Zach Cregger’s mit Spannung erwartete Adaption von Resident Evil legt an den Kinokassen einen historischen Start hin und erzielt Rekord-Preview-Einnahmen zwischen 8 und 9 Millionen US-Dollar. Kritiker und das erste Publikum feiern den Horrorfilm als eine der besten Videospielverfilmungen aller Zeiten, trotz der Skepsis von Fans bezüglich fehlender Spielelemente.
Die Verfilmung der bekannten Survival-Horror-Reihe durch Regisseur Zach Cregger ist in die Kinos gestartet und übertrifft bereits vor dem offiziellen Wochenende sämtliche Erwartungen. Mit Einnahmen von über 8 Millionen US-Dollar und möglicherweise mehr als 9 Millionen US-Dollar bei den Preview-Vorführungen bricht das Projekt alle bisherigen Bestmarken des Franchise, berichtet Deadline. Branchenkenner rechnen nun mit einem Einspielergebnis von 40 bis 50 Millionen US-Dollar am Startwochenende, wobei einige Analysten sogar die Marke von 60 Millionen US-Dollar für möglich halten.
Ein historischer Preview-Erfolg für das Resident-Evil-Franchise
Die bisherigen Höchstwerte der Reihe werden von dem neuen Start förmlich in den Schatten gestellt. Im Vergleich dazu erzielte der letzte Teil der früheren Filmreihe, Resident Evil: The Final Chapter, im Jahr 2016 lediglich rund 1 Million US-Dollar bei den Previews und markierte damals den ersten siebenstelligen Vorverkaufswert der Marke, so die Auswertungen von Branchenquellen.
Selbst im direkten Vergleich mit anderen erfolgreichen Genre- und Videospieladaptionen schlägt sich der von Sony und Constantin Film produzierte R-Rating-Film beachtlich.
Kritikerlob und beispiellose Wertungen auf Rotten Tomatoes
Nicht nur finanziell bricht der Film Rekorde, auch die Resonanz bei Kritikern übertrifft alle Vorgänger. Auf Rotten Tomatoes erreicht der Film Bestwerte für das gesamte Franchise, meldet Deadline. Zahlreiche Rezensenten ordnen das Werk als Meilenstein der Videospielverfilmungen ein.

Mark Cassidy führte als Kritiker via TechSpot aus, dass Zach Cregger tatsächlich die bislang treueste Umsetzung abgeliefert habe, die sehr blutig und sehr lustig sei und ihn mindestens dreimal habe zusammenzucken lassen, was keine leichte Aufgabe gewesen sei.
Auch andere Kritiker äußern sich ähnlich positiv. So bezeichnete Jordan Farley von GamesRadar+ das Werk als den besten Videospiel-Film überhaupt, wie TechSpot anmerkt. Der Regisseur, der zuvor mit dem Horrorfilm Weapons auf sich aufmerksam machte, setzt gezielt auf eine düstere und atmosphärische Annäherung an das Horrorgenre.
Fan-Skepsis und der Verzicht auf bekannte Spielfiguren
Trotz der überschwänglichen Kritiken sah sich das Projekt im Vorfeld mit deutlicher Skepsis aus der Gaming-Community konfrontiert. Kennedy oder Claire Redfield in den Mittelpunkt stellt noch die exakte Mythologie der Vorlage nacherzählt, mussten die Macher Kritik einstecken, erklärt IGN.

I know that when you dive into an IP you’re going to get flack, a certain degree, from the fandom. It would be weird if I were shocked that that was happening. But I think that when the people who love these games the way I do see the movie, my hope is that they feel seen and they feel like this movie is paying homage to the games, because it is, it’s obvious. Zach Cregger, Regisseur via IGN
Cregger erklärte im Gespräch, er habe sich wie auf einer Art Entschuldigungstour befunden, da er einen eigenständigen Horror-Ansatz gewählt habe, anstatt eine reine Nacherzählung zu liefern. Dennoch hoffe er, dass Puristen das Werk annehmen und die tiefe Verbundenheit zur Spielvorlage erkennen, berichtete IGN.
Der historische Kontext im Vergleich zu früheren Filmen
Das Film-Franchise umfasst mittlerweile rund ein Dutzend Spielfilme, wenn man die animierten Ableger mitzählt. Insgesamt haben die bisherigen Werke nach Angaben aus Branchenanalysen weltweit Umsätze erzielt, wobei der Löwenanteil auf die klassischen Realfilme mit Milla Jovovich in der Hauptrolle entfällt, wie TechSpot festhält.
| Film / Medium | Erscheinungsjahr | Kritikerwertung (Rotten Tomatoes) |
|---|---|---|
| Resident Evil (Live-Action) | 2002 | 35% |
| Resident Evil: Apocalypse | 2004 | 20% |
| Resident Evil: Degeneration (Animiert) | 2008 | 67% |
| Resident Evil: Afterlife | 2010 | 22% |
| Resident Evil: Damnation (Animiert) | 2012 | 100% |
| Resident Evil: The Final Chapter | 2016 | 37% |
Mit den aktuellen Preview-Ergebnissen und den hohen Publikumswertungen von 91 Prozent auf Rotten Tomatoes steuert das Franchise auf einen kommerziellen und kritischen Wendepunkt zu.
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