US-Präsident Donald Trump treibt Pläne zur strategischen Umbenennung wichtiger Geografien voran. Nachdem bereits der Golf von Mexiko umgetauft wurde, erwägt die US-Regierung nun nach dem Ende der iranischen Kontraktion im Persischen Golf, die Straße von Hormus in Strait of America
oder Strait of Trump
umzubenennen, während gleichzeitig in New Mexico heftiger Widerstand gegen virale Social-Media-Falschmeldungen regt.
Die Kontroverse um die Straße von Hormus und Trumps Namenspläne
Die US-Regierung verbindet geopolitische Machtansprüche im Nahen Osten zunehmend mit symbolischen Umbenennungen. Laut Berichten der New York Post zieht Präsident Donald Trump in Erwägung, die strategisch bedeutsame Straße von Hormus nach einer erzwungenen Öffnung entweder in den Strait of America
oder direkt nach sich selbst zu benennen. Ein hochrangiger Regierungsbeamter äußerte sich dazu entschlossen: We are taking the Strait back. It’s guaranteed, and they will never blackmail us on that strait,
und fügte hinzu: You can take it to the bank.
Die Schifffahrtsstraße, über die vor dem am 28. Februar ausgebrochenen Krieg rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte abgewickelt wurde, ist seitdem weitgehend blockiert. Die Schließung treibt die Ölpreise nach Angaben aus Regierungskreisen um mehr als 50 Prozent nach oben. Um diesen Engpass zu beseitigen, hat das US-Militär Tausende Marines, Matrosen und Fallschirmjäger in die Region entsandt, um Optionen wie Landungen auf Inseln im Golf oder Aktionen an der Kharg-Insel vorzubereiten.

He does believe that if we’re going to guard it, if we’re going to take care of it, if we’re going to police it, if we’re going to ensure free safety through it that, why should we call it that [Hormuz]? Why don’t we call it, you know, the Strait of America?
Die Idee gewann an Dynamik, nachdem ein von dem bekannten Aktivisten Benny Johnson auf Facebook geteiltes, digital verändertes Bild einer angeblichen Truth-Social-Veröffentlichung viral ging. Das Bild zeigte eine Karte der Meerenge unter dem neuen Namen. Obgleich das Weiße Rauschen um das Thema anfangs von uneinheitlichen Signalen begleitet wurde – ein Beamter nannte es eine irreale Idee für die Gegenwart, während ein anderer es als interesting idea
bezeichnete –, bekräftigte Trump seine Absichten bei einem Investorenforum in Miami mit scherzhaft wirkenden Bemerkungen über den Strait of Trump
.
Widerstand in New Mexico gegen angebliche Umbenennungspläne
Während im Nahen Osten über Schifffahrtswege debattiert wird, sorgt eine andere Welle von Beiträgen im US-Bundesstaat New Mexico für heftigen politischen Gegenwind. Wie NBC News berichtet, reagieren demokratische Spitzenpolitiker des Staates ungehalten auf von Trump auf Truth Social verbreitete Bilder, die New Mexico als New America
darstellen.

Auch die demokratische Kongressabgeordnete Melanie Stansbury zeigte sich auf X äußerst direkt mit den Worten: Oh hell no!
und betonte, dass die Geschichte und Kultur des Staates den Bewohnern gehören. Die beiden US-Senatoren des Staates, Martin Heinrich und Ben Ray Luján, schlossen sich der Kritik an, wobei Luján in scharfen Worten auf die Vorschläge reagierte.
Präsidentielle Umbenennungen und rechtliche Hürden
Die Vorstöße fügen sich in ein erkennbares Muster der Präsidentschaft ein, in deren Verlauf bereits mehrere geografische Bezeichnungen geändert wurden. Direkt am ersten Tag im Amt im Januar 2025 unterzeichnete Trump eine Verordnung zur Umbenennung des Golfs von Mexiko in den Gulf of America
. Später folgten ähnliche Anpassungen wie die Umbenennung des Lake Ontario in Lake America
sowie die Rückbenennung des Berges Denali in Mount McKinley.
| Geografisches Objekt | Bisheriger Name | Regierungsseitige Umbenennung |
|---|---|---|
| Golf von Mexiko | Gulf of Mexico | Gulf of America |
| See an der Grenze zu Kanada | Lake Ontario | Lake America |
| Höchster Berg Nordamerikas | Denali | Mount McKinley |
| Meerenge im Nahen Osten | Strait of Hormuz | Strait of America / Strait of Trump (in Erwägung gezogen) |
Im Falle eines Bundesstaates wie New Mexico stößt die Exekutive jedoch an klare verfassungsrechtliche Grenzen. Der Name des Staates ist direkt in der Präambel der dortigen Landesverfassung festgeschrieben. Eine Änderung erfordert demnach einen formellen Verfassungsänderungsprozess, der von den Wählern in New Mexico getragen werden müsste. Selbst der republikanische Gegenkandidat für das Amt des Gouverneurs, Gregg Hull, lehnte den Vorschlag ab und betonte, dass die Identität des Landes mit seiner fast fünfhundertjährigen Geschichte von spanischen Entdeckern und indianischen Nationen nicht zur Verhandlung stehe.
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