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Welt

Donald Trump schlägt Umbenennung von New Mexico in New America vor

US-Präsident Donald Trump hat vorgeschlagen, den Bundesstaat New Mexico in New America umzubenennen, und im Internet eine entsprechende Karte verbreitet. Gouverneurin Michelle Lujan Grisham wies den Vorstoß am 7. September 2026 entschieden zurück und warf dem Weißen Haus vor, von aktuellen Krisen ablenken zu wollen.

Trumps Vorstoß und die Reaktionen in New Mexico

US-Präsident Donald Trump hat in den sozialen Medien mit der Idee kokettiert, den US-Bundesstaat New Mexico in New America umzubenennen – und verbreitete dazu auf Truth Social eine Karte, auf der das Wort „Mexico“ durchgestrichen und durch „America“ ersetzt war. Der 80-jährige Republikaner erklärte, viele Menschen hätten diesen Vorschlag unterbreitet, und nannte den neuen Namen nach Angaben des Tagesspiegels deutlich prestigeträchtiger für die Bürgerinnen und Bürger in dem südwestlichen Bundesstaat Tagesspiegel als so viel renommierter und schöner für einen potenziell unglaublichen Staat.

Die Antwort aus dem betroffenen Bundesstaat ließ nicht lange auf sich warten. Die demokratische Gouverneurin Michelle Lujan Grisham, die das Amt seit 2019 innehat und den Bundesstaat als Gouverneurin führt, erteilte dem Plan eine scharfe Absage. Sie betonte, dass der Name des Staates keineswegs zur Debatte stehe.

New Mexico’s name isn’t up for debate — it’s been ours since before the United States existed.

Darüber hinaus warf die Gouverneurin dem US-Präsidenten vor, mit derartigen Ablenkungsmanövern von politischen Problemen wie dem Iran-Krieg und stark steigenden Benzinpreisen ablenken zu wollen – während ihr Team in „Nuevo México, wie sie den Staat unter Rückgriff auf die historische spanischsprachige Bezeichnung nannte, an echten Fortschritten etwa bei der Gesundheitsversorgung arbeite und kostenlose Kinderbetreuung anbietet.

Historischer Hintergrund und verfassungsrechtliche Hürden

Die Region blickt auf eine lange Geschichte zurück, die weit vor der Gründung der Vereinigten Staaten im Jahr 1776 liegt. Nach der Kolonisation der Neuen Welt gehörte das Gebiet zunächst zu Spanien, und die heutige Hauptstadt Santa Fe wurde bereits 1610 zum Regierungssitz von Nuevo México erklärt laut Berichten von Welt. Nach dem Mexikanisch-Americanischen Krieg ging das Territorium an die USA über und wurde im Jahr 1912 offiziell als Bundesstaat in die Union aufgenommen wie die historischen Fakten belegen. Zudem ist der Name des Bundesstaates fest in dessen Verfassung verankert; Artikel 1 legt unmissverständlich fest: The name of this state is New Mexico berichtet die Zeitung The Inquirer unter Berufung auf das Bureau of Indian Affairs.

Donald Trump schlägt Umbenennung von New Mexico in New America vor
Photo: Tagesspiegel
Donald Trump schlägt Umbenennung von New Mexico in New America vor
Photo: Spiegel

Verfassungsrechtler und Berichte weisen zudem darauf hin, dass der US-Präsident über keinerlei rechtliche Befugnisse verfügt, den Namen eines bestehenden US-Bundesstaates einseitig zu ändern wie WELT und weitere Redaktionen betonen. Die US-Verfassung weist dem Kongress das Recht zu, neue Staaten aufzunehmen oder Grenzen zu definieren, während eine Namensänderung eines Staates eine entsprechende Änderung der jeweiligen Landesverfassung durch die Bürger voraussetzt wie die Berliner Morgenpost erläutert.

Einordnung im Kontext früherer Umbenennungen durch das Weiße Haus

Der Vorstoß bezüglich New Mexico reiht sich in eine Serie von geografischen Umbenennungen ein, die Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2025 vorgenommen oder angeregt hat berichten mehrere Medien übereinstimmend. Direkt bei Antritt seiner Amtszeit ordnete er an, den Golf von Mexiko offiziell für US-Behörden als Golf von Amerika zu bezeichnen erklärt die Welt-Redaktion. Jüngst folgte im Zuge von Handelsstreitigkeiten mit Kanada die Anordnung, den Ontariosee in Lake America umzubenennen meldet der Tagesspiegel. Diese früheren Dekrete beschränken sich allerdings rechtlich auf die Exekutive der Vereinigten Staaten und spiegeln sich primär in der Darstellung auf Kartendiensten wie Google Maps und Apple Maps für US-Nutzer wider wie die Bild-Zeitung ausführt.

Präsident Trump deutet Umbenennung von „New Mexico“ in „New America“ an

Während Kongressabgeordnete der Demokraten bereits gesetzgeberische Gegenmaßnahmen gegen die Umbennung der Großen Seen auf den Weg brachten meldet AOL unter Berufung auf Recherchen, zeigen sich demokratische Senatoren aus New Mexico wie Martin Heinrich unnachgiebig in ihrer Wortwahl, indem sie betonen, bestimmte geografische und staatliche Bezeichnungen stets bei ihren wahren Namen zu nennen berichtet The Inquirer.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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