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Welt

US-Militär zerstört fünf iranische Öltanker im Golf von Oman und vor Charg

September 2026, fünf iranische Rohöltanker im Golf von Oman und nahe der Insel Charg zerstört. Die Attacken erfolgten als Reaktion auf ballistische Raketenangriffe der Iranischen Revolutionsgarden auf ein US-Kriegsschiff in den vorangegangenen Tagen. Teheran konterte mit Raketenangriffen auf einen US-Stützpunkt in Jordanien.

US-Militär zerstört fünf Tanker im Golf von Oman und vor Charg

September 2026, angegriffen und unbrauchbar gemacht. Das zuständige US-Regionalkommando Centcom veröffentlichte Videomaterial, das die Angriffe im Bereich der Maschinenräume der Schiffe zeigt. Vier der betroffenen Tanker – die M/T Kaviz, die M/T Charminar, die M/T Horizon 1 und die bereits sinkende M/T Riesco – befanden sich im Golf von Oman (laut der Berichterstattung aus Österreich).

Ein fünftes Schiff, die „M/T Derya, wurde nahe der strategisch bedeutsamen iranischen Insel Charg im Persischen Golf ins Visier genommen. Centcom erklärte, die Besatzungsmitglieder seien im Vorhinein aufgefordert worden, die Schiffe zu verlassen. Angaben zu möglichen Opfern lagen zunächst nicht vor.

Nach Angaben der US-Streitkräfte waren die Tanker Teil eines Schattennetzwerks, über das sich die Iranischen Revolutionsgarden finanzierten und Erdöl aus der Region exportierten.

Reaktion auf Angriffe auf US-Kriegsschiffe und US-Außenminister Rubios Warnung

Die neuerlichen Schiffsangriffe der USA erfolgten als direkte Reaktion auf vorausgegangene Attacken. Die Iranischen Revolutionsgarden hatten nach US-Angaben an den beiden Tagen vor den Luftschlägen ein Kriegsschiff der US-Marine zweimal mit ballistischen Raketen ins Visier genommen. Das Kriegsschiff konnte den Angriffen jedoch ausweichen; US-Personen kamen nicht zu Schaden.

Iran continues to try to hit U.S. naval ships, and for every time they do that or try to do that, they’re going to lose tankers.

Diese harte Haltung wurde auch von US-Außenminister Marco Rubio während eines Besuchs in Kolumbien bekräftigt. Rubio warnte Teheran unmissverständlich vor weiteren Versuchen, US-Marineschiffe anzugreifen (wie Medien übereinstimmend berichteten). Bereits am vorherigen Wochenende hatte das US-Militär im Zuge dieser Eskalation drei iranische Tanker zerstört.

Teherans Vergeltung und Raketenbeschuss auf Jordanien

Der Iran ließ die Zerstörung seiner Tanker nicht unbeantwortet. Die Revolutionsgarden reagierten mit ballistischen Raketenangriffen auf einen US-Stützpunkt nahe Al-Asrak in Jordanien. Während iranische Medien erklärten, der Stützpunkt sei schwer getroffen worden, meldete die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra ein anderes Bild.

Smoke rises from a burning truck during what the Houthis say was an attack targeting trucks coming from Saudi territory, at
Photo: reuters.com

Demnach fing die jordanische Armee insgesamt 20 anfliegende ballistische Raketen ab. Davon wurden 18 in der Luft zerstört, während zwei in unbewohnten, entlegenen Gebieten einschlugen. Nach offiziellen Angaben gab es in Jordanien keine Verletzten.

Ölmärkte unter Druck und globale Reaktionen

Die anhaltenden Gefechte zwischen den USA und dem Iran treiben die internationalen Energiepreise nach oben. Der Preis für die globale Referenzölsorte Brent kletterte am Dienstag zeitweise auf bis zu 99,46 US-Dollar pro Barrel und bewegte sich damit dicht unter der Marke von 100 US-Dollar (berichtet Associated Press).

US-Militär zerstört fünf iranische Öltanker im Golf von Oman und vor Charg
Photo: Der Standard

In den Vereinigten Staaten wirkte sich der Preisanstieg ebenfalls aus. September bei 4,19 US-Dollar lag – ein Anstieg um 9 Cent im Vergleich zum Vortag und rund ein Dollar mehr als im Vorjahr (ergänzt USA Today).

Experten warnen unterdessen vor den langfristigen Folgen der wachsenden Konfrontation um die strategisch wichtige Straße von Hormus, durch die vor Ausbruch des Konflikts rund ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wurde.

USA greifen nach Angriff auf Tanker Iran an
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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