Nach der US-Zulassung des zielgerichteten Krebsmedikaments Daraxonrasib für fortgeschrittenen Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigt die Therapie in einer klinischen Studie auch bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs beachtliche Erfolge, wie aktuelle Veröffentlichungen und Fachberichte im August 2026 bestätigen.
Die Entwicklung neuer Behandlungsansätze gegen einige der aggressivsten Tumorarten verzeichnet einen bemerkenswerten Fortschritt. Nachdem die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA am 26. August 2026 ein neuartiges Medikament für Patienten mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs freigegeben hat, läuft bereits die Erprobung desselben Wirkstoffs gegen den weltweit häufigsten Krebskiller: den Lungenkrebs (das Medikament daraxonrasib).
Erfolge von Daraxonrasib bei Lungenkrebs und neue klinische Studien
In einer kleineren klinischen Studie schrumpften die Tumoren bei mehr als 30 Prozent der Teilnehmer mit der verbreitetsten Form von Lungenkrebs, dem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom. Sämtliche Studienteilnehmer trugen eine tumorfördernde Mutation in einem Protein der sogenannten RAS-Familie und hatten zuvor bereits andere Therapien erfolglos ausprobiert.
Kathryn Arbour, Thoraxonkologin am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York City, bezeichnete die Ergebnisse als „incredibly promising“.”
Ergänzend fügte sie hinzu: „These are exciting times.“ Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Um eine offizielle Zulassung als Lungenkrebsbehandlung zu erreichen, fordern Regulierungsbehörden wie die FDA in der Regel die Resultate größerer Untersuchungen. Eine solche Folgestudie, in der Lungenkrebspatienten per Zufallsprinzip entweder daraxonrasib oder einer Standardchemotherapie zugeteilt werden, ist bereits im Gange.”
Überwindung von Resistenzen und der Umgang mit RAS-Proteinen
Die kommende, größere Untersuchung soll den Forschern zudem Aufschluss darüber geben, wie lange die Wirkung des Medikaments anhält, bevor Tumoren Resistenzen entwickeln. In der ersten Versuchsreihe zeigten sich bei einigen Patienten Anzeichen dafür, dass die Krebserkrankung nach einem anfänglichen Rückgang der Tumoren erneut fortschritt. „We’re really just now learning about the resistance mechanisms, erläuterte Kathryn Arbour.
RAS-Proteine sind in vielen tödlichen Krebsarten mutiert, darunter Dickdarm-, Lungen- und Bauchspeicheldrüsentumoren. Lange galten diese Proteine als „undruggable“, da es schwierig war, Verbindungen zu entwerfen, die an sie binden und sie hemmen konnten. Das von Revolution Medicines in Redwood City, California entwickelte Daraxonrasib bricht diesen Bann, indem es als „molecular glue“ agiert. Es bindet zunächst an ein zelluläres Protein namens Cyclophilin A, wodurch eine Oberfläche entsteht, die sowohl an normale als auch an mutierte RAS-Moleküle binden und deren Interaktion mit ihren üblichen Proteinpartnern verhindern kann.””
Fortschritte bei Bauchspeicheldrüsenkrebs und FDA-Zulassung
Ein vorheriger Studienbericht (in einer Studie von 500 Personen mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs) fand, dass dieser Ansatz bemerkenswert effektiv ist: Das Präparat verdoppelte die durchschnittliche Überlebenszeit auf 13,2 Monate, verglichen mit 6,7 Monaten für standard chemotherapy. Diese Daten veranlassten die FDA dazu, das Medikament am 26. August 2026 zu genehmigen, mehr als sechs Monate früher als erwartet.
Neben synthetischen Wirkstoffen rücken parallel auch pflanzliche Substanzen in den Fokus der Forschung. So zeigt eine Studie mit dem Titel „Phytochemicals as Multitarget Therapeutics in Pancreatic Cancer: Mechanisms, Clinical Evidence, and Translational Challenges“ (veröffentlicht am 16.08.2026 im Fachjournal Phytotherapy Research unter der Autorenschaft von Md. Rezaul Islam, Abdur Rauf, F. M. Shourav, Hanan A. Ogaly, Abdullah S. M. Aljohani, Waleed Al Abdulmonem, Kamala Badalova und Marcello Iriti), dass pflanzliche Wirkstoffe wie Curcumin, Quercetin und Resveratrol vielversprechende krebshemmende Eigenschaften bei Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigen, wenngleich weitere Untersuchungen für eindeutige Behandlungsempfehlungen erforderlich sind. Laut dem Autor und Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek entspricht dieser Text den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.”
Ausblick auf weitere Indikationen und offene Fragen
Mit den jüngsten klinischen Erfolgen richtet sich der Blick der Fachwelt auf die Frage, ob sich der therapeutische Nutzen auf andere onkologische Indikationen ausweiten lässt. „Of course, everyone is now asking the question: what next? Will this be extended to other cancers?, fasst Channing Der, Krebsforscher an der University of North Carolina at Chapel Hill, die aktuelle Diskussion zusammen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Für praktische Schritte sollten Betroffene stets qualifizierte Mediziner konsultieren.
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