Paramount Skydance und die Generalstaatsanwaltschaft von Kalifornien führen fortgeschrittene Gespräche zur Beilegung des Antitrust-Kartellverfahrens. Die Verhandlungen über die 111-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery könnten laut Berichten vom 18. September noch an diesem Wochenende zu einer Einigung führen.
Die Verhandlungen zwischen Paramount und den beteiligten US-Bundesstaaten bewegen sich auf eine entscheidende Phase zu. Wie unter anderem Reuters und das Wall Street Journal berichteten, arbeiten beide Parteien intensiv an einer Einigung, um den juristischen Stillstand zu beenden, der die geplante Fusion der beiden Hollywood-Giganten bisher blockiert hat.
Verhandlungsdetails zur Warner-Bros.-Übernahme
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen konkrete Auflagen für den kombinierten Medienkonzern. Nach Angaben von Reuters diskutieren die Beteiligten unter anderem eine unabhängige inhaltliche Überwachung des Nachrichtensenders CNN sowie verbindliche Vorgaben für die Anzahl von Kinofilmen. Zudem schlagen die Parteien laut Berichten des Wall Street Journal vor, die Filmstudios von Paramount und Warner Bros. für eine Übergangszeit getrennt zu betreiben, anstatt sie sofort in eine einzige Organisation zu verschmelzen.
Die geplante Transaktion würde traditionsreiche Marken wie HBO, CBS, CNN, Comedy Central, Food Network sowie die Filmstudios von Paramount und Warner Bros. unter einem Dach vereinen. Für den Konzernchef David Ellison hat eine schnelle Einigung oberste Priorität. Ab dem 1. Oktober droht dem Unternehmen andernfalls eine finanzielle Zusatzbelastung in Form einer täglichen Zahlung von 7 Millionen US-Dollar an die Aktionäre von Warner Bros. Discovery, wie Reuters anmerkt.
Die Rolle von Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta
Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta hatte die Klage im Juli gemeinsam mit Vertretern aus elf weiteren demokratisch geführten Bundesstaaten eingereicht. Das Wall Street Journal und die New York Post berichteten, dass Bonta sich zwar gesprächsbereit zeigte, jedoch betont hat, dass er nur bei ernsthaftem Verhandlungswillen der Gegenseite einlenken werde.

Rob Bonta, Generalstaatsanwalt von Kalifornien, erklärte, dass man stets zu Verhandlungen bereit sei, sofern diese aufrichtig und in gutem Glauben geführt würden, und dass man stets die Möglichkeit prüfen werde, auf Basis der Fallbewertung am Verhandlungstisch die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.
Die Positionen von Bonta und dem Paramount-Management waren in den vergangenen Wochen hart aufeinandergeprallt. Bonta lehnte unter anderem die Forderung von Paramount ab, dass die klagenden Staaten eine Kaution in Höhe von 1,88 Milliarden US-Dollar für eventuelle Verzögerungskosten hinterlegen sollten. Er bezeichnete diesen Vorstoß in der New York Post als Käuferreue und den Versuch, das Verfahren zu manipulieren.
Politischer Druck und wirtschaftliche Hintergründe
Hinter den Kulissen übten prominente kalifornische Politiker wie Gouverneur Gavin Newsom und die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, erheblichen Druck aus, um eine Einigung herbeizuführen, wie die New York Post berichtet. Hintergrund sind Sorgen um Tausende Arbeitsplätze in der lokalen Unterhaltungsindustrie. Paramount hatte intern mit einer möglichen Verlagerung von Unternehmensstrukturen aus Kalifornien gedroht, sollte das Verfahren nicht zeitnah beigelegt werden.

Zusätzliche Dynamik erhält der Fall durch regulatorische Entscheidungen auf Bundesebene. Die Federal Communications Commission genehmigte eine Beteiligung ausländischer Investoren aus dem Nahen Osten an dem fusionierten Unternehmen.
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