Gold geriet kurzzeitig unter Druck, stabilisierte sich jedoch rasch über 4.300 US-Dollar je Unze. Analysten wie Goldman Sachs werten den Zinsschritt trotz steigender Renditen eher als Dämpfer für das Tempo denn als das Ende der Rally.
Zinserhöhung der Fed und erste Marktreaktionen
Nachdem die US-Notenbank den Leitzins auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben hat, reagierten die Märkte mit deutlichen Kursbewegungen wie Reuters berichtet. Der Zinsentscheid, der einstimmig von allen zwölf Mitgliedern getragen wurde, löste zunächst einen Rücksetzer bei Edelmetallen aus. Der Goldpreis fiel im Zuge der Bekanntgabe, erholte sich jedoch kurz darauf wieder spürbar. Spot gold was up 2.3% at $4,360.36 per ounce as of 1:45 p.m. EDT (1745 GMT), while US gold futures for December delivery settled 0.3% higher at $4,399.70 as reported by Reuters on September 17.

Zusätzlichen Rückenwind erhielt das gelbe Edelmetall durch sinkende Energiepreise und einen schwächeren US-Dollar. David Meger, Director of Metals Trading bei High Ridge Futures, erklärte laut Reuters, dass sie aufgrund dieser Inflationsdrücke sehr eng an eine inverse Beziehung zu den Energiepreisen gekoppelt gewesen seien, während die Energiepreise recht drastisch gefallen seien, sodass nun diese niedrigeren Energiepreise einen Teil dieses Drucks vom Goldmarkt nehmen. Die sinkenden Öl prices und der von einem siebenwöchigen Hoch abgekühlte Dollar nahmen dem Markt spürbar den Inflationsdruck und machten greenback-priced bullion more affordable for holders of other currencies.
Goldman Sachs hält an langfristigem Kursziel von 5.400 US-Dollar fest
Trotz des strafferen Kurses der Federal Reserve bleiben große Investmenthäuser optimistisch. Analystin Lina Thomas von Goldman Sachs bekräftigte in einer Mitteilung an Investoren am Freitag ihre Prognose für den Goldpreis, wie Investing.com berichtet. Demnach rechnet die Bank zum Ende des Jahres 2027 weiterhin mit einem Preis von 5.400 US-Dollar je Unze.

Lina Thomas, Analystin bei Goldman Sachs, schrieb via Investing.com, man erwarte, dass die Auswirkungen einer strafferen Geldpolitik sich primär durch einen langsameren kurzfristigen Preisanstieg bemerkbar machen und weniger durch einen niedrigeren finalen Goldpreis. Goldman Sachs hat zudem den fairen Wert für das Jahresende auf 4,650 US-Dollar je Unze angepasst (von zuvor 4.900 US-Dollar). Als Haupttreiber für diese langfristige Entwicklung gelten weiterhin die massiven Käufe der internationalen Notenbanken, die den verbleibenden Abwärtsdruck durch höhere Zinsen ausgleichen.
Strukturelle Nachfrage durch Notenbanken und ETFs
Die physische Nachfrage stützt den Markt in einer Phase geldpolitischer Verunsicherung massiv. Zentralbanken weltweit stocken ihre Bestände kontinuierlich auf. Wie Goldman Sachs darlegte, laufen die Käufe bei about 91 tonnes a month, well above the pre-2022 average of 17 tonnes, und tragen nearly all of Goldman’s expected 23% appreciation through end-2027 bei. Rückblickend hatten die Zentralbanken bereits zwischen 2022 und 2023 mit 1.082 Tonnen so viel Gold gekauft wie seit Jahrzehnten nicht mehr, wie der World Gold Council aufzeigt.

Parallel dazu beeinflussen die Opportunity Costs den ETF-Markt. Höhere Zinsen machen das Halten von cash or short-term bonds that will deliver higher returns with very minimal risk für Investoren attraktiver, während Gold und Bitcoin (BTC) as non-yielding assets unter Druck geraten können. Dennoch verteidigte Bitcoin in diesem Umfeld eine wichtige Unterstützung bei 75.600 US-Dollar, während BTC in eine Konsolidierungsspanne zurückkehrte und Gold die Marke von 4.200 US-Dollar retestete.
Markterwartungen und Zinsprognosen für das Jahresende 2026
An den Terminmärkten preisen Händler bereits weitere Zinsschritte ein. Data from the CME FedWatch Tool und CoinGape prediction markets zeigen, dass 46% of investors expecting the Fed to increase interest rates by 25 basis points at the October FOMC meeting and another 41% of investors on the CME FedWatch Tool expecting rates to increase to between 4.25% and 4.50% at the December FOMC meeting as the Fed begins another monetary policy tightening cycle. Der Zinsentscheid wurde von allen 12 Mitgliedern unterstützt, was laut Goldman Sachs die Chancen erhöht, dass zwei weitere Zinserhöhungen im Jahr 2026 folgen, getrieben durch Warsh’s hawkish speech.
Historisch zeigten sich laut World Gold Council in zehn beobachteten Zinserhöhungszyklen seit 1972 allerdings moderate Zuwächse: Gold gewann in den zwölf Monaten nach dem ersten Zinsschritt im Durchschnitt 6,1 Prozent, während drei Monate nach dem Auftakt das durchschnittliche Plus bei rund fünf Prozent lag und in sieben der zehn Fälle das Edelmetall höher notierte. Dennoch warnte Analystin Lina Thomas, dass a significantly more hawkish Fed path could generate a sharper-than-usual correction.