Alexander Zverev hat bei den US Open nach einem mehr als viereinhalbstündigen Fünfsatzkrimi gegen Quentin Halys die dritte Runde erreicht. September 2026 im Arthur Ashe Stadium nach weit nach zwei Uhr morgens in die nächste Runde vor.
Der Traum vom zweiten Grand-Slam-Titel bleibt für Alexander Zverev am Leben, doch von einer souveränen Titelform ist der Hamburger in New York derzeit weit entfernt. Bei sommerlichen 27 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit lieferte sich der Topfavorit eine kräftezehrende Materialschlacht gegen den französischen Außenseiter Quentin Halys.
Nächtliche Strapazen im Arthur Ashe Stadium
Bereits zum Auftakt hatte sich Zverev in einer späten Nightsession gegen den Italiener Lorenzo Sonego über fünf Sätze quälen müssen. Auch gegen Halys schritt die Uhr unerbittlich voran, als der letzte Ball im Flutlicht des Arthur Ashe Stadium einschlug. Um exakt 02:15 Uhr Ortszeit verwandelte der Hamburger seinen Matchball und machte die nächste späte Nachtschicht perfekt. Allein in seinen ersten beiden Turnierschichten stand Zverev damit fast zehn Stunden auf dem Hartplatz in New York.
Schuhwechsel und kurioser Wendepunkt im dritten Satz
Die Partie bot neben sportlicher Härte auch skurrile Momente. Im dritten Satz kam es beim Stand von 2:4 und einem Breakball für den Franzosen zu einer ungewöhnlichen Unterbrechung. Zverev verlangte plötzlich nach frischem Schuhwerk, da seine bisherigen Tennisschläger-Begleiter komplett durchgeschwitzt waren. Schiedsrichter Robert Balmforth gab den Tausch frei und begründete die Maßnahme mit den Worten: Die Schuhe von Herrn Zverev sind komplett nass, er hinterlässt nass Fußabdrücke auf dem Platz.
Der unkonventionelle Eingriff zeigte sofort Wirkung: Direkt im Anschluss schaffte der an Nummer eins gesetzte Hamburger das wichtige Break und drehte den Satz noch zu seinen Gunsten.
Günstige Auslosung und nächster Gegner Alejandro Tabilo
Trotz der spielerischen Probleme hat sich die Ausgangslage für Zverev im Turnierverlauf deutlich verbessert. In seiner Tableauhälfte verabschiedeten sich bereits weitere namhafte Konkurrenten aus dem Turnier. Nach dem verletzungsbedingten Fehlen des Weltranglistenersten Jannik Sinner und dem frühen Aus des serbischen Altmeisters Novak Djokovic traf es am Donnerstag auch den an Nummer drei gesetzten Kanadier Félix Auger-Aliassime sowie den an Nummer sechs gereihten Australier Alex de Minaur.

In der nächsten Runde wartet nun der an Nummer 25 gesetzte Alejandro Tabilo auf den Hamburger. Der Chilene hatte zum Auftakt den deutschen Davis-Cup-Spieler Yannick Hanfmann in vier Sätzen aus dem Turnier geworfen.
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