US-Präsident Donald Trump hat eine Einigung mit Dänemark und Grönland über dauerhafte Sicherheitsbefugnisse und den Ausschluss gegnerischer Militärstützpunkte bekanntgegeben.
Sicherheitsabkommen mit den Vereinigten Staaten
Die Vereinigten Staaten stehen kurz vor dem Abschluss eines historischen Sicherheitsabkommens mit dem Königreich Dänemark und Grönland. US-Präsident Donald Trump verkündete die Einigung am Freitagabend über seinen Onlinedienst Truth Social. Demnach erhalten die USA nach dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange auf der arktischen Insel, um sie umfassend zu verteidigen. Für die USA entstehen durch die Vereinbarung laut Trump keine Kosten, und das Abkommen sei zeitlich unbegrenzt.
Reaktionen der Regierungen in Kopenhagen und Nuuk
Während der US-Präsident von einem bereits besiegelten Abkommen schrieb, betonen die dänische und die grönländische Regierung, dass die formelle Unterzeichnung erst in der kommenden Woche im Rahmen der UN-Generalversammlung erfolgen soll. Das Büro der dänischen Ministerpräsidentin bestätigte kurz vor Mitternacht am Freitagabend in einer Pressemitteilung, dass eine Einigung zwischen den USA, Dänemark und Grönland bald erzielt werden könne.
Mette Frederiksen, dänische Ministerpräsidentin, via bild.de
„Ich freue mich, dass es Aussicht auf ein gutes Abkommen für Grönland, das Königreich Dänemark und die USA gibt“, wird die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen (48) in einer Pressemitteilung zitiert. Frederiksen betonte ferner, dass das Abkommen die gemeinsame Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik stärke und deshalb auch gut für die Nato und Europa sei. Gleichzeitig wies die dänische Regierung darauf hin, dass das Vertragswerk nach einer Unterzeichnung noch die vorgesehenen parlamentarischen Verfahren durchlaufen muss, um in Kraft zu treten.”
Der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen unterstrich in einer Pressemitteilung: „Es ist erfreulich, dass wir dabei sind, ein Abkommen abzuschliessen, das die Sicherheit für Grönland, Dänemark, die USA und das westliche Bündnis gewährleistet und stärkt. Das Abkommen erkenne Grönlands Interessen und den Platz in der internationalen Zusammenarbeit an und nütze allen, so Nielsen.
Militärische Bestimmungen und strategische US-Inselinteressen
Ausschluss konkurrierender Mächte und strategische US-Inselinteressen
Der Kern der Vereinbarung betrifft die strategische Ausrichtung der Insel und den Ausschluss konkurrierender Mächte. Trump erklärte, dass Gegner der USA fortan ohne ausdrückliche Genehmigung keine militärischen Stützpunkte mehr auf Grönland errichten dürften; Gleiches gelte für gewisse Investitionen. US-Außenminister Marco Rubio sprach gegenüber dem Sender Fox News von einem „historischen Erfolg für die Vereinigten Staaten“. Dank Trumps „Weitsicht und Führungsstärkewürden die Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis langfristig gesichert.
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Gleichzeitig erwähnte Rubio jedoch auch, dass das Abkommen die Souveränität Grönlands nicht an die Vereinigten Staaten überträgt. Die USA unterhalten bereits eine Militärbasis auf Grönland. Die Pituffik Space Base dient unter anderem der Überwachung von Weltraumaktivitäten und Raketenstarts und geht auf ein Verteidigungsabkommen zwischen Washington und Kopenhagen zurück.
Eskalation und Entspannung im Nordatlantik
Monate diplomatischer Spannungen um Grönland
Die nun gefundene Einigung folgt auf Monate diplomatischer Spannungen. Grönland geriet in den vergangenen Monaten in die Schlagzeilen, weil Trump Ansprüche auf die größte Insel der Welt erhob und damit großen Widerstand auslöste. Beide Länder hatten immer wieder betont, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe. Trump hatte seine Besitzansprüche auch damit begründet, dass Gegner der USA die Insel unter ihre Kontrolle bringen wollten und das Territorium sonst nicht vor Russland und China sicher sei. Ende Dezember 2025 ernannte Trump den Gouverneur des südlichen Bundesstaates Louisiana, Jeff Landry, zum Sondergesandten für Grönland, was ebenfalls Empörung ausgelöst hatte.
Mit dem geplanten Abkommen scheinen die beteiligten Regierungen nun einen diplomatischen Rahmen gefunden zu haben, der Washingtons sicherheitspolitische Forderungen mit der Souveränität Dänemarks und den Rechten der grönländischen Bevölkerung in Einklang bringen soll.