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Fed-Gouverneur Christopher Waller knüpft Zinsentscheid an Inflationsbericht

Der Gouverneur der US-Notenbank Federal Reserve, Christopher Waller, hat am Donnerstag in Washington erklärt, dass der anstehende US-Inflationsbericht für August am 11. September maßgeblich über seine Haltung zu einem möglichen Zinsschritt auf der Zinssitzung am 15. und 16. September entscheiden wird.

Die Federal Reserve steht vor einer heiklen Weichenstellung für ihre Geldpolitik im September 2026. Während die Finanzmärkte auf Signale aus Washington blicken, hat Fed-Gouverneur Christopher Waller in einer Erklärung deutlich gemacht, dass die nächsten offiziellen Inflationsdaten den Ausschlag dafür geben, ob er eine Zinspause unterstützt oder für eine Anhebung der Leitzinsen stimmt.

Christopher Waller und die Bedingungen für den Zinsentscheid

Die Regierung wird die Inflationszahlen für den Monat August am 11. September veröffentlichen. Sollte dieser Bericht bestätigen, dass der Teuerungsdruck weiter nachlässt, zeigt sich Waller laut Berichten bereit, den aktuellen Leitzins der Fed unverändert zu belassen. Sollte sich die Teuerung jedoch überraschend beschleunigen, zieht der Währungshüter Konsequenzen in Betracht.

Aber wenn die Inflation heiß ausfällt, würde ich eine Zinserhöhung in Betracht ziehen. Christopher Waller, Federal Reserve Gouverneur, Apnews

Er fügte hinzu, dass die aktuellen Kreditkosten die Nachfrage von Verbrauchern und Unternehmen bisher nur leicht einschränkend beeinflussen. Es brauche möglicherweise keine starke Beschleunigung der Teuerung, um ihn zu einer entsprechenden Stimmabgabe zu bewegen.

Marktreaktionen und die Position von Fed-Chef Kevin Warsh

Wallers Äußerungen verdeutlichen, dass eine Zinsanhebung auf der kommenden Sitzung keineswegs beschlossene Sache ist. Die siebenköpfige governing board der US-Notenbank zeigt sich in dieser Frage uneins. Einige Mitglieder bewerten den Rückgang der Teuerung als ausreichend, während andere befürchten, dass die Preissteigerungen nach wie vor zu hoch bleiben. An den Finanzmärkten führten diese Nuancen zu spürbaren Bewegungen: Aktienkurse stiegen, während Anleiherenditen nachgaben.

Die Diskussion erhält zusätzliches Gewicht durch frühere Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh. Dieser hatte in der Vorwoche beim alljährlichen Wirtschaftssymposium in Jackson Hole, Wyoming, betont, dass die Inflation noch keine ausreichende Besserung gezeigt habe. Warsh erklärte damals, die Zentralbank habe möglicherweise noch Arbeit vor sich. Nach dieser Rede hatten Wall-Street-Investoren ihre Wetten auf eine Zinserhöhung im September deutlich nach oben geschraubt, was auch den Renditedruck auf bestimmte Staatsanleihen erhöhte.

Die jüngsten Preisdaten im Überblick

Trotz der Skepsis im Spitzenkreis der Notenbank haben die jüngsten Daten bei einigen Entscheidungsträgern für verhaltenen Optimismus gesorgt. Laut dem von der Fed bevorzugten Inflationsindikator gaben die Preise von Mai auf Juni um 0,1 Prozent nach und stiegen von Juni auf Juli um lediglich 0,2 Prozent an. Bei Beibehaltung dieses Tempos würde sich die Teuerung der langfristigen Zielmarke von 2 Prozent deutlich annähern. Auf Jahresbasis lag die Teuerung im Juli nach Regierungsangaben bei 3,7 Prozent.

Ich bin bereit, mich zurückzulehnen, zu warten und geduldig zu sein, um zu sehen, ob der nächste Inflationsbericht ebenfalls einen Rückgang zeigt. Aber wenn sich das umkehrt, dann weiß man, dass es Zeit ist, den Abzug zu betätigen und die Zinsen anzuheben. Christopher Waller, Federal Reserve Gouverneur, Apnews

John Williams und die Haltung der New York Fed

Unterstützung für eine abwartende Haltung signalisierte am Mittwoch auch John Williams, Präsident der Federal Reserve Bank of New York. In einem Interview mit CNBC erklärte er, er sehe zwar ermutigende Tendenzen in den aktuellen Daten, wolle jedoch weitere Beweise für einen nachhaltigen Rückgang sehen, bevor er eine Entscheidung befürwortet.

LIVE: Fed Governor Christopher Waller Speaks on Inflation & Interest Rates | DRM News | AF1G

Williams unterstrich, dass es zum aktuellen Zeitpunkt noch keine klaren Signale darüber gibt, ob die Geldpolitik bereits streng genug ist, um die Teuerung im kommenden Jahr oder in den darauffolgenden zwei Jahren verlässlich auf das Zielniveau zurückzuführen, oder ob zusätzliche Schritte erforderlich werden.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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