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Flight fiasco lingers as delays at JFK, LaGuardia and EWR persist after cable cutting incident

Ein abgetrenntes Glasfaserkabel in New Jersey hat am Montag den Flugbetrieb an den Flughäfen JFK, LaGuardia und Newark massiv gestört.

Die Reisenden im Großraum New York mussten sich nach einem folgenschweren Zwischenfall im US-Bundesstaat New Jersey auf erhebliche Geduldsproben einstellen. Ein bei Bauarbeiten durchtrenntes Glasfaserkabel legte am Montag weite Teile der Telekommunikation lahm und stürzte den regionalen Luftverkehr in ein Verkehrschaos.

Bauarbeiten in New Jersey und das Versagen der Backup-Infrastruktur

Ursprünglich machte der US-Verkehrsminister Sean Duffy eine Baulavete von Amtrak für das Missgeschick verantwortlich, das die US-Luftfahrtbehörde FAA zu einer vorübergehenden Pause des gesamten Flugverkehrs im Nordosten zwang. Am Dienstagmorgen stellte sich die Sachlage jedoch anders dar. NJ Transit räumte ein, dass ein eigenes Bauteam im Rahmen des Projekts Delco Lead zwischen New Brunswick und North Brunswick das Kabel beschädigt hatte.

Die Arbeiter befanden sich dem Unternehmen zufolge rund zehn Fuß von den markierten Versorgungsleitungen entfernt. Nun wird untersucht, ob ein Telekommunikationsanbieter wie Verizon die Leitungen falsch markiert hatte, was das Team in einer vermeintlich kabelfreien Zone arbeiten ließ. Brisant an dem Zwischenfall: Bei dem betroffenen Kabel handelte es sich um eine Backup-Leitung, die einspringen sollte, weil das primäre Kreissystem bereits zuvor ausgefallen war.

Die Ausmaße des Schlamassels an den New Yorker Flughäfen

Die Bilanz der Unregelmäßigkeiten zeigte am Dienstagmorgen ein schmerzhaftes Bild für Pendler und Passagiere. Am John F. Kennedy International Airport verzeichneten die Flugpläne 7 Annullierungen und 46 Verspätungen, während der LaGuardia Airport 4 Annullierungen und 16 Verspätungen meldete. Auch der Teterboro Airport und der Flughafen in Philadelphia mussten am Vortag Unterbrechungen hinnehmen.

Travelers watch the flights screen at JFK Airport on December 23, 2022 in New York City
Photo: Gothamist

Nach Angaben von NJ Transit waren am Dienstagmorgen bereits mehr als die Hälfte der 56 betroffenen Glasfaserkabel getestet worden und gingen schrittweise wieder ans Netz. Mitarbeiter befanden sich vor Ort, um den Status der verbleibenden Reparaturen zu prüfen. Verizon und Amtrak reagierten zunächst nicht auf Anfragen.

Veraltete Compaq-Rechner und System-Silos im US-Luftraum

Der Vorfall im Nordosten ist nach Berichten von Reuters kein Einzelfall, sondern Symptom einer tiefen Infrastrukturkrise. Die Architektur der verwendeten Telekommunikation stammt demnach aus einer Zeit vor 40 Jahren, weshalb ein einzelner beschädigter Strang den gesamten Nordosten lahmlegen kann. Die US-Luftfahrtbehörde FAA kämpft seit Jahren mit veralteten Systemen, die auf jahrzehntealten Computern basieren.

The control tower is pictured as planes are seen on the tarmac at Newark International Airport in Newark, New Jersey, U.S
Photo: Reuters

Die FAA betreibt mehr als 300 Flugsicherungsanlagen, die untereinander nicht kommunizieren können und auf einzelnen Analogrechnern laufen. FAA-Administrator Bryan Bedford erklärte gegenüber Reuters, dass die Kontrolltürme der FAA im Wesentlichen noch mit Compaq-Computern betrieben werden. Die Marke Compaq wurde von HP übernommen und stellte die Computerproduktion bereits im Jahr 2013 ein. In einigen Fällen ist die Behörde inzwischen sogar gezwungen, Ersatzteile im 3D-Druckverfahren herzustellen oder auf eBay zu beschaffen, weil der Markt keine regulären Komponenten mehr hergibt.

Milliardeninvestitionen und der Fahrplan bis 2027

Die chronischen Probleme haben den US-Kongress im vergangenen Jahr dazu bewogen, 12,5 Milliarden US-Dollar zur Modernisierung der Flugsicherung freizugeben. Verkehrsminister Duffy fordert nun jedoch weitere 30 Milliarden US-Dollar, um die veralteten Anlagen grundlegend zu erneuern und auf den Stand des 21. Jahrhunderts zu bringen.

FAA Outage: Cable Cut Grounds 1,000+ Flights at Newark, JFK, LaGuardia

Vergangene Reformversuche wie das im Jahr 2004 gestartete Projekt NextGen waren mit 15 Milliarden US-Dollar veranschlagt worden, wurden laut Berichten des Transportation Department Office of Inspector General jedoch von massiven Verzögerungen und Kostenüberschreitungen geplagt. Als ein Lichtblick gilt nun ein für das späte Jahr 2027 geplanter Schritt: Dann soll die Flugsicherung von analoger auf digitale Kommunikation umgestellt und der Betrieb aller Anlagen schrittweise in die Cloud verlagert werden, um die fehleranfälligen analogen Silos endgültig abzuschalten.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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