Dänemark, Grönland und die Vereinigten Staaten unterzeichnen voraussichtlich am Dienstag bei der UN-Generalversammlung in New York ein Abkommen zur künftigen Sicherheitsarchitektur in der Arktis.
Die Verhandlungen über die strategische Zukunft der arktischen Insel haben eine monatelange diplomatische Krise beendet. Das neue Abkommen soll am Dienstag im Rahmen der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York unterzeichnet werden, wie dänische und US-amerikanische Stellen bestätigten. Zwei US-Offizielle gaben gegenüber CBS News an, dass die Vereinbarung am Dienstag in New York City unterzeichnet werden soll, wenn die Staats- und Regierungschefs der Welt vor Ort sind. Über den genauen Wortlaut des Textes blieben Details zunächst unter Verschluss, einschließlich der Frage, ob das bestehende Verteidigungsabkommen aus dem Jahr 1951 modifiziert wird, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.
Die Rolle der NATO und die Erklärung von Lars Løkke Rasmussen
Im Zentrum der dänischen Einordnung steht die Verankerung der Sicherheitsverantwortung innerhalb des westlichen Bündnisses. Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen erklärte gegenüber dem Fernsehsender TV2, dass die arktische Sicherheit künftig nicht allein in dänischen oder amerikanischen Händen liegen werde. Vielmehr werde es zu einem großen Teil die NATO sein, die nach dem Abkommen auf die Arktis achtet.
Es wird so sein, dass die Verantwortung für die Sicherheit in der Arktis nicht nur dänisch oder amerikanisch ist. Lars Løkke Rasmussen, Dänischer Außenminister (via Reuters)
Rasmussen, der über Nacht nach New York gereist war, lehnte es ab, weitere Einzelheiten zu nennen. Der dänische Außenminister erklärte in einem Instagram-Post am Samstagmorgen, die kommende Woche könnte eine gute Woche sowohl für Grönland, Dänemark als auch für die Vereinigten Staaten werden. Er fügte hinzu, eine Phase der Unsicherheit werde hoffentlich durch ein verbindliches Abkommen abgelöst werden, das die Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik stärkt – und damit auch unsere gemeinsame Sicherheit innerhalb von NATO und Europa – und gleichzeitig die roten Linien des Königreichs wahrt.
Ein Sprecher der NATO begrüßte das Abkommen am Samstag und erklärte, die Vereinbarung werde dazu beitragen, die Sicherheit, Stabilität und Zusammenarbeit in dieser wichtigen Region voranzutreiben. Auch die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen äußerte sich am Freitag optimistisch in einer Erklärung und zeigte sich erfreut darüber, dass ein großartiges Abkommen für Grönland, das Königreich Dänemark und die Vereinigten Staaten bevorsteht. Sie betonte, das Abkommen stärke unsere gemeinsame Sicherheit in der Arktis und im nordatlantischen Raum und sei daher auch großartig für die NATO und Europa. Die dänische Regierung betonte jedoch, dass vor einer Durchsetzung noch parlamentarische Schritte durch die Regierungen Dänemarks und Grönlands erforderlich sind.
US-Forderungen und Reaktionen aus Nuuk
Die Einigung folgt auf anhaltenden Druck aus Washington. US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten während seiner zweiten Präsidentschaft wiederholt erklärt, die Vereinigten Staaten benötigten die Kontrolle über Grönland und schloss zeitweise auch den Einsatz militärischer oder wirtschaftlicher Druckmittel nicht aus, was im Januar seinen Höchststand erreichte und eine diplomatische Krise innerhalb der NATO auslöste. Nach Bekanntgabe der Einigung erklärte Trump am Freitag via Truth Social, dass das Abkommen all unsere vielen US-amerikanischen Anliegen vollständig adressiere und den USA die dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle weiteren Belange in Grönland gewähre.

Die Vereinigten Staaten werden FÜR IMMER die vollständige Fähigkeit haben, das zu tun, was in Grönland notwendig ist, um die Sicherheit Grönlands und der Vereinigten Staaten von Amerika zu sichern und zu verteidigen. Donald Trump, US-Präsident (via Kansascity)
Trump fügte hinzu, dass dies für die USA völlig kostenlos geschehen und unverzüglich der Prozess eingeleitet werden werde, eine große Militärpräsenz in dem dafür geeigneten Teil Grönlands aufzubauen, von dem es viele gebe. Zudem bezeichnete er das Abkommen als eine Vereinbarung von unendlicher Dauer, die kein Ende habe. Präsident Trump hatte auf Social Media erklärt, dass das Arrangement auf seine Anweisung hin mit Vertretern Dänemarks und Grönlands erarbeitet wurde. Weder Dänemark noch Grönland kommentierten Trumps Behauptung einer permanenten Kontrolle
, betonten jedoch, das Abkommen werde der arktischen Insel zugutekommen und ihre Souveränität respektieren.
Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen äußerte sich erfreut über das Abkommen und erklärte, dies komme nicht nur unserer kollektiven Sicherheit zugute, sondern auch der kontinuierlichen Entwicklung hier im Land. Grönlands Außenminister Múte B. Egede erklärte gegenüber dem dänischen Sender TV2: It has taken some time. I’m pleased that we finally have an end product within reach. And it’s about time. Grönlands Premierminister Jens-Frederik (wie in Quelle 3 genannt) erklärte über das Wochenende ebenfalls zur Beruhigung der Bürger, es sei erfreulich, dass ein Abkommen bevorsteht, welches die Sicherheit Grönlands, des Königreichs Dänemark, der Vereinigten Staaten und des westlichen Bündnisses sicherstellt und stärkt.
Marktreaktionen und wirtschaftliche Bezüge
Die Bekanntgabe des Sicherheitsabkommens blieb auch an den Finanzmärkten nicht ohne Folgen. An den US-Börsen verzeichneten Unternehmen mit geschäftlichen Aktivitäten auf der arktischen Insel am Montag deutliche Kursgewinne. Die Aktien von Greenland Energy sprangen im vorbörslichen Handel um mehr als 154% nach oben, während Greenland Mines Kursgewinne von über 70% und Critical Metals Corp von fast 27% verzeichneten. Die Vereinbarung sieht vor, dass die USA, Dänemark und Grönland einen Pakt eingehen, um eine bedeutende Militärpräsenz auf dem Gebiet zu entwickeln und gleichzeitig Amerikas Widersacher daran zu hindern, eigene Stützpunkte dort zu errichten.

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