Ein indonesisches Passagierschiff mit 243 Menschen an Bord hat in der Java-See den Kontakt zu den Behörden verloren. Rettungskräfte haben bei stürmischem Wetter einen großen Sucheinsatz gestartet.
Kontaktabbruch in der Java-See: Rettungseinsatz für die Virgo Transport 8
Das Passagierschiff Virgo Transport 8 befand sich auf einer regulären Fahrt, als es am frühen Sonntag den Funkkontakt verlor. Das Schiff war am Samstag um 10:13 Uhr Ortszeit (0330 UTC) von Surabaya, der zweitgrößten Stadt Indonesiens in Ost-Java, gestartet und nahm Kurs auf Banjarmasin, die Hauptstadt der Provinz Süd-Kalimantan. Nach Angaben des Schiffbetreibers geriet das Wasserfahrzeug in der Java-See in schwere Wetterbedingungen.
Nachdem die Reederei die Meldung über die widrigen Wetterverhältnisse erhielt und der Kontakt abbrach, wurden umgehend die zuständigen Behörden alarmiert. Die Rettungsleitstelle in Banjarmasin entsandte daraufhin Personal sowie Rettungskräfte zum Basirih Search and Rescue Pier in Banjarmasin und schickte ein Rettungsschiff in Richtung der geschätzten letzten bekannten Position des Schiffes. Die letzte bekannte Position des Schiffs lag etwa 148 Kilometer (92 Meilen) von einem Pier in Banjarmasin entfernt, wie die Associated Press berichtete. Die Such- und Rettungsagentur des Landes teilte mit, dass das Schiff nicht kontaktiert werden konnte und sein genauer Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Erklärung weiterhin unbekannt war.
Evakuierungen und Aussagen der Rettungsbehörden
Die Dimension des Einsatzes erfordert eine behördenübergreifende Koordination, da sich eine große Anzahl von Menschen an Bord befand. I Putu Sudayana, der Leiter der Such- und Rettungsstelle in Banjarmasin (Banjarmasin Search and Rescue Office), äußerte sich zu den laufenden Maßnahmen vor Ort.

„We have carried out efforts to search for victims to the fullest extent. There were passengers who … had already been successfully evacuated by the units at the scene.“
I Putu Sudayana, Leiter der Such- und Rettungsstelle in Banjarmasin
In einem früheren Video-Briefing erklärte I Putu Sudayana zudem: The ship's operator reported the incident to authorities after receiving information that the vessel had encountered bad weather.
Zusätzlich betonte Sudayana, dass angesichts der hohen Passagier- und Besatzungszahl sämtliche verfügbaren Personen und Ausrüstungen mobilisiert werden. Die Agentur koordiniert sich mit maritimen Behörden, während die Wetterbedingungen im Gebiet genau überwacht werden. Neben den 102 Menschen, die nach Angaben lokaler Behörden in Sicherheit gebracht wurden, bestätigten die Stellen bislang ein Todesopfer.
Maritime Sicherheit im indonesischen Archipel
Indonesien ist eine Nation, die aus rund 17.000 Inseln besteht und stark auf Fähren für den Transport angewiesen ist, wobei Seereisen oft günstiger und zugänglicher sind als das Fliegen.

Dennoch stand die maritime Infrastruktur des Landes wegen wiederkehrender Sicherheitsbedenken regelmäßig in der Kritik. Die Durchsetzung von Sicherheitsstandards in der gesamten maritimen Industrie des Landes war unbeständig, was zu einer vergleichsweise hohen Unfallrate beiträgt. Authorities haben infolgedessen häufig unter Druck gestanden, die Sicherheitsstandards und deren Durchsetzung nach Unfällen mit Passagierschiffen zu verbessern. Die Suche nach der Virgo Transport 8 wird fortgesetzt, während Rettungsteams sich auf die letzte bekannte Position zubewegen und Behörden weitere Updates im Verlauf der Operation erwarten lassen.
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