Ben Shelton hat Carlos Alcaraz im Viertelfinale der US Open in einem fast viereinhalb Stunden langen Fünf-Satz-Krimi bezwungen. Das Match endete am Mittwoch, den 9. September 2026, um 3:33 Uhr in New York und markiert damit das späteste Ende einer Partie in der Turniergeschichte.
Ein historischer Nacht-Krimi in Flushing Meadows hat dem Titelverteidiger bei den US Open ein jähes Ende bereitet. Ben Shelton rang Carlos Alcaraz in einer physisch kräftezehrenden Begegnung mit 6:7 (5), 6:1, 6:3, 1:6 und 7:6 (10:7) nieder. Mit diesem Erfolg beendete der an Nummer acht gesetzte US-Amerikaner nicht nur die Serie des siebenmaligen Grand-Slam-Champions, sondern stellte auch einen neuen Rekord für den spätesten Matchball in der Geschichte des Traditionsturniers auf.
Ein neuer Rekord für das späteste Match der Turniergeschichte
Als der entscheidende Punkt um 3:33 Uhr in der Nacht zum Mittwoch im Arthur Ashe Stadium geschlagen war, entlud sich bei Ben Shelton die gesamte Anspannung. Tausende Zuschauer hatten trotz der fortgeschrittenen Stunde auf den Tribünen ausgeharrt, um das hochklassige Viertelfinale zu verfolgen. Der bisherige Negativrekord für das späteste Turnierende stammte ebenfalls von Alcaraz, der im Jahr 2022 im Viertelfinale gegen Jannik Sinner erst um 2:50 Uhr Ortszeit den letzten Ball geschlagen hatte, wie NBC News berichtete.
Das Duell begann erst um 23:05 Uhr am späten Dienstagabend, bot den verbliebenen Fans auf den Rängen jedoch erstklassiges Tennis und eine gewaltige Lärmkulisse. Zwischen den Rufen für den spanischen Favoriten mischten sich immer lauter werdende USA!
-Sprechchöre für den Lokalmatadoren, der sich den spürbaren Heimvorteil zunutze machte.
Physischer Verschleiß und dramatische Wendungen auf dem Platz
Das Match entwickelte sich rasch zu einer reinen Materialschlacht. Alcaraz, der erst kurz zuvor nach einer viermonatigen Verletzungspause wegen einer Handgelenksverletzung auf die Tour zurückgekehrt war, kämpfte sich nach einem verlorenen zweiten und dritten Satz im vierten Durchgang eindrucksvoll zurück. Der Spanier dominierte diesen Satz mit 6:1 und erzwang trotz körperlicher Probleme – in den Satzpausen musste er sich in ein Handtuch übergeben – den entscheidenden fünften Satz, wie HuffPost anmerkte.

Das war ein Krieg. Episches Match. So physisch. Carlos, einer der größten Champions in unserem Sport, und das bereits mit 23 Jahren. Es macht immer Spaß. Ben Shelton, US-amerikanischer Tennisspieler
Im finalen Match-Tie-Break bewies Shelton schließlich die nervliche Härte. Nach wechselhaften Führungen nutzte der Amerikaner seine druckvollen Aufschläge, die Geschwindigkeiten von bis zu 240 oder sogar fast 230 bis 240 Stundenkilometern erreichten, um das Match für sich zu entscheiden. Den letzten Punkt machte er mit einem Ass, das Alcaraz nicht mehr kontrollieren konnte.
Träume vom ersten US-Titel seit Andy Roddick
Damit ist sichergestellt, dass ein amerikanischer Spieler im Endspiel der Herren stehen wird.

Für das US-amerikanische Herrentennis bietet sich nun die historische Chance, die seit 23 Jahren anhaltende Durststrecke bei den Major-Turnieren zu beenden. Den bislang letzten Triumph eines US-amerikanischen Spielers bei einem Grand-Slam-Heimturnier hatte Andy Roddick im Jahr 2003 errungen.
Es ist unglaublich. Ich sage immer, dass dies die großartigste Sportstadt der Welt ist, ich sage, dass dies das großartigste Stadium der Welt ist. Ich hoffe nur, dass mein bester Freund und meine Schwester dort drüben in drei Stunden nicht um 6 Uhr morgens bei der Arbeit sein müssen. Ben Shelton, US-amerikanischer Tennisspieler
Nun bleibt abzuwarten, ob Shelton tatsächlich die historische Chance nutzt und die lange Durststrecke der US-amerikanischen Spieler bei ihrem Heimturnier beendet.
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