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Dow-Futures fallen und Ölpreise steigen nach Konflikt mit Iran

US-Aktienfutures gaben am Dienstag nach, während internationale Ölpreise sich der Marke von 100 Dollar je Barrel näherten. Auslöser sind die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran sowie neue Handelsspannungen, die weltweit steigende Anleiherenditen und Inflationssorgen auslösen.

Die internationalen Finanzmärkte starten in eine verkürzte Handelswoche, belastet durch geopolitische Konflikte im Nahen Osten und neue Handelshemmnisse. Futures des S&P 500 fielen am frühen Dienstag vor Beginn der regulären Sitzung um 0,2 Prozent, während Kontrakte auf den Dow Jones Industrial Average um 383 Punkte beziehungsweise 0,7 Prozent nachgaben. Gleichzeitig gerieten Dow-Futures vor Handelsbeginn um 0,8 Prozent beziehungsweise mehr als 400 Punkte unter Druck.

Ölpreise steigen nach US-Iran-Angriffen und bedrohen Anleihemärkte

Haupttreiber für die nervöse Marktstimmung sind die Ölpreise, die den dritten Tag in Folge zulegten und ein Sechs-Wochen-Hoch erreichten. Der internationale Benchmark Brent-Rohöl stieg um 2,3 Prozent auf 99,22 Dollar je Barrel, nachdem die Nordseesorte im Handelsverlauf zeitweise sogar die Marke von 99 Dollar überschritten hatte und sich der psychologisch wichtigen Schwelle von 100 Dollar näherten. West Texas Intermediate kletterte um 3,3 Prozent auf 94,54 Dollar je Barrel.

Hintergrund der Preissprünge sind wechselseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran am vergangenen Wochenende sowie Angriffe Iran-gestützter Houthi-Milizen aus dem Jemen auf die saudische Energieinfrastruktur. Präsident Trump äußerte sich auf Social Media optimistisch und erklärte, das Öl werde drop precipitously, sobald die USA den Krieg mit dem Iran gewinnen, und prognostizierte, dass der Benzinpreis letztlich unter 2 Dollar pro Gallone fallen werde, während der nationale Durchschnitt aktuell bei 4,15 Dollar liegt.

Dow-Futures fallen und Ölpreise steigen nach Konflikt mit Iran
Photo: cnbc.com

Dan Coatsworth, Marktexperte bei AJ Bell, erklärte in einer Mitteilung am Dienstagmorgen, dass Brent-Rohöl auf einem Sechs-Wochen-Hoch stehe und angebliche Schritte hin zu einem Abkommen zwischen dem Iran und Oman zur Regelung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus lediglich Teherans Kontrolle über die Wasserstraße unterstreichen würden. Er fügte hinzu, dass Investoren sich im Laufe dieser Woche stark auf US-Inflationsdaten konzentrieren werden, um zu sehen, ob die Auswirkungen steigender Energiepreise beginnen, sich in breiteren Inflationsdrücken niederzuschlagen.

Dan Coatsworth, head of markets at AJ Bell

Die steigenden Energiepreise schüren an den Anleihemärkten die Angst vor einer hartnäckigeren Inflation. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte im Vorfeld wieder über die Marke von 4,8 Prozent, während der zweijährige Anleihenmarkt ein Niveau erreichte, das zuletzt im Januar 2025 verzeichnet worden war. Dan Coatsworth betonte, dass Anleger ihren Fokus nun stark auf die anstehenden US-Inflationsdaten richten, um zu sehen, ob höhere Energiekosten auf die breitere Teuerung durchschlagen.

Handelskonflikt mit Kanada und globale geldpolitische Aussichten

Zusätzlich zur geopolitischen Unruhe belasten neue Handelskonflikte das Marktumfeld. Am Dienstag traten kanadische Vergeltungszölle von bis zu 50 Prozent auf bestimmte amerikanische Produkte in Kraft.

Dow-Futures fallen und Ölpreise steigen nach Konflikt mit Iran
Photo: Investor's Business Daily

Ed Yardeni, Präsident von Yardeni Research, sagte, dass eine Reihe von Notenbanksitzungen in den kommenden Wochen testen werde, ob die Gelassenheit der Aktienmärkte anhalte, und wies darauf hin, dass die Anleiherenditen weltweit ebenfalls steigen. Die Frage sei, ob dies ein Spiegelbild von besser als erwartet ausfallendem Wirtschaftswachstum, höher als erwartet ausfallender Inflation und/oder drohenden fiskalischen Schuldenkrisen sei.

Ed Yardeni, Präsident von Yardeni Research

Unterdessen blicken Marktteilnehmer mit Spannung auf die kommende geldpolitische Sitzung der US-Notenbank Fed. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisen Händler eine Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent ein, dass die Fed die Zinsen um einen viertel Prozentpunkt anhebt. Diese Erwartungen könnten sich jedoch je nach Verlauf der für Donnerstag und Freitag angekündigten Großhandels- und Verbraucherpreisdaten noch verschieben.

Internationale Impulse und Währungsmärkte im Wandel

Auch an den internationalen Devisenmärkten zeigt sich ein dynamisches Bild. Der japanische Yen legte weiter zu und erreichte den stärksten Stand seit Februar, gestützt durch wachsende Erwartungen an eine Zinserhöhung der Bank of Japan in diesem Monat. Gleichzeitig sorgten in Indien schwache Vorgaben globaler Märkte und ausländische Kapitalabflüsse für gedrückte Börsenstimmungen.

Stock Market Crash 2026: Dow Futures Plummet as Oil Prices Soar
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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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