CD Projekt Red hat für The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered einen neuen Patch veröffentlicht. Das Update korrigiert unter anderem zu dunkle Innenräume und passt die Helligkeit an, nachdem Spieler seit der Veröffentlichung über eine zu helle Darstellung und blasse Farben debattiert hatten.
Beleuchtungsanpassungen und Bugfixes nach dem Start von The Witcher 3 Remastered
Seit der Veröffentlichung von The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered Anfang der Woche wurde in der Community intensiv über veränderte Lichtverhältnisse diskutiert. Viele Spieler bemängelten, dass die Spielwelt zu hell und ausgewaschen wirkte. Nun hat CD Projekt Red reagiert und ein Update für PlayStation 5, Xbox Series X/S sowie die PC-Version über den Xbox Play Anywhere Store bereitgestellt, das diverse Anpassungen an der Beleuchtung vornimmt.
Zu den Kernpunkten des Patches gehört die Behebung eines Fehlers, bei dem DLSS in der PC-Version über Xbox Play Anywhere nicht verfügbar war. Darüber hinaus korrigierte das Studio Innenräume, die zuvor zu dunkel erschienen, und nahm generelle Helligkeitsanpassungen vor. Laut Entwicklerangaben dient das Update auch dazu, eine vollständige Parität mit der regulären PC-Fassung des Rollenspiels herzustellen. CD Projekt Red gab die Veröffentlichung des Patches über die sozialen Medien bekannt.

Grafische Features und technische Ursachen für die veränderte Helligkeit
Hinter der wahrgenommenen Erhöhung der Grundhelligkeit stecken mehrere technische Faktoren. Ein wesentlicher Auslöser ist offenbar die Bloom-Einstellung, die auf dem PC manuell deaktiviert werden kann, auf Konsolen hingegen dauerhaft aktiv bleibt. Moderne Grafikoptionen wie Path Tracing und HDR verstärken diesen Effekt zusätzlich.
In den 2010er Jahren wurde Fell und Haar in Videospielen durch einfache Polygonstreifen und transparente Texturen erzeugt, wodurch Bewegungen und Schattierungen starr blieben. Als Lösung entwickelte NVIDIA HairWorks, um bis zu 115.000 tessellierte DirectX-11-Haarsträhnen darzustellen, die dynamisch auf Kräfte reagieren und präzise Selbstschattierungen erlauben. Während der Entwicklung arbeitete das Team eng mit CD Projekt Red zusammen, um Geralts Haare und Bart, die Mähne von Plötze, weitere Pferde und mehr als drei Dutzend Monster auszustatten und immersive Begegnungen im rund 100-stündigen Abenteuer zu schaffen.
Insbesondere auf Grafikkarten der GeForce RTX 50 Series bringt die remasterte Fassung zudem fortschrittliche Technologien ins Spiel. Dank der Unterstützung von Ray-Tracing-Kernen der vierten Generation setzt das Entwicklerteam bei Geralt sowie bei sämtlichen durch HairWorks verbesserten NPCs und Gegnern auf Linear-Swept Spheres (LSS) als Methode für ein realistischeres Haar-Rendering.
Ausblick auf kommende Hotfixes und die neue Erweiterung Songs of the Past
Neben dem aktuellen Beleuchtungspatch arbeitet CD Projekt Red bereits an weiteren Verbesserungen. Das Studio kündigte einen separaten Hotfix für die PC-Version an, der ein Problem mit Spielständen beheben soll. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, dass man sich weiterhin mit den Problemen befasse, die über das technische Supportportal gemeldet werden, und bedankte sich bei den Spielern für ihre Geduld sowie das Melden von Fehlern.
Das visuelle Update bietet neben tiefgreifenden grafischen Überarbeitungen auch zahlreiche Animationsverbesserungen sowie nützliche Anpassungen des Gameplays und der Lebensqualität. Die technische Überarbeitung fungiert gleichzeitig als Vorbereitung für ein bemerkenswertes Vorhaben: Für das kommende Jahr ist eine dritte Erweiterung mit dem Titel Songs of the Past angekündigt.
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