Das Budget der Produktion ist derweil auf über 100 Millionen US-Dollar gestiegen.
Entschuldigung für jahrelange Verzögerungen bei Whitney Springs
Die kreativen Köpfe hinter der langjährigen Animationsserie haben in einer Erklärung die Verantwortung für den holprigen Produktionsverlauf übernommen. Club aufgegriffen wurden, äußerten sich Trey Parker und Matt Stone offen zu den internen Schwierigkeiten des Projekts, das über ihre Produktionsfirma Park County zusammen mit Kendrick Lamar und Dave Free über das Label pgLang verwirklicht wird.
In der neuen Erklärung erklärten Parker und Stone, sie übernähmen die volle Verantwortung für die zeitliche Verzögerung dieses Films. Sie entschuldigten sich bei ihren Partnern bei pgLang und Paramount und dankten ihnen für ihre Geduld, wobei South Park und die Umstände des Lebens dazwischengekommen seien, sie aber weiterhin an das Projekt glaubten.
Trey Parker und Matt Stone, via The Hollywood Reporter und The A.V. Club
Das Projekt, das intern weiterhin unter dem Arbeitstitel Whitney Springs geführt wird und bei dem bislang keine offiziellen Castings bekannt gegeben wurden, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich war die Veröffentlichung des Live-Action-Films im Kino für den 4. Juli 2025 angesetzt, ehe der Termin zunächst auf den 20. März 2026 verschoben und das Werk im vergangenen November schließlich ganz aus dem offiziellen Kalender von Paramount gestrichen wurde, wie unter anderem Variety berichtet.
Explodierende Kosten und kreative Differenzen hinter den Kulissen
Neben den zeitlichen Verzögerungen rücken vor allem die finanziellen Dimensionen des Films in den Fokus. Nach Angaben von Branchenberichten, die auch von World of Reel analysiert wurden, hat sich das Budget von ursprünglich geschätzten 70 bis 80 Millionen US-Dollar massiv ausgeweitet. Personen, die mit den vertraglichen Details vertraut sind, beziffern die Gesamtkosten inzwischen auf mehr als 100 Millionen beziehungsweise bis zu 150 Millionen US-Dollar.

Die Produktion hatte nach Angaben von Comic Book Resources bereits im Oktober 2024 die Dreharbeiten im Wesentlichen abgeschlossen, doch seither sorgten umfangreiche Überarbeitungen und von den Filmschaffenden geforderte Nachdrehs für weiteren Stillstand. Das Drehbuch stammt von dem langjährigen South Park-Autor Vernon Chatman. Inhaltlich dreht sich die Satire laut Medienberichten um ein historisches Sklavenplantagenmuseum im Mittleren Westen sowie einen schwarzen Darsteller, der mit Touristen und dem scheinheiligen, rassistischen Bürgermeister aneinandergeraten soll — eine Rolle, die Parker Berichten zufolge selbst übernimmt.
Kritik an der Muttergesellschaft und satirische Namensänderung
Die Veröffentlichung der Entschuldigung fällt in eine Phase, in der das Duo auch auf andere Weise für Aufsehen sorgt. Nach dem jüngsten Emmy-Gewinn für die Premiere der 27.

Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf geografische Umbenennungen der US-Regierung, etwa des Ontariosees in Lake America, sowie auf deren Umsetzung durch Technologiekonzerne wie Apple und Google in ihren Kartendiensten. In ihrer Stellungnahme dankten Parker und Stone ihrer Muttergesellschaft Paramount, die sie angesichts der jüngsten Firmenübernahme durch Skydance ironisch als A Skydance Capitulation bezeichneten.
Ob und wann Whitney Springs nach den zahlreichen Umplanungen und dem aufgeblähten Budget tatsächlich auf die Kinoleinwände oder zu Paramount+ zurückkehren wird, bleibt abzuwarten. Das Unternehmen hat sich zu den aktuellen Berichten bislang nicht weiter geäußert.