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Welt

Hannah Einbinder fordert Ende der Gaza-Kriegshandlungen nach UN-Festnahme

Hannah Einbinder wurde bei einer Protestaktion von Jewish Voice for Peace vor dem UN-Hauptquartier in New York festgenommen. Nach ihrer Entlassung kritisierte die Emmy-Preisträgerin den Besuch des israelischen Premiers Benjamin Netanyahu scharf, warf den USA Unterstützung vor und forderte ein Ende der Gaza-Kriegshandlungen.

Die Proteste fanden am Donnerstag, den 24. September 2026, unmittelbar vor dem Auftritt des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu vor der 81. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen statt. Mehr als hundert Demonstrierende blockierten die First Avenue in Manhattan für rund eine Stunde mit einem Sit-in, um gegen den Krieg in Gaza und die US-Militärhilfe für Israel zu protestieren.

Zu den Teilnehmern der von der jüdischen Aktivistengruppe Jewish Voice for Peace organisierten Demonstration gehörten neben zahlreichen bekannten Schauspielern und Komikern auch Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon, Comedian Caleb Hearon sowie die New Yorker Stadträtin Jen Gutiérrez. Die Demonstrierenden skandierten Parolen wie Free, free Palestine und warfen der israelischen Führung Völkermord vor, bevor die New Yorker Polizei nach Aufforderungen zum Verlassen des Bereichs mit Festnahmen begann.

Hannah Einbinders Erklärung nach der Festnahme in New York

Nach ihrer Entlassung aus dem Polizeigewahrsam äußerte sich die aus der Serie Hacks bekannte Hauptdarstellerin via Instagram zu den Vorkommen. Sie betonte, die Aufmerksamkeit solle nicht auf den medienwirksamen Protest der Prominenten gerichtet sein, sondern auf das Leid in Gaza und im Südlibanon.

Wenn die Bilder von meinen Freunden und mir bei der Festnahme aus Protest gegen Netanyahus schändlichen Besuch in New York auf irgendetwas lenken, dann darauf, dass dieser verheerende völkermörderische Krieg, den Israel gegen das palästinensische Volk und den Südlibanon führt, nicht weiter untergehen darf – auf die Siedlerangriffe, die Hauszerstörungen, das Bombardement schlafender Menschen; auf die Verbrechen, die jeden einzelnen Tag passieren und fast keine internationale Presseberichterstattung erfahren.

Hannah Einbinder fordert Ende der Gaza-Kriegshandlungen nach UN-Festnahme
Foto: yahoo.com

Die 31-jährige Darstellerin ging in ihrer Stellungnahme hart mit der US-Regierung ins Gericht und warf sowohl Republikanern als auch Demokraten vor, die israelische Politik zu ermöglichen.

Die US-Regierung hat die Macht, all dieses Töten, Plündern und die Landnahme zu beenden, stattdessen beschließt sie jedoch, den Schlächter von Gaza mit offenen Armen zu empfangen.

In einem weiteren Instagram-Beitrag rief Einbinder zu Spenden für die Hilfsorganisation Pal Humanity auf, die von zwei palästinensischen Ärztinnen betrieben wird und medizinische sowie nachhaltige Unterstützung für die Bevölkerung in Gaza leistet.

Prominente Unterstützer und polizeiliche Maßnahmen vor dem UN-Sitz

Neben Einbinder und Susan Sarandon waren weitere bekannte Persönlichkeiten an Ort und Stelle. Dazu zählten die Schauspielerin Cynthia Nixon, der Schauspieler Elliot Page, die Aktivistin Chelsea Manning, Komikerin Mary Beth Barone sowie Saturday-Night-Live-Star Sarah Sherman, mit der Einbinder gemeinsam fotografiert wurde. Während rund einhundert Demonstranten von der Polizei abgeführt wurden, bestätigten Vertraute, dass Elliot Page zwar an der Kundgebung teilnahm, jedoch nicht festgenommen wurde.

Hannah Einbinder fordert Ende der Gaza-Kriegshandlungen nach UN-Festnahme
Foto: ca.news.yahoo.com

Ein Sprecher des New Yorker Polizeidepartements erklärte gegenüber Medien, Einsatzkräfte der Community Affairs Bureau hätten die Versammlung als nicht angemeldet eingestuft und wiederholt Verwarnungen ausgesprochen. Da die Teilnehmer die Kreuzung dennoch weiter blockierten, wurden die Festnahmen eingeleitet.

Netanyahus Rede und die Gegenposition vor den Vereinten Nationen

Während draußen vor dem UN-Gebäude demonstriert und verhaftet wurde, hielt Benjamin Netanyahu seine Rede vor den Vereinten Nationen. Darin wies er die Vorwürfe der Kritiker entschieden zurück und bezeichnete die Kundgebungen als scheinhafte Menschenrechtsproteste. Er verteidigte die Militäroffensive seines Landes als das genaue Gegenteil eines Völkermords und kritisierte die Demonstrierenden dafür, bei anderen weltweiten Krisen und gewaltsamen Konflikten im Nahen Osten zu schweigen.

Hannah Einbinder deutet das Ende der Serie „Hacks“ an: „Es gibt Schmerz und Vergnügen“ (Exklusiv)
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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