Alexander Zverev steht nach einem souveränen Dreisatzsieg über Alejandro Tabilo im Achtelfinale der US Open 2026. Der an Nummer eins gesetzte Deutsche setzte sich in der Night Session des Arthur Ashe Stadiums durch und trifft nun in der Runde der letzten 16 auf den Italiener Luciano Darderi.
Die Strapazen der ersten beiden Runden schienen wie weggeblasen, als Alexander Zverev am späten Samstagabend den Court betrat. Nach neuneinhalb Stunden und zwei nervenaufreibenden Fünfsatz-Krimis gegen Lorenzo Sonego und Quentin Halys war der Hamburger auf eine deutlich kürzer bemessene Partie aus. Da die vorherige Begegnung zwischen der US-Amerikanerin Iva Jovic und Alexandra Eala von den Philippinen über drei Stunden gedauert hatte, begann Zverevs Match erst um 22.35 Uhr Ortszeit im Arthur Ashe Stadium.
Rasanter Start und vergebliche chilenische Anfeuerungsrufe
Zverev legte los wie die Feuerwehr und ließ seinem chilenischen Kontrahenten Alejandro Tabilo kaum Luft zum Atmen. Bereits nach einer Viertelstunde und zwei schnellen Breaks stand es 3:0 für den Weltranglistenzweiten aus Hamburg. Nach nur 38 Minuten war der erste Satz mit 6:2 unter Dach und Fach. Tabilo, der als Nummer 28 der Weltrangliste antrat, wirkte in der Arena phasenweise völlig überfordert und konnte kaum Akzente setzen.
Zwar versuchten einige Fans von den oberen Rängen mit Chi-Chi-Chi-Le-Le-Le, Viva Chile
für Stimmung zu sorgen, doch die sportliche Einseitigkeit ließ zunächst keine echte Großkampfatmosphäre aufkommen wie die Berichterstattung zeigt. Erst im zweiten Durchgang leistete sich Zverev eine kurze Schwächephase, gab nach einem Doppelfehler sein Aufschlagspiel ab und musste zwei Satzbälle abwehren, ehe er den Tiebreak mit 7:2 für sich entschied und auf zwei Sätze erhöhte.
Schlägerwurf und Selbstironie im Interview
Nach exakt 2 Uhr nachts Ortszeit war das Match beendet – der Schlusspunkt stand um 1.09 Uhr fest nach genau 2:25 Stunden.

„Mein Coach hat mir erklärt, dass ein Best-of-Five-Match gar nicht bedeutet, dass du fünf Sätze spielen musst.“
Alexander Zverev, via Frankfurter Allgemeine Zeitung
Mit diesem Humor kommentierte Zverev im On-Court-Interview mit der ehemaligen Tennisspielerin Andrea Petković seine neu gewonnene Effizienz. Im Hinblick auf seine Form fügte er hinzu: Ich bin zufrieden, dass mein Level langsam in die richtige Richtung geht. Ich glaube aber, dass ich immer noch besser spielen kann
erklärte der deutsche Topspieler.
Das Achtelfinale gegen Luciano Darderi
Sieg in Serie gegen einen Linkshänder womit er eine bemerkenswerte Serie ausbaute. Die Chance auf seinen zweiten Grand-Slam-Titel nach dem Triumph bei den French Open wächst zudem, da zahlreiche prominente Konkurrenten wie Novak Đoković, der an Nummer drei gesetzte Félix Auger-Aliassime, Taylor Fritz sowie der verletzte Weltranglistenerste Jannik Sinner bereits aus dem Turnier ausgeschieden sind wie der Blick auf das Tableau zeigt.

September 2026, wartet im Achtelfinale nun der an Position 21 gesetzte Italiener Luciano Darderi. Darderi setzte sich auf seinem Weg in die Runde der letzten 16 gegen Harry Wendelken aus Großbritannien, Dalibor Svrčina aus Tschechien und Dane Sweeny aus Australien durch berichtet Eurosport. Im direkten Vergleich zwischen Zverev und Darderi steht es bislang 1:1 unentschieden weshalb die kommende Begegnung im Arthur Ashe Stadium sportlich einiges verspricht.
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