Als Reaktion auf geografische Umbenennungen durch US-Präsident Donald Trump benennt sich die satirische Zeichentrickserie „South Park“ in ihrer am 16. September 2026 startenden 29. Staffel in „South Americaum. Die Schöpfer Trey Parker und Matt Stone begründeten den Schritt auf X spöttisch mit dem Verhalten von Apple und Google.
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Die Schöpfer der langlebigen Animationsserie, Trey Parker und Matt Stone, haben angekündigt, das langjährige Markenzeichen der Sendung vorübergehend aufzugeben. Wie unter anderem Die Presse berichtete, reagieren die Autoren damit auf die jüngsten territorialen und geografischen Umbenennungen durch den US-Präsidenten.
„South Park“ benennt sich in „South America“ um
Spott über Tech-Konzerne und Trumps Namensänderungen
Auf dem offiziellen Account der Serie bei X erklärten die Macher den drastischen Schritt mit einer gehörigen Portion Ironie. „Inspiriert vom Mut und Patriotismus von Apple und Google ändern wir den Namen von South Park in South America, teilten Trey Parker und Matt Stone mit. Das Profil der Serie auf X wurde im Zuge dessen bereits umbenannt.
South Park" tauft sich in "South America" um
US-Präsident Donald Trump greift in seiner zweiten Amtszeit seit 2025 immer wieder zum Mittel von geografischen Umbenennungen, um die Dominanz der USA zu demonstrieren. Zuerst taufte er den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ um. Erst vor wenigen Tagen sorgte er zudem im Handelsstreit mit Kanada für Aufsehen, als er den Lake Ontario an der Grenze zum nördlichen Nachbarn per Erlass zum „Lake America“ machte. Am Sonntag verkündete er darüber hinaus, den Bundesstaat New Mexico in „New America“ umbenennen zu wollen. In der vergangenen Woche schlug er zudem vor, die Straße von Hormus im Persischen Golf könnte künftig „Straße von Trump“ heißen.””””
Die von Trump angeordneten Umbenennungen wurden teils schnell von den Digitalkonzernen Apple und Google übernommen. Auf Google Maps wurden die politisch umstrittenen Umbenennungen rasch integriert, und auch Apple übernahm die neuen Bezeichnungen in seinen Kartendiensten, wobei außerhalb der USA teilweise noch die bisherigen Namen erscheinen.
»South Park« und Donald Trump
Seitenhieb auf den Mutterkonzern und das Fernsehen

In ihrer Stellungnahme schickten Stone und Parker auch noch einen weiteren Seitenhieb mit: „Wir möchten besonders unserem Mutterkonzern Paramount danken – eine Skydance-Kapitulation.“ „South Park“ wird in den USA vom Sender Comedy Central ausgestrahlt, der zu CBS gehört. Der CBS-Mutterkonzern Paramount wiederum wurde zuletzt von Skydance aufgekauft. Chef von Paramount-Skydance ist David Ellison, der ebenso wie sein Vater Larry als treuer Trump-Anhänger gilt.””

„South Park“ läuft ohne Unterbrechung seit 1997. Am 13. August 1997 premierte die erste Episode der crudely animierten, profanen Cartoon-Serie, die gezielt auf ein reifes Publikum ausgerichtet ist, auf Comedy Central. Über fast 30 Staffeln, mehrere Specials und einen Spielfilm hinweg haben Trey Parker und Matt Stone ihren Ruf bewahrt, alles und jeden auf schockierend brutale und oft kontroverse Weise aufs Korn zu nehmen. Die Sendung hat in all der Zeit keine nennenswerten Schwächen oder Durchhänger gezeigt, was vor allem daran liegt, dass die Gegenstände jeweils Phänomene oder Skandale der kulturellen oder politischen Tagespolitik sind. Die Animation ist absichtlich simpel, und die Vorlaufzeit für eine Episode ist mit nur einer Woche extrem kurz, weshalb die Macher extrem schnell reagieren können.”