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Gesundheit

Robert F. Kennedy Jr. entfernt Masern-Todesfälle aus CDC-Zählung

U.S. Kennedy Jr. directed the new CDC director to remove two Pennsylvania measles deaths from the agency’s online tally. The intervention followed a public feud with Governor Josh Shapiro over how health authorities classify outbreak fatalities.

Konflikt zwischen Gesundheitsministerium und Pennsylvania

Das Vorgehen offenbart einen tiefen Konflikt zwischen der Bundesgesundheitsbehörde und lokalen Verantwortungsträgern, während das Land mit dem schwersten Masernausbruch seit mehr als dreißig Jahren kämpft.

Konflikt zwischen Gesundheitsministerium und Pennsylvania

Die Kontroverse entzündete sich an zwei Todesfällen in Lancaster County, die das Gesundheitsministerium von Pennsylvania am Morgen des 25. August öffentlich bekannt gab. Es handelte sich dabei um die ersten Masern-Todesfälle in dem US-Bundesstaat seit 35 Jahren. Laut Angaben eines Pennsylvania-Regierungsbeamten aus dem Umfeld von Gouverneur Josh Shapiro hatte die CDC die Meldung zunächst akzeptiert und die Landesbehörden in ihren Bemühungen unterstützt. Am 25. August gab das Gesundheitsministerium von Pennsylvania zwei mit Masern in Verbindung stehende Todesfälle in Lancaster County bekannt, die ersten des Bundesstaates seit 35 Jahren.

Kennedy Jr. auf der Plattform X Zweifel an der Darstellung und warf den demokratischen Verantwortungsträgern vor, die Situation politisch auszuschlachten. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete exklusiv über die Hintergründe, wonach Kennedy die neu ernannte CDC-Direktorin Erica Schwartz anwies, die Verweise auf die beiden Todesfälle aus der Online-Statistik zu streichen. Schwartz kam dieser Weisung demnach ohne Widerspruch nach.

Die Rolle der CDC und Reaktionen von Experten

Die Entscheidung stieß in Fachkreisen auf scharfe Kritik. Georges Benjamin, der Geschäftsführer der American Public Health Association und ehemalige Gesundheitsminister des Bundesstaates Maryland, nannte den Schritt beispiellos. Es sei unerhört, dass sich die CDC öffentlich über die Schlussfolgerungen von Staats- und Kommunalbehörden hinwegsetze, selbst wenn sie zusätzliche Informationen wünsche.

Robert F. Kennedy Jr. entfernt Masern-Todesfälle aus CDC-Zählung
Photo: CIDRAP

Laut Georges Benjamin von der American Public Health Association, der sich gegenüber Reuters äußerte, habe der Minister kein Recht gehabt, sich in den normalen Prozess einzumischen, da er eine Impfgegner-Agenda verfolge und diese nutze, um seine impfkritischen Ziele voranzutreiben.

U.S. Health and Human Services Secretary Robert F. Kennedy Jr. speaks during an event on screen time harm in children at the
Photo: Reuters

Das Ministerium für Gesundheit und Soziales (HHS), dem die CDC untersteht, verteidigte das Vorgehen über eine Sprecherin. Grace Davis Jamison, eine Sprecherin des Ministeriums für Gesundheit und Soziales, das die CDC beaufsichtigt, erklärte, die Gesundheitsbehörde habe Details angefordert, die notwendig seien, um festzustellen, ob Masern die Todesfälle verursacht oder dazu beigetragen hätten. Sie verwies auf widersprüchliche Berichte zwischen Gesundheitsbehörden auf Bezirks- und Landesebene über den Hergang. Jamison äußerte sich nicht zu Kennedys oder Schwartz’ Rolle bei der Streichung der Todesfälle. Schwartz reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Debatte über Todesursachen nach Corona-Mustern

Hintergrund der Debatte ist eine Argumentation, die stark an die COVID-19-Pandemie erinnert. Ein lokaler Kommunalpolitiker hatte argumentiert, dass es keine offiziellen Fälle gebe, bei denen Masern die unmittelbare Todesursache gewesen seien, sondern die Betroffenen vielmehr mit Masern, aber nicht an Masern starben. Medizinische Fachportale weisen jedoch darauf hin, dass dieses aus der Pandemie bekannte Raster nicht auf Masern übertragbar ist, da es im Gegensatz zu Corona keine routinemäßigen Massentestungen oder asymptomatischen Screenings bei Einweisungen gibt.

Am 30. August veröffentlichte die CDC ihren wöchentlichen Masernbericht

Am 30. August veröffentlichte die Behörde ihren wöchentlichen Masernbericht verspätet an einem Sonntag und ersetzte die beiden Todesfälle durch einen Sternchenhinweis, mit der Begründung, dass die verfügbaren Informationen nicht ausreichten, um zu klären, ob Masern die Todesfälle verursacht oder dazu beigetragen hätten oder ob die Personen bei einer Maserninfektion an anderen Ursachen verstorben seien. Die Washington Post und CNN berichteten, dass die Entscheidung von der neuen CDC-Direktorin Erica Schwartz, MD, MPH, JD, getroffen wurde, die im vergangenen Monat vereidigt wurde.

Reports: RFK Jr. ordered measles deaths deletion; CDC still secretly counts them #Shorts
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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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