Bundesaußenministerin Beate Meinl-Reisinger geriet am Altausseer Kirtag im steirischen Salzkammergut in eine Welle von Buhrufen und Pfiffen. Während die Regierungsvertreterin den Vorfall als gezielte politische Störaktion der FPÖ einordnete, weisen die Freiheitlichen die Vorwürfe scharf zurück und fordern personelle Konsequenzen.
Ein Festzeltauftritt von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger im steirischen Salzkammergut hat eine heftige politische Auseinandersetzung ausgelöst. Während einer kurzen Ansprache am Altausseer Kirtag schlugen der Regierungsvertreterin unüberhörbare Buhrufe und Pfiffe aus Teilen des Publikums entgegen wie unter anderem der exxpress berichtete.
„Meinl-Reisinger muss sich für ihre unwahren Behauptungen entschuldigen und
Bierzelt-Lob und spontane Unmutsbekundungen im Salzkammergut
Dabei hatte der Auftritt in harmonischer Stimmung begonnen.
Doch unmittelbar im Anschluss an die lobenden Worte kippte die Stimmung im Festzelt spürbar. Als die Ministerin fortfuhr, reagierten Teile des Publikums mit lautem Unmut. Nach Angaben des exxpress ließ sich die Rednerin davon zwar nicht beirren, versuchte jedoch die Zwischenrufe vor Ort mit den Worten „Und jetzt hörts mal auf“ zu regeln.”
„Störaktion der FPÖ
Der Streit um die Urheber der Pfiffe: FPÖ-Aktion oder Polterer-Gruppe?
Der eigentliche Disput entbrannte jedoch erst nach der Veranstaltung, als ein Video des Vorfalls im Internet viral ging. Die Außenministerin erklärte daraufhin in einem Social-Media-Beitrag, dass es sich bei den Störern um eine Handvoll Anhänger der Freiheitlichen Partei gehandelt habe. In ihrem Instagram-Posting schrieb die Neos-Chefin, dass die Aktion gezielt von der FPÖ gesteuert worden sei, um zu provozieren und zu polarisieren. „Die Störaktion einer Handvoll FPÖler ist nicht gelungen, schrieb Meinl-Reisinger, und fügte hinzu, dass sich weder sie selbst noch die Kirtagsbesucher davon die Stimmung verderben lassen hätten. Weiter erklärte sie: „Genau so will die FPÖ Politik machen: provozieren, polarisieren und spalten.

Diese Darstellung weisen die Freiheitlichen entschieden zurück. Über die Nachrichtenagentur OTS meldete sich FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zu Wort und präsentierte eine völlig andere Version des Geschehens wie die Austria Presse Agentur verbreitete. Die Quelle der Pfiffe soll demnach eine rund 50-köpfige Gruppe aus Oberösterreich sein, die einen „Poltererim Ausseerland feierte. Die Gruppe trug als Erkennungszeichen blaue Hüte, was Meinl-Reisinger womöglich bewogen haben soll, die Pfiffe automatisch der FPÖ zuzurechnen.
FPÖ wirft Meinl-Reisinger Bierzelt-Lüge vor
FPÖ fordert Entschuldigung und den Rücktritt der Außenministerin

FPÖ-Generalsekretär NAbg. Michael Schnedlitz kritisierte das Vorgehen der pinken Außenministerin scharf und sprach von einem Skandal. „Es ist typisch für die überhebliche und selbstverliebte Art der Außenministerin, so Schnedlitz in der Aussendung. „Sie kann es sich einfach nicht vorstellen, dass sie jemand nicht sympathisch findet und sie anhimmelt, sondern mit Pfiffen bedenkt.
In seiner OTS-Mitteilung verwies der FPÖ-Generalsekretär zudem auf den Zustand der Partei sowie die Umfragewerte der Neos: „Die Neos liegen in den Umfragen bei sieben Prozent, sogar vom NEOS-Parteigründer und aus der eigenen Partei kommt massive Kritik an ihrer Person. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass in einem vollbesetzten Bierzelt Menschen sind, die Beate Meinl-Reisinger nicht mögen.“ Diese Menschen hätten in einer Demokratie das Recht, ihren Unmut entsprechend kundzutun. Eine fingierte Attacke der FPÖ als gesicherte Information zu verbreiten, sei jedoch inakzeptabel. „Ich erwarte mir eine Entschuldigung bei der FPÖ und dann den Rücktritt, forderte Schnedlitz. „Jemand, den ein paar Pfiffe im Bierzelt aus der Fassung bringen, der kann unmöglich unser Land international vertreten.
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