Alex Gibneys visstündige Dokumentation über Elon Musk feierte im September 2026 ihre Premiere auf den Filmfestspielen von Venedig. Oktober 2026 ankündigte.
Die Verfilmung des Lebens von Elon Musk sorgt bereits vor ihrem regulären Kinostart für heftige Kontroversen. Das visstündige, unter dem Titel Musk geführte Mammutprojekt von Regisseur Alex Gibney erlebte am Dienstag, dem 8. September 2026, seine Weltpremiere auf den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Das Werk lief dort im Wettbewerb und wurde mit einem vier Minuten langen stehenden Applaus sowie ersten positiven Kritiken bedacht, wie Branchenberichte zeigen.
Heftige Kritik vom Milliardär und juristische Warnungen im Vorfeld
Elon Musk ließ nicht lange auf sich warten, um das Projekt via X in der Öffentlichkeit zu zerreißen. Nachdem er Berichte und Videos vom Festivalgeschehen verfolgt hatte, äußerte sich der Unternehmer in scharfen Worten über den Oscar-prämierten Filmemacher. Unter anderem erklärte er, dass dogshit is worth more respect
als das Werk des Regisseurs, und warf den Machern vor, eine unkritische Liste von Personen zusammengestellt zu haben, die eine persönliche Agenda verfolgten oder ihn gar nicht persönlich kennen würden.
Zusätzlich betonte Musk, dass der Film den Kardinalsfehler begehe, über vier Stunden hinweg schlicht langweilig zu sein. Bereits bei der ersten Ankündigung des Projekts im Jahr 2023 hatte der Tech-Milliardär den Film als gezielte Schmutzkampagne bezeichnet. Ob er die fertige Fassung tatsächlich gesehen hat, bleibt unklar. Berichten zufolge versuchten die Produzenten im Vorfeld vergeblich, ein Interview mit dem Tesla-Chef zu führen; Musk lehnte eine Teilnahme an den Aufnahmen ab.
Prominente Stimmen und Enthüllungen in Venedig
Das filmische Projekt widmet sich einer tiefgreifenden Bestandsaufnahme des einflussreichen Industriellen und beleuchtet dessen Wandel zum Anhänger der MAGA-Bewegung, Kontroversen um autonome Fahrfunktionen bei Tesla sowie das Projekt Occupy Mars. Zudem greift der Film die schwierigen familiären Beziehungen zu den Müttern seiner insgesamt 14 Kinder auf. Zu den im Film auftretenden Personen zählen unter anderem seine Ex-Frau Justine Musk, sein Vater Errol Musk, der KI-Pionier Geoffrey Hinton, LinkedIn-Mitgründer Reid Hoffman sowie Tesla-Mitgründer Martin Eberhard.
Für besonderes Aufsehen in Venedig sorgte Ashley St. Clair, die Mutter seines jüngsten Kindes Romulus. Sie trat auf der Pressekonferenz des Festivals auf und erhob den Vorwurf, nach der Geburt im vergangenen Jahr sei ihr eine Verschwiegenheitsvereinbarung im Wert von 40 Millionen Dollar angeboten worden. Musk dementierte diese Darstellung umgehend im Internet und erklärte, dass eine solche Vereinbarung niemals angeboten worden sei und die Betroffene eine Historie falscher Behauptungen aufweise.
Künstlerische Mittel und weltweiter Kinostart im Herbst 2026
Da der Hauptdarsteller des Reallebens eine Mitarbeit verweigerte, griffen Regisseur Gibney und sein Team zu ungewöhnlichen dramaturgischen Mitteln. Sie entwickelten einen KI-Avatar des Unternehmers, der im Laufe des Films historisch belegte Aussagen des Milliardärs wiedergibt. Die Produktion wuchs im Laufe der Jahre stark an, da die Macher den rasanten politischen Wandel und die Verflechtungen mit der Karriere von Donald Trump unbedingt in die Erzählung einbauen wollten.

Mit einer Gesamtlänge von 232 Minuten setzt die Dokumentation auf eine opulente Inszenierung, die im Kino sogar eine kurze Pause vorsieht. Nach der nordamerikanischen Premiere auf dem Toronto International Film Festival übernimmt der Verleih Bleecker Street die Auswertung. Kinogänger in Nordamerika können den Film ab dem 16. Oktober 2026 auf der großen Leinwand sehen. Für die internationalen Veröffentlichungen in Europa, Asien und Lateinamerika zeichnet im Laufe des Herbstes Universal Pictures Content Group verantwortlich.
Auch interessant