Elon Musk hat heftige Kritik an dem Regisseur Alex Gibney geäußert. Der tech-Milliardär bezeichnete den Filmemacher auf der Plattform X als „bitteren alten Mann mit „null Integrität“. Anlass ist eine knapp vierstündige Dokumentation über Musks Leben und Einfluss, die bei den Filmfestspielen von Venedig Premiere feierte. Musk nannte das Werk eine „Schmutzkampagneund kritisierte, dass der Film neben den Anschuldigungen vor allem den Fehler mache, über vier Stunden hinweg langweilig zu sein.”
Elon Musk kritisiert Regisseur Alex Gibney und dessen Dokumentarfilm scharf
Bereits im März 2023 hatte Elon Musk das Projekt als „hit piece bezeichnet, woraufhin Gibney entgegnete, woher er das denn wissen wolle. Laut Aussagen des Regisseurs habe man im Vorfeld erfolglos versucht, mit Musk ins Gespräch zu kommen. Vonwaltlicher Seite ließ Musks Anwalt Alex Spiro der Produktion zudem ein formelles Anwaltsschreiben zukommen, in dem dem Regisseur vorgeworfen wird, Fakten über den Unternehmer falsch darzustellen und während der Recherchephase nicht mit Musks Team zusammengearbeitet zu haben.
Inhalte und Vorwürfe der umstrittenen Dokumentation
Der Oscar-prämiert Regisseur Alex Gibney beleuchtet in der Dokumentation den Aufstieg des Tech-Milliardärs und geht unter anderem der Frage nach, wie ein einzelner Mann so viel Geld und politischen Einfluss erlangen konnte. Dabei thematisiert der Film auch die enge Zusammenarbeit von Musks Unternehmen mit dem US-Verteidigungsapparat sowie der US-Raumfahrtbehörde NASA. Kritisiert wird darin zudem, dass Mitarbeiter aus Musks Umfeld im Rahmen einer von Donald Trump ins Leben gerufenen Kostensenkungs-Initiative Zugriff auf sensible staatliche IT-Systeme und persönliche Daten erhalten haben könnten.

Die Dokumentation greift zudem verschiedene Episoden aus der Karriere des Unternehmers auf und stellt seine Selbstdarstellung infrage. So wird beispielsweise Musks Übernahme der Kontrolle bei Tesla und der Umgang mit dem ursprünglichen Chef sowie Mitgründer Martin Eberhard beleuchtet. Eine These des Films besagt, dass Musk seinen Erfolg großen Visionen und dem Talent verdanke, fragwürdige Behauptungen als Tatsachen zu präsentieren. Ergänzend setzt der Filmemacher auf eine animierte Darstellung Musks, in der Sitate verwendet werden, die der Unternehmer tatsächlich geäußert hat.
Auftritt der Ex-Freundin Ashley St. Clair sorgt für Aufsehen
Für weiteres Aufsehen bei der Premiere in Venedig sorgte Ashley St. Clair, die im Februar 2025 enthüllte, die Mutter eines von Musks Kindern zu sein. Sie erklärte auf einer Pressekonferenz, dass ihr 40 Millionen Euro geboten worden seien, damit sie nicht in der Dokumentation auftrete. In dem Film selbst schildert sie Details über Musk und führt unter anderem aus, dass der Tech-Milliardär im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl im November 2024 eine außergewöhnliche Sicherheit bezüglich des Wahlausgangs gezeigt habe. Musk bestritt derartige Angebote über X und warf St. Clair vor, eine Historie falscher Behauptungen zu haben.

Die Dokumentation verknüpft Musks geschäftliche und politische Verflechtungen auch mit dessen Unterstützung für die Republikaner im US-Wahlkampf. Laut dem Film sahen sich Unternehmen wie Tesla und SpaceX während der Amtszeit des vorherigen US-Präsidenten Joe Biden zahlreichen behördlichen Untersuchungen ausgesetzt. In einem im Film gezeigten Video-Interview vom Oktober 2024 sagt Elon Musk mit Blick auf Trump und einen möglichen Wahlausgang: „Wenn er verliert, bin ich am Arsch. Was glaubst du, wie lange meine Haftstrafe sein wird?
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