Der belgische Trainer Sébastien Pocognoli hat im Sommer den schottischen Fußball-Verband übernommen. Nach einer enttäuschenden Weltmeisterschaft soll der 39-Jährige die Bravehearts im Rahmen eines langfristigen Projekts zur Heim-Europameisterschaft 2028 führen und setzt dabei auf intensiven Pressingfußball.
Schottland sorgte im Sommer mit der Verpflichtung von Sébastien Pocognoli für Aufsehen. Wie aus Medienberichten hervorgeht, setzt die schottische FA damit erst zum zweiten Mal in ihrer 153-jährigen Geschichte auf einen ausländischen Trainer. Vor dem 39-jährigen Belgier hatte lediglich der Deutsche Berti Vogts die Bravehearts von 2002 bis 2004 betreut, damals allerdings mit mäßigem Erfolg.
Blick auf die Heim-EM 2028 und internationale Erfolge
Die Verpflichtung folgte auf eine enttäuschende Weltmeisterschaft, bei der das Team nach der Vorrunde ausschied, woraufhin die Trennung von Steve Clarke erfolgte. Den Medienberichten zufolge wurde der Trainerwechsel daraufhin mit Wohlwollen aufgenommen. Die Aussichten für den neuen Chefcoach sind verlockend: Als Co-Gastgeber der Europameisterschaft 2028 hat Schottland gute Karten, sich zum dritten Mal in Folge für eine EM-Endrunde zu qualifizieren. Sollte die Qualifikation über die reguläre Gruppe misslingen, hält die UEFA zwei Startplätze für die Co-Gastgeber England, Wales, Schottland und Irland bereit.
Taktischer Umbruch unter Sébastien Pocognoli
Im Vergleich zur Spielweise unter seinem Vorgänger Clarke setzt Pocognoli auf eine deutlich andere Ausrichtung. Während Clarke nach medialer Kritik eher darauf angelegt war, nicht zu verlieren, fordert der neue Trainer von seiner Mannschaft intensiven Fußball mit hohem Pressing. Meine Spieler können das, sonst hätte ich den Job nicht angenommen
, erklärte der Coach. Dabei baut er auf eine Mischung aus erfahrenen Leistungsträgern wie Kapitän Andy Robertson, Lewis Ferguson und dem derzeit verletzten Scott McTominay sowie neuen Talenten wie dem beim FC Sevilla spielenden Robbie Ure.
Den Qualifikationsauftakt in Slowenien beendete das Team trotz eines klaren Chancenplus lediglich mit einer Nullnummer in Ljubljana. Der Nationaltrainer bleibt angesichts der vergebenen Möglichkeiten jedoch entspannt und erklärte, dass man sich viele Chancen erspielt habe und sich deshalb keine Sorgen mache.
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