Alexander Zverev hat bei den US Open das Achtelfinale erreicht, nachdem er im Erstrundenspiel einen fünfsätzigen Marathon überstand und im weiteren Verlauf gegen Luciano Darderi siegte. Der topgesetzte Hamburger stellte dabei einen deutschen Grand-Slam-Rekord ein, während der junge Belgier Alexander Blockx in New York Geschichte schrieb.
Die diesjährigen US Open in New York boten gleich zu Beginn dramatische Wendungen und historische Meilensteine. Alexander Zverev, der nach dem Ausfall von Jannik Sinner als Weltranglistenerster und Turnierfavorit in das Major startete, stand in der ersten Runde kurz vor dem Aus. Gegen den Italiener Lorenzo Sonego kämpfte sich der Deutsche in einer knapp fünfstündigen Partie nach 0:2-Satzrückstand noch zum spannenden Fünfsatzerfolg im Arthur Ashe Stadium, der erst kurz vor zwei Uhr morgens endete.
Zverevs historischer Fünfsatz-Krimi und Rekord
Das Auftaktmatch gegen Sonego verlangte dem topgesetzten Spieler alles ab. Zverev lag im vierten Satz nur zwei Punkte von der Niederlage entfernt, die das erste Erstrundenaus eines topgesetzten Mannes bei einem Grand-Slam-Turnier seit Lleyton Hewitt im Jahr 2003 bedeutet hätte (wie AP News berichtet). Doch der Hamburger drehte die Partie, gewann mit 6:4, 3:6, 6:7, 7:5, 6:4 und feierte damit einen souveränen Achtelfinaleinzug in den folgenden Runden.
„Nearly five hours for a first round, I think this is the longest first-round match I’ve ever played in my life. So, credit to him. He played amazing tennis today, would have beaten a lot of players for sure, but I’m happy to be through.“
Alexander Zverev, via Associated Press
Mit dem späteren Sieg gegen den Italiener Luciano Darderi im Achtelfinale errang Zverev seinen 22. Matchgewinn bei einem Grand-Slam-Turnier in dieser Saison. Damit stellte er den deutschen Rekord von Boris Becker aus dem Jahr 1989 ein. Erstmals in seiner Karriere erreichte Zverev zudem bei allen vier großen Turnieren eines Kalenderjahres die Runde der letzten Acht.
Alexander Blockx schreibt belgische Tennisgeschichte
Während Zverev seine Titelambitionen untermauerte, sorgte ein Debütant für die größte Überraschung des Turniers. Der 21-jährige Belgier Alexander Blockx zog bei seiner ersten Teilnahme im Hauptfeld der US Open in das Viertelfinale ein. Trotz körperlicher Beschwerden bezwang Blockx den Argentinier Francisco Cerúndolo mit 6:3, 4:6, 7:5, 7:5.
Mit diesem Erfolg brach der junge Spieler einen historischen Rekord für sein Heimatland. Bislang hatte kein belgischer Spieler bei den US Open das Viertelfinale erreicht. Zwar hatten in der Open Era zuvor drei andere Belgier – David Goffin, Filip Dewulf und Xavier Malisse – die Runde der besten Acht bei einem Major erreicht, doch keiner von ihnen war bei diesem Meilenstein so jung wie Blockx.
Ausblick und nächste Aufgaben im Big Apple
Für Zverev führt der Weg im Turnierverlauf weiter gegen den Niederländer Botic van de Zandschulp im Viertelfinale. Im weiteren Tableau könnten Spieler wie Karen Chatschanow oder der überraschend starke Blockx als nächste Hürden warten, während Top-Spieler wie Carlos Alcaraz erst im Endspiel drohen.

„Actually, I’m happy that I won this kind of battle because this is exactly the match that I needed. I struggled the last two tournaments. I didn’t play well. And sometimes good things happen after you fight through one of these matches.“
Alexander Zverev, via New York Post
Nun möchte der Deutsche diesen positiven Schwung nutzen, um im Viertelfinale gegen Botic van de Zandschulp erfolgreich zu sein und seinen Weg im Turnier weiterzuführen.
Weiterlesen