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Sport

Jürgen Klopp nominiert Rekordkader mit 44 Spielern für Nations League

Der neue deutsche Bundestrainer Jürgen Klopp hat für seinen Einstand im September und Oktober 2026 einen XXL-Kader mit 44 Spielern berufen. Das Aufgebot für vier Nations-League-Spiele umfasst zwei getrennte Gruppen und 16 Debütanten, wobei Marc-André ter Stegen als Nummer eins eingeplant ist und Kapitän JoshuaKimmich ins Mittelfeld rückt.

Der Start von Jürgen Klopp als deutscher Bundestrainer bricht mit jeder herkömmlichen DFB-Tradition. Für die anstehenden vier Länderspiele in der Nations League nominierte der 59-Jährige am Donnerstag ein Rekordaufgebot von insgesamt 44 Spielern. Das Konzept sieht vor, die Akteure in zwei gleichstarke Gruppen zu unterteilen, um möglichst viele Talente zu sichten und die Belastung in der dichten Länderspielphase zu steuern.

Zwei getrennte Kader für vier Nations-League-Spiele

Das Aufgebot ist auf zwei verschiedene Phasen des anstehenden Programms ausgelegt. Die erste Gruppe bestreitet die Partien gegen die Niederlande in Amsterdam am 24. September sowie drei Tage später gegen Griechenland in Augsburg. Danach wechselt das Personal im Stammquartier in Herzogenaurach. Der zweite Kader übernimmt die Begegnungen gegen Serbien am 1. Oktober in München und drei Tage später in Thessaloniki erneut gegen Griechenland. Als einziger Spieler steht der Augsburger Torhüter Finn Dahmen in beiden Aufgeboten.

Die Kaderzusammenstellung habe ihm viel Freude bereitet, erklärte der Bundestrainer auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main. Ich möchte so viele Spieler wie möglich kennenlernen und so viele Eindrücke wie möglich von ihnen bekommen, begründete Klopp die ungewöhnliche Dimension seines XXL-Kaders. Entgegen ersten Vermutungen handele es sich dabei weder um eine klassische A- noch um eine B-Mannschaft; in beiden Gruppen stehen sowohl erfahrene Kräfte als auch Neulinge.

Sechzehn Neulinge und prominente Absteiger

Insgesamt 16 Akteure im 44-Mann-Aufgebot haben noch kein einziges A-Länderspiel absolviert. Zu den Überraschungen gehören Mika Baur von Celtic Glasgow, der Hoffenheimer Bambasé Conté, Vitaly Janelt vom FC Brentford sowie der erst kürzlich von der dritten in die zweite Liga aufgestiegene Felix Keidel vom SV Elversberg. Auch der Frankfurter Younes Ebnoutalib, Hennes Behrens vom FC Augsburg und gleich vier Profis des SC Freiburg – Max Rosenfelder, Philipp Treu, Yannik Engelhardt und Derry Scherhant – gehören zum Kreis der Debütanten.

Jürgen Klopp nominiert Rekordkader mit 44 Spielern für Nations League
Photo: derstandard.at

Um Platz für die vielen neuen Gesichter zu schaffen, verzichtete Klopp auf einige prominente Namen aus dem WM-Kader seines Vorgängers Julian Nagelsmann. So fehlt Publikumsliebling Deniz Undav, der nach Medienberichten eine Pause zur Ausheilung einer Achillessehnenverletzung erhalten soll. Auch Leroy Sané, Oliver Baumann und Leon Goretzka wurden für den ersten Lehrgang nicht berücksichtigt.

Marc-André ter Stegen im Tor und neue Rolle für Kapitän Kimmich

Auf den Schlüsselpositionen hat sich der neue Bundestrainer ebenfalls festgelegt. Im Tor ist der 34-jährige Marc-André ter Stegen die klare Nummer eins, nachdem er im Sommer von Barcelona zu Ajax Amsterdam gewechselt war. Hinter ihm komplettieren Alexander Nübel, Noah Atubolu, Jonas Urbig und Finn Dahmen das Torwartteam.

Jürgen Klopp nominiert Rekordkader mit 44 Spielern für Nations League
Photo: zeit.de

Eine personelle Veränderung betrifft auch den Spielführer. Joshua Kimmich soll unter Klopp nicht mehr als Rechtsverteidiger, sondern im zentralen Mittelfeld auflaufen – auf jener Position, die er auch im Verein bei Bayern München bekleidet. Der Bundestrainer betonte, dass der mit 114 Länderspielen erfahrenste Spieler im Aufgebot mit vorangehen müsse.

Klopp nominiert 44 Spieler | XXL-Kader in der Übersicht
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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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