Präsident Donald Trump hat am Freitag, den 18. September 2026, ein Abkommen mit Dänemark und Grönland angekündigt, das den Vereinigten Staaten die permanente Kontrolle über die Sicherheit auf der arktischen Insel sichert. Die drei Regierungen planen die feierliche Unterzeichnung des Abkommens für die kommende Woche am Rande der UN-Hauptversammlung in New York.
Die jahrelangen diplomatischen Spannungen um die arktische Insel Grönland könnten vor einem Wendepunkt stehen. Nach monatelangen Drohungen und Forderungen nach einem Kauf des Territoriums hat US-Präsident Donald Trump ein Sicherheitsabkommen verkündet, das der US-Regierung weitreichende Befugnisse in dem dänischen Autonomiegebiet einräumt. Die Ankündigung erfolgte am späten Freitagabend nach einer Pressekonferenz im Oval Office und verbreitete sich rasch über soziale Netzwerke, unter anderem über einen Beitrag auf Truth Social gegen 23:15 Uhr Ortszeit in Dänemark.
Das Abkommen zur Sicherheit in der Arktis und die Rolle von Dänemark und Grönland
Das von Washington als dauerhaft und allumfassend bezeichnete Abkommen sieht vor, dass die Vereinigten Staaten die alleinige Kontrolle über militärische Belange und Sicherheitsfragen auf der weltgrößten Insel erhalten. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen bestätigte die Eckpunkte des Vertrages in einer am Freitagabend veröffentlichten Erklärung, in der sie betonte, dass der Text die Souveränität und territoriale Integrität des Königreichs sowie das Selbstbestimmungsrecht der grönländischen Bevölkerung anerkennt. In ihrer Erklärung erklärte Mette Frederiksen: „Ich freue mich über die Aussicht auf ein gutes Abkommen für Grönland, das Königreich Dänemark und die Vereinigten Staaten. Ein Abkommen, das unsere gemeinsame Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik stärkt und somit auch für die NATO und Europa von Vorteil ist.

„Es ist erfreulich, dass wir kurz vor dem Abschluss eines Abkommens stehen, das die Sicherheit Grönlands, des Königreichs Dänemark, der Vereinigten Staaten und des westlichen Bündnisses gewährleistet und stärkt. Das Abkommen würdigt Grönlands Interessen und unseren Platz in der internationalen Zusammenarbeit. Es kommt uns allen zugute“, erklärte Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen in der Mitteilung.
Die offizielle Unterzeichnung soll voraussichtlich in der kommenden Woche am Rande der Vereinten Nationen in New York stattfinden. Dänische und grönländische Regierungsvertreter machten jedoch deutlich, dass das Abkommen nach der feierlichen Signierung noch von den jeweiligen Parlamenten ratifiziert werden muss, bevor es rechtlich in Kraft treten kann. Die dänische Botschaft in Washington hatte zunächst keinen unmittelbaren Kommentar abgegeben, während Newsweek die Premierministerbüros von Grönland und Dänemark sowie deren jeweilige Außenministerien am Freitagnachmittag um Stellungnahmen bat.
Trumps Erklärungen auf Truth Social und Reaktionen in Washington
US-Präsident Donald Trump hatte die Einigung zuvor auf der Plattform Truth Social verbreitet und von einer Vereinbarung gesprochen, die dem US-Militär eine permanente Kontrolle über die Sicherheitsinfrastruktur gewährt. In seiner Erklärung hob Trump hervor, dass die Verhandlungen zu keinen finanziellen Lasten für den amerikanischen Staat geführt hätten. Dabei betonte er, dass die Einigung nach über 100 Jahren von US-Präsidenten erzielt wurde, die die strategische Bedeutung des dänischen Territoriums erkannten.

„At my direction, we worked with representatives of Denmark and Greenland to guarantee that the United States will FOREVER have the complete ability to do what is necessary in Greenland in order to secure and defend the security of Greenland, and the United States of America“, erklärte Donald Trump in seinem Beitrag auf Truth Social und fügte hinzu, dass es sich um ein „’Infinite Life‘ Agreementohne Ende handele.
Mit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im vergangenen Jahr hatte Trump Dänemark zunächst dazu aufgefordert, die Insel an die Vereinigten Staaten zu verkaufen, und dabei erklärt, dass Grönland für die US-Sicherheit von entscheidender Bedeutung sei. Obwohl Dänemark und Grönland wiederholt betonten, dass die Insel nicht verkäuflich sei, und Berichte über US-Geheimdienstaktivitäten vor Ort verurteilten, deutete Trump am Freitag an, dass nun ein grundlegendes Verständnis erzielt worden sei.
Strategische Konsequenzen für Investitionen und den Ausbau der US-Präsenz
Neben den militärischen Rechten enthält die Vereinbarung strikte Bestimmungen zu wirtschaftlichen Aktivitäten auf der rohstoffreichen Insel. Nach den Angaben des Weißen Hauses dürfen Gegner der Vereinigten Staaten künftig keine Basis, keine militärische Präsenz oder sensiblen Investitionen in Grönland ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung der USA unterhalten. Trump erklärte dazu, dass die Administration umgehend mit dem Prozess beginnen werde, eine größere militärische Präsenz auf dem mineralreichen dänischen Territorium aufzubauen.

Die USA unterhalten bereits seit 1951 unter dem Dach der NATO eine militärische Präsenz auf Grönland und betreiben rund 750 Meilen nördlich des Polarkreises die Pituffik Space Base.