Jackson, Mississippi, police arrested Jarques Ratliff on a murder charge following the August 3 discovery of Tasia Fortune hanging from a tree.
Die Ermittler im US-Bundesstaat Mississippi haben im Fall der tot aufgefundenen Tasia Fortune eine Festnahme vermeldet. Der 51-jährige Jarques Ratliff wurde am Freitag festgenommen, nachdem die Gerichtsmedizin die Todesursache offiziell als Tötungsdelikt eingestuft hatte. Die Jackson Police Department bestätigte die Festnahme nach wochenlangen Unklarheiten, die in der lokalen Bevölkerung für erhebliche Besorgnis gesorgt hatten.
Festnahme von Jarques Ratliff und offizielle Mordanklage
Die Polizei in Jackson hat Haft- und Durchsuchungsbefehle gegen Jarques Ratliff erwirkt und den Verdächtigen angetroffen, als er auf der Straße ging. Der 51-Jährige wurde wegen Mordes angeklagt, wie die zuständige Polizeichefin RaShall Brackney bei einer Pressekonferenz bekannt gab. Die Ermittler gaben an, dass zwischen dem Tatverdächtigen und der getöteten Frau eine Verbindung bestanden habe, nannten jedoch zunächst keine weiteren Details zu dieser Beziehung.
Der Durchbruch in den Ermittlungen folgte unmittelbar auf die Einschätzung der Gerichtsmedizin. Noch am Donnerstagabend hatte das Amt des staatlichen Medical Examiners bestätigt, dass es sich bei dem Todesfall um ein Tötungsdelikt handelt. Diese Einstufung ermöglichte es der Polizei, die bereits vorbereiteten Haftbefehle zu vollstrecken.
Die Polizei kündigte an, dass weitere Festnahmen bevorstehen könnten, während die Auswertung von Beweismaterial und Zeugenaussagen fortgesetzt wird. Bislang haben die Behörden im Rahmen des Falls rund 15 Personen vernommen.
Die Entdeckung von Tasia Fortune und Reaktionen der Familie
Die Leiche der 29-jährigen Tasia Fortune war am 3. August von Einsatzkräften in den hinteren Bereichen eines verlassenen Grundstücks an der Straße Road of Remembrance
in Jackson hängend an einem Baum entdeckt worden. Die Auffindsituation und der Zustand des Körpers, der laut Polizeichefin Brackney bereits verschiedene Verwesungsstadien aufwies, hatten in der überwiegend von Schwarzen Menschen bewohnten Stadt rasch Ängste und Erinnerungen an rassistisch motivierte Gewalt geweckt.

Christy Spivey, die Mutter der Getöteten, äußerte sich erleichtert über den polizeilichen Zugriff, bleibt angesichts der Umstände jedoch von Trauer und Unglauben gezeichnet.
„I guess I do feel like a little sigh of relief, like a little bit of peace just come over me.“
Christy Spivey, Mutter von Tasia Fortune, via BBC
Gleichzeitig schilderte Spivey die psychische Belastung der vergangenen Wochen, in denen sie nach eigenen Angaben kaum Schlaf gefunden hatte. Die Angehörigen hatten zuvor die aus ihrer Sicht mangelnde Kommunikation der Behörden öffentlich kritisiert. Ein von der Mutter verfasster Brief, in dem das langwierige Schweigen der Polizei bemängelt wurde, war kurz vor der Umstufung des Falls auf einer öffentlichen Stadtratssitzung verlesen worden. Chief Brackney entgegnete daraufhin, dass die Behörden während des gesamten Prozesses in ständigem Austausch mit den Eltern gestanden hätten.
Parallelen und bundesweite Aufmerksamkeit
Fortune starb weniger als ein Jahr nach den Vorfällen um den 21-jährigen Trey Reed, einen Schwarzen Studenten an der Delta State University in Cleveland, sowie dem Tod des obdachlosen weißen Mannes Cory Zukatis in Vicksburg. Während die Behörden in jenen Fällen jeweils von Suizid ausgingen, forderten Angehörige und juristische Vertreter in den vergangenen Monaten wiederholt unabhängige Autopsien und umfassendere Aufklärung.
Die Dynamik der Ereignisse in Mississippi rief auch den US-Kongress auf den Plan. Mehr als 50 Kongressabgeordnete wandten sich in einem Schreiben an das Justizministerium sowie das FBI. Darin forderten sie eigenständige Untersuchungen zu den Vorfällen, bei denen im laufenden Jahr mindestens zehn Schwarze Menschen hängend in verschiedenen US-Bundesstaaten aufgefunden wurden. Dem Brief zufolge dokumentieren Statistiken im Zeitraum zwischen 2000 und 2025 mehr als 70 vergleichbare Todesfälle in den Vereinigten Staaten.
Weiterlesen