Mercedes-Benz hat einen weltweiten Rückruf für 23.606 Fahrzeuge der Baureihe 167 gestartet, darunter 6.772 in Deutschland. Grund für die außerplanmäßige Werkstattaktion ist ein fehlerhaft verbautes Abschirmblech, das die Kraftstoffleitung beschädigen und zu einem plötzlichen Antriebsverlust führen kann.
Weltweiter Rückruf der GLE-Baureihe wegen defekter Schutzbleche
Wegen eines technischen Defekts im Motorraum ruft der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz weltweit genau 23.606 Fahrzeuge der Baureihe 167 zurück (n-tv.de). Wie aus der Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) und dem europäischen Rückrufportal Safety Gate hervorgeht, sind in Deutschland 6.772 Fahrzeuge potenziell von der Maßnahme betroffen (n-tv.de). Die betroffenen Modelle umfassen Diesel- und Hybrid-Ausführungen der Baureihe (n-tv.de), für die das KBA den offiziellen Rückruf unter der Referenznummer 16925R führt (CHIP).
Auslöser für den Werkstattaufenthalt ist ein fehlerhaft montiertes Abschirmblech im Motorraum. Durch ständige Reibung kann dieses Bauteil im Laufe der Zeit die Kraftstoffleitung durchscheuern (oe24.at). Behörden und der Hersteller warnen vor den Konsequenzen: Tritt Treibstoff unkontrolliert aus, führt dies zu einem drastischen Druckabfall im Kraftstoffsystem (oe24.at). In der Folge verliert das Fahrzeug völlig unerwartet und ohne Vorwarnung seine Antriebskraft, wodurch es nicht mehr beschleunigen kann (n-tv.de).
Produktionszeitraum und Gefahren im Straßenverkehr
Die betroffenen Fahrzeuge der Baureihe 167 liefen in einem eng eingegrenzten Zeitraum vom Band. August 2022 bis zum 3. Das Kraftfahrt-Bundesamt weist darauf hin, dass eine weitergehende behördliche Eingrenzung der betroffenen Fahrgestellnummern im Vorfeld nicht vorlag (CHIP). Mercedes-Benz bietet für den GLE neben den Standardversionen auch die Ausführungen AMG Line und AMG Line Plus sowie die sportlichen AMG-Modelle GLE 53 und GLE 63 S an, die als Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid vermarktet werden (CHIP).

Besonders im dichten Stadtverkehr oder auf schnellen Autobahnen stellt ein plötzlicher Geschwindigkeitsverlust ein enormes Sicherheitsrisiko dar (oe24.at). Nachfolgende Verkehrsteilnehmer können durch das Ausbleiben jeglicher Beschleunigung überrascht werden, weshalb schwere Auffahrunfälle drohen (oe24.at). Den Berichten zufolge liegen jedoch bislang keine Meldungen über Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit diesem technischen Mangel vor (CHIP).
Werkstattprüfung und Überprüfung per FIN für betroffene Halter
Fahrzeughalter werden vom Hersteller in der Regel direkt kontaktiert, um einen zeitnahen Termin in einer autorisierten Vertragswerkstatt zu vereinbaren (oe24.at). Wer nicht auf die postalische Benachrichtigung warten möchte, kann die Betroffenheit des eigenen Wagens selbstständig überprüfen (oe24.at). Dafür stellt das Unternehmen auf seiner Website ein Online-Tool bereit, in das die individuelle Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) eingegeben werden muss (oe24.at).

In der Werkstatt wird das betroffene Abschirmblech gemeinsam mit der Kraftstoffleitung einer detaillierten Inspektion unterzogen (n-tv.de). Sollten Mängel festgestellt werden, erfolgt eine fachgerechte Nacharbeitung oder der Austausch der Komponenten (n-tv.de). Der gesamte Werkstattaufenthalt nimmt nach Herstellerangaben etwa eine Stunde in Anspruch (n-tv.de) und ist für die Kundschaft im Rahmen des Rückrufs vollständig kostenlos (oe24.at). Für eventuelle Rückfragen bei Herstellern oder Betrieben empfiehlt das Kraftfahrt-Bundesamt die Angabe des Rückrufcodes 4790309 zusätzlich zur KBA-Referenznummer (CHIP).
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