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Unternehmen

ArcelorMittal Schließt Werke in Duisburg und Streicht 550 Jobs

ArcelorMittal plant die Schließung des Stahlwerks und des Knüppelwalzwerks in Duisburg-Laar bis September 2027. Etwa 550 Arbeitsplätze sind von dem drastischen Schritt betroffen, der nach dem Auslaufen eines langjährigen Roheisen-Liefervertrags mit Thyssenkrupp Steel unvermeidlich wurde.

Die deutsche Stahlindustrie steht vor einem weiteren tiefen Einschnitt. Der Industriekonzern ArcelorMittal hat angekündigt, die Primärstahlproduktion an seinem traditionsreichen Standort in Duisburg aufzugeben. Von der Schließung im September 2027 sind das dortige Stahlwerk, die Stranggießanlage sowie das Knüppelwalzwerk betroffen laut der Mitteilung von ArcelorMittal.

Wirtschaftliche Sackgasse und das Ende der Primärstahlproduktion in Laar

An dem historischen Standort im Ruhrgebiet, an dem nachweislich seit 1854 Stahl produziert wird, schlägt der Konzern damit ein bitteres Kapitel auf. Wie das Unternehmen im Stadtteil Laar plant, sollen das Stahlwerk und das Knüppelwalzwerk komplett außer Betrieb gehen. Die Betroffenheit unter der Belegschaft ist groß, da rund 550 Arbeitsplätze wegfallen wie der Konzern bestätigte.

Weder die Erschließung neuer Bezugsquellen für Roheisen noch eine aufwendige Umrüstung der Stahlproduktion auf einen Elektro-Lichtbogenofen hätten sich gerechnet. In den vergangenen Monaten haben wir intensive Prüfungen unterschiedlicher Versorgungs- und Zukunftsszenarien vorgenommen. Dabei hat sich gezeigt, dass keine der untersuchten Optionen wirtschaftlich tragfähig ist, erklärte Arne Langner, Sprecher von ArcelorMittal, gegenüber Medien bezüglich der eingestellten Prüfungen.

Das Auslaufen des Thyssenkrupp-Vertrags seit 1997 als Auslöser

Auslöser ist das Auslaufen eines langjährigen Liefervertrags mit Thyssenkrupp Steel. Dieser Kontrakt hatte das Werk in Duisburg seit 1997 ununterbrochen mit flüssigem Roheisen versorgt wie aus den Hintergründen hervorgeht.

Bereits im späten Verlauf des Jahres 2024 hatte das Management angekündigt, die Partnerschaft zum September 2027 zu beenden. Als Hauptgrund nannte das Unternehmen damals drastische Kostensteigerungen, die eine Verlängerung des Kontrakts wirtschaftlich unmöglich gemacht hätten gemäß der damaligen Ankündigung.

Zukunft des Drahtwalzwerks und kommende Sozialplanverhandlungen

Vom Kahlschlag ausgenommen bleibt lediglich das Drahtwalzwerk, das seinen Betrieb über den Stichtag im Oktober 2027 hinaus fortführen soll. Die dafür notwendigen Vormaterialien, die sogenannten Knüppel oder Halbzeuge, sollen künftig von externen Herstellern sowie anderen Werken des Konzerns bezogen werden wies der lokale Sender zur künftigen Versorgung aus.

ArcelorMittal Schließt Werke in Duisburg und Streicht 550 Jobs
Photo: BILD

Zusätzlich belasten branchenweite Probleme den Standort. Der Konzern verweist auf eine schwache Nachfrage, eine geringe Kapazitätsauslastung, massive Energiepreise sowie schwierige Rahmenbedingungen für die gesamte europäische Stahlbranche, zu denen auch eingeschränkte Exportmöglichkeiten zählen wie der Konzernsprecher erläuterte. Bevor der Aufsichtsrat die Pläne endgültig absegnet, stehen nun harte Verhandlungen über einen Sozialplan für die betroffenen Arbeitnehmer an laut den Berichten über die anstehenden Schritte.

Jugend für ArcelorMittal in Duisburg
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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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