semlic warnt vor dem angeschlagenen Gegner
Die WSG Tirol musste sich am vergangenen Wochenende nach einer Führung gegen die SV Ried geschlagen geben.
Uns erwartet ein anderes Spiel als gegen Ried: Wir treffen auf einen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht – und wir wissen alle, dass angeschlagene Boxer immer am gefährlichsten sind. Es wird nicht reichen zu glauben, dass es nur über unser dominantes Spiel im Ballbesitz geht. Wir müssen uns auf die Basics fokussieren: Duellführung, Intensität und den Zugang zum Verteidigen. Wenn wir das schaffen, werden wir für den WAC sehr unangenehm sein und können dort etwas mitnehmen.
Philipp Semlic, Cheftrainer WSG Tirol
Semlic kann derzeit ohne Verletzungssorgen aus dem Vollen schöpfen. Ein Blick in die Statistik der bisher insgesamt 22 Duelle zeigt ein völlig ausgeglichenes Bild: Acht Mal siegte die WSG, sieben Mal der WAC, und sieben Mal trennten sich die Teams Unentschieden. Den letzten Auswärtssieg in der Lavanttal-Arena holten die Tiroler vor rund zwei Jahren, gefolgt von einem 2:0-Erfolg im Mai zum Abschluss der Vorsaison.