Bei dem Gespräch während der UN-Vollversammlung besprachen die beiden Politiker bezahlbaren Wohnraum, das Sunnyside-Yard-Projekt und Einwanderungsfragen, während im Hintergrund ein neuer Rechtsstreit zwischen Stadt und Bund läuft.
Das Treffen am Montag in der offiziellen Residenz des Bürgermeisters im New Yorker Stadtteil Manhattan markierte das dritte persönliche Aufeinandertreffen der beiden Politiker seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Zohran Mamdani Anfang 2026. US-Präsident Donald Trump traf kurz vor 16 Uhr an der Residenz ein und wurde von Mamdani empfangen.
Ein historischer Präsidentenbesuch in der Gracie Mansion
Der Besuch von US-Präsident Donald Trump in der Gracie Mansion war der erste offizielle Aufenthalt eines amtierenden US-Präsidenten in dem historischen Gebäude seit 45 Jahren. In den Jahren dazwischen suchten nur wenige Staatsoberhäupter das Haus auf, darunter Harry Truman, John F. Kennedy und Jimmy Carter. Trump war zuvor bereits zweimal in der Gracie Mansion zu Gast gewesen: Im Jahr 2003 besuchte er die Hochzeit von Bürgermeister Rudy Giuliani, und 2007 nahm er an einer Buchparty für Rep. Charles Rangel teil, die jeweils von Bürgermeister Bloomberg ausgerichtet wurden.
Very important place.
Verhandlungen über das Sunnyside-Yard-Großprojekt in Queens
Im Zentrum der inhaltlichen Gespräche stand ein ambitioniertes Infrastrukturvorhaben: das Sunnyside-Yard-Projekt, ein rund 180 Hektar großes Bahngelände im Stadtteil Queens. Bürgermeister Zohran Mamdani und Präsident Donald Trump erörterten Pläne, über dem Areal ein neues Stadtviertel mit schätzungsweise 12.000 neuen Wohneinheiten – einschließlich low-income rentals und home-ownership opportunities – sowie Schulen, Grünflächen, Einzelhandel und Gemeinschaftseinrichtungen zu errichten. Das Areal dient im alltäglichen Betrieb Amtrak, der Long Island Rail Road und New Jersey Transit; im Jahr 2014 hatte Amtrak einen Masterplan mit der Stadt zur gemeinsamen Modernisierung abgeschlossen.

Das Vorhaben gilt als extrem kostspielig und voraussetzungsreich. Da das Areal von Amtrak betrieben wird und die Konstruktion einer gigantischen Plattform als Fundament erfordert, ist die Bundesregierung direkt involviert.
Bürgermeister Zohran Mamdani äußerte seine Anerkennung für den Präsidenten und dessen Interesse an dem Thema und hob hervor, dass man den Präsidenten nicht nur als Landesführer kenne, sondern auch als jemanden, der hier in unserer Stadt bereits recht viel Wohnungsbau realisiert habe.
Um die Detailfragen zu klären, einigten sich beide Seiten darauf, künftig direkte Arbeitsgespräche zwischen dem Wohnungsbau- und Betriebsteam des Rathauses und dem Team des Weißen Hauses zu etablieren. Trump betonte, er kenne die Örtlichkeiten gut und schätze das gemeinsame Ziel, die Lebenshaltungskosten für New Yorker zu senken.
Hintergrund von Einwanderungssorgen und Medienfragen
Trotz der unerwartet konstruktiven Töne beim Thema Wohnungsbau bleiben die politischen Gegensätze zwischen der Bundesregierung und der Kommunalverwaltung tief. Der Bürgermeister betonte die Bedeutung haitianischer Arbeitskräfte für die Wirtschaft, das Gesundheitswesen und die Hotel- sowie Gastronomiebranche der Metropole.

„I shared my very strong opinions about how we can keep New Yorkers safe, how we can keep working New Yorkers safe, and how important immigrant New Yorkers, and especially Haitian New Yorkers are, not only for the fabric of the city, but also to our city’s economy“, erklärte Mamdani nach dem Gespräch. Trump entgegnete, dass der Bürgermeister das Anliegen sehr stark vertrete und er selbst starkes Gefühl für das Wohl der Menschen habe, ohne jedoch konkrete Zusagen für eine Änderung der Bundespolitik zu machen.”
September an, dass New York City eine städteübergreifende Bundesklage in Manhattan anführt, begleitet von einer parallelen Landesklage der Generalstaatsanwältin Letitia James, um die erweiterte Public-Charge-Regel der Trump-Administration gegen legale Einwanderer, die öffentliche Leistungen in Anspruch nehmen, zu blockieren.
Während der gemeinsamen Medienrunde wurden die beiden Politiker zudem zu aktuellen Entscheidungen des Präsidenten im Umgang mit Medien befragt.
Zum Abschluss des Besuchs, der in eine Woche fiel, in der New York City wegen der UN-Generalversammlung unter extremen Sicherheitsvorkehrungen steht, äußerte sich der Präsident optimistisch über die Perspektiven des kommunalen Amtsinhabers. Trump erklärte, Mamdani habe die Chance, ein „great mayorzu werden, und er wolle schlicht das Beste für New York. Mamdani bezeichnete das Treffen auf Twitter beziehungsweise X ebenfalls positiv als „productive meeting with the President today at Gracie Mansion.
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