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Welt

Trump droht Iran bei UN-Vollversammlung mit Vernichtung

US-Präsident Donald Trump hat während seiner Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York mit der gänzlichen Vernichtung des Iran gedront. Elf Minuten nach Beginn seiner 40-minütigen Ansprache erklärte der US-Präsident, er habe eine große Entscheidung bezüglich des Landes zu treffen, das seit Februar in einen Krieg verwickelt ist.

Drohung vor den Vereinten Nationen

Trump stellte vor den Delegierten die Frage, ob ein Abkommen geschlossen werden solle, das dem Iran den Wiederaufbau erlaube, oder ob er die Islamische Republik vernichten solle, und führte laut dem Bericht von theguardian.com aus, dies werde ihnen niemals wieder eine Chance geben, Menschen und Länder zu töten und zu zerstören. Er erwog zudem, das Land direkt in die Hölle zu treiben, ohne Chance auf Überleben. Während seiner Ausführungen war nach Angaben von thesiliconreview.com lediglich ein einziges Mitglied der iranischen Delegation im Saal anwesend.

Gespräche am Rande der UN-Vollversammlung

Trotz der scharfen Rhetorik fanden am selben Tag diplomatische Kontakte statt. Wie timesunion.com berichtet, gab der US-Präsident gegenüber Journalisten bekannt, dass US-amerikanische und iranische Vertreter am Dienstag zusammengekommen seien. Die Begegnung folgte unmittelbar auf seine im UN-Plenarsaal geäußerten Drohungen, ließ jedoch zunächst kaum Details erkennen.

Trump droht Iran bei UN-Vollversammlung mit Vernichtung
Photo: timesunion.com

Nähere Einzelheiten zu den Gesprächen lieferte die Berichterstattung von thesiliconreview.com. Demnach fand ein dreistündiges Gespräch außerhalb der Generalversammlung statt, das von iranischer Seite im Staatsfernsehen bestätigt wurde. Dem Vernehmen nach trafen der iranische Außenminister Abbas Araghchi und der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Steve Witkoff, aufeinander. Die Verhandlungen wurden laut den Angaben über Vermittler geführt, die im Laufe des Tages zwischen beiden Seiten pendelten. Witkoff teilte auf der Plattform X mit, man habe eine Runde von Gesprächen erfolgreich abgeschlossen, deren Fortsetzung durch Vermittler hoffentlich konstruktiv und vielversprechend verlaufen werde. Trump selbst bezeichnete die Beteiligten zwar als nicht ranghöchst, nannte das Treffen jedoch very good und äußerte die Erwartung, dass ein Abkommen mit dem Iran nach den Wahlen im November zustande kommen könnte.

Reaktionen und weltpolitischer Hintergrund

Die scharfen Töne in New York stießen international und innenpolitisch auf ein geteiltes Echo. Senator Tim Kaine kritisierte das Auftreten des US-Präsidenten scharf und warff ihm vor, die Vereinigten Staaten in der Iran-Frage zu einem weltweiten Raufbold zu machen, weshalb seine republikanischen Kollegen eine Resolution zur Kriegsbeschränkung unterstützen sollten, so timesunion.com.

Iran War Live Updates: Trump Shrugs Off Iran Uranium Stockpile Ahead of Primetime Speech - Newsweek featured image
Photo: newsweek.com

Parallel zu den Entwicklungen in New York hatte der Iran kurz zuvor militärische Warnungen ausgesprochen. Die Islamische Garde (IRGC) drohte der US-Regierung mit dem Einsatz neuer Waffen, geänderten Taktiken und einer Verschiebung der Geografie des Krieges, falls es zu weiteren Eskalationen kommen sollte, wie aus den Berichten hervorgeht.

Kritik an den Behauptungen und weitere Redepunkte

In seiner Rede bezog sich Trump auf die Lage im Iran und behauptete unter anderem, das theokratische Regime sei seit 51 Jahren an der Macht und habe in diesem Jahr über 72.000 eigene Bürger bei Protesten im Januar getötet. Beobachter wiesen darauf hin, dass die Islamische Revolution 47 Jahre zurückliegt (1979) und keine definitiven Todeszahlen aus den Januar-Demonstrationen vorliegen, die auch nach früheren Angaben des US-Präsidenten deutlich niedriger geschätzt worden waren.

Trump threatens to 'annihilate' Iran as he weighs 'big decision' in UN General Assembly speech

Neben dem Iran richtete Trump seine Aufmerksamkeit auf Kuba. Er bezeichnete das Land als gescheiterten Staat und prophezeite dessen Sturz, woraufhin kubanische Delegierte den Saal verließen. US-Außenminister Marco Rubio sei tief in Verhandlungen mit Kuba verwickelt, erklärte der Präsident.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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