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Unterhaltung

Jimmy Kimmel und ABC verhandeln über Fortsetzung nach Saison 2026/2027

Die Zukunft von Jimmy Kimmel Live! im US-Fernsehen ist zum Start der Fernsehsaison im September 2026 Gegenstand intensiver Verhandlungen zwischen dem Moderator und dem Sender ABC. Neben schrumpfenden Werbebudgets in der Late-Night-Branche belasten auch politische Spannungen mit der US-Medienaufsicht FCC und dem Weißen Haus die Gespräche über eine Vertragsverlängerung nach der Saison 2026/2027.

Verhandlungen zwischen Disney und Jimmy Kimmel über die Zeit nach 2027

Jimmy Kimmel und der Disney-Sender ABC befinden sich in Gesprächen über eine mögliche Fortsetzung seiner spätabendlichen Sendung nach dem Ablauf der Saison 2026/2027. Während ein Bericht von Page Six im September 2026 zunächst behauptete, der Vertrag werde nicht verlängert und die Show stehe vor dem Aus, korrigierten spätere Berichte diese Darstellung. Demnach verlaufen die Verhandlungen konstruktiv, auch wenn das aktuelle Marktumfeld die Bedingungen erschwert.

Kimmel setzt seit 2025 auf Einjahresverträge statt der früher üblichen Dreijahresvereinbarungen. Diese vertragliche Flexibilität gibt sowohl dem Moderator als auch dem Sender Spielraum, um auf die Entwicklungen im Fernsehmarkt zu reagieren. Die Gespräche über eine erneute Verlängerung werden nach Angaben von Beobachtern jedoch von harten wirtschaftlichen Realitäten begleitet.

Wirtschaftlicher Druck und drastischer Rückgang der Werbeeinnahmen

Der gesamte US-Late-Night-Werbemarkt hat in den vergangenen Jahren massive Einbrüche verzeichnet. Nach Daten des Werbetrackers Guideline sanken die Gesamtausgaben für Werbung in Late-Night-Shows von 519,7 Millionen US-Dollar im Jahr 2017 auf nur noch 209 Millionen US-Dollar im Jahr 2025. Auf Jimmy Kimmel Live! entfielen im Jahr 2024 Werbeausgaben in Höhe von 51,1 Millionen US-Dollar, was rund 21 Prozent des gesamten Marktsegments ausmachte.

Um die sinkenden Einnahmen zu kompensieren, fordert ABC nach Berichten von The Hollywood Reporter und Puck spürbare Budgetkürzungen von etwa 20 Prozent für eine eventuelle Verlängerung ab 2027. Ähnliche Sparmaßnahmen treffen auch andere Sender und Shows, während das lineare Fernsehen weiterhin mit Zuschauerschwund und abwandernden Werbegeldern zu kämpfen hat. Gleichzeitig profitierte Kimmels Sendung zuletzt von einem Quotenaufschwung, nachdem CBS die Sendung von Stephen Colbert im Mai 2026 eingestellt hatte.

Politische Auseinandersetzungen mit der FCC und dem Weißen Haus

Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen belasten auch politische Konflikte das Verhältnis zwischen dem Sender und der Regierung. Kimmels scharfe Monologe und programmatische Entscheidungen riefen mehrfach die US-Medienaufsicht Federal Communications Commission sowie das Weiße Haus auf den Plan.

Jimmy Kimmel Live
Photo: Hollywoodreporter

Bereits im September des Vorjahres war die Produktion der Show vorübergehend ausgesetzt worden, nachdem Kimmels Äußerungen über den ermordeten Aktivisten Charlie Kirk zu heftigen Reaktionen bei wichtigen Sendergruppen wie Nexstar und Sinclair geführt hatten. Den aktuellen Berichten zufolge zeigt sich das Management um den neuen Disney-Chef Josh D’Amaro jedoch unbeeindruckt von politischem Druck.

Mögliche Zukunftsmodelle und Parallelen zur Konkurrenz

Die Disney-Verantwortliche Debra O’Connell prüft im Rahmen der Neustrukturierung verschiedene Modelle, um die Sendung rentabel zu halten.

Jimmy Kimmel und ABC verhandeln über Fortsetzung nach Saison 2026/2027
Photo: collider.com

Kimmel selbst äußerte sich in Podcasts wie dem von Dax Shepard über seine Motivation und den Wert der Sendung als Plattform für gesellschaftliche Debatten. Seine Ehefrau und Co-Chefautorin Molly McNearney betonte dabei die Bedeutung der Sendung als Sprachrohr für ein Publikum, das sich in der aktuellen politischen Landschaft gehört fühlen möchte. Ob die anstehenden Vertragsgespräche zu einem erfolgreichen Abschluss für eine Verlängerung über das Jahr 2027 hinaus führen, bleibt in den kommenden Wochen zu beobachten.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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