Während US-Präsident Donald Trump mit einer erneuten Eskalation droht und erklärt, die Seestraße sei von Minen geräumt, stocken diplomatische Bemühungen zur Entschärfung des Konflikts im Nahen Osten massiv.
Zwei Schiffe nahe der Straße von Hormus attackiert
Die Lage an einer der weltweit wichtigsten Energie-Schifffahrtsrouten bleibt hochgradig volatil.
Parallel dazu meldete die Marine der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) einen weiteren Vorfall. Ein unter der Flagge von Togo fahrender Tanker sei nach einer angeblichen illegalen Passage gestoppt worden. Die Teheraner Revolutionsgarden warfen dem US-Militär vor, das Schiff zu dieser Durchquerung angestiftet und getäuscht zu haben. Der Schiffsverkehr in der Meerenge verzeichnet seit Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen massive Einbrüche. Nach Angaben des Schiffstrackers Vortexa transportierte der Seeweg im Wochenverlauf nur noch rund fünf Millionen Barrel Öl pro Tag – im Vergleich zu mehr als 20 Millionen Barrel täglich vor dem Konflikt.
Trump droht mit möglicher Vernichtung und erklärt Seeweg für minenfrei
US-Präsident Donald Trump äußerte sich unterdessen zu den Sicherheitsbedingungen in der Meerenge und brachte eine Ausweitung der militärischen Operationen ins Gespräch. In einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit Axios erklärte Trump, er stehe vor einer weitreichenden Entscheidung bezüglich des weiteren Vorgehens.
US-Präsident Donald Trump erklärte via Times of India und Axios, er stehe vor einer großen Entscheidung, ob er das iranische Regime angreifen und vernichten solle oder nicht, betonte, dass es sich dabei um eine bedeutsame Entscheidung handele, und fügte hinzu, dass mit ihm alles passieren könne.
Zuvor hatte Trump über die Plattform Truth Social mitgeteilt, dass alle Minen aus den internationalen Gewässern der Straße von Hormus entfernt und/oder detoniert worden seien. Er warnte Teheran davor, neue Minen auszulegen. Die US Space Force überwache jeden einzelnen Zentimeter der Meerenge, so der US-Präsident.
Gezügeltes Vorgehen und neue US-Sanktionen gegen Teheran
Die Spannungen zwischen Washington und Teheran entzünden sich neben den militärischen Aktionen im Golf auch an wirtschaftlichen Fronten. Die US-Regierung kündigte eine deutliche Verschärfung ihrer Sanktionsmaßnahmen an. US-Finanzminister Scott Bessent präsentierte am Montag ein umfassendes Maßnahmenbündel, das rund 60 Einzelpersonen, Unternehmen und Schiffe ins Visier nimmt (Bericht bei Yahoo News). Die Sanktionen zielen darauf ab, den iranischen Ölhandel weiter zu isolieren, verzichteten vorerst jedoch auf direkte Strafmaßnahmen gegen chinesische Finanzinstitute, die im Verdacht stehen, Teherans Ölexporte zu erleichtern.
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Auch aus dem Kreis der Revolutionsgarden wurde mit harten Schlägen gegen vitale US-Interessen gedroht, falls die iranische Infrastruktur direkt bedroht werden sollte.
Verschiebung des Oman-Iran-Treffens und Reaktionen aus der Region
Diplomatische Initiativen zur Regelung des Schiffsverkehrs erlitten derweil einen Dämpfer. Ein für den Wochenbeginn in Salalah geplantes regionales Treffen der Außenminister des Irans, des Omans sowie weiterer Golfstaaten wurde kurzfristig abgesagt. Wie die Zeit unter Berufung auf den omanischen Außenminister Badr al-Busaidi berichtete, erfolgte die Verschiebung im Interesse des Konsenses. Laut Angaben des iranischen Außenamtssprechers Ismail Baghai hatte Saudi-Arabien um die Verlegung gebeten.
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Hintergrund der Absage sind offenbar Bedenken der Regierung in Riad. Zudem hatten jüngste Vorstöße der mit dem Iran verbündeten Huthi-Milizen in der strategisch ebenfalls bedeutsamen Meerenge Bab al-Mandeb die regionale Sicherheitslage weiter kompliziert.
Trump says U.S. has ‘powerful control’ over Strait of Hormuz
Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.
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