Ein geopolitischer Funke im Persischen Golf drückt am 1. September 2026 weltweit Aktien und Anleihen ins Minus, während die Rohölpreise deutlich anziehen. US-Streitkräfte und der Iran haben erstmals seit rund einem Monat erneut Angriffe ausgetauscht, was Sorgen vor neuer Inflation und steigenden Zinsen durch die Federal Reserve nährt.
Eskalation im Persischen Golf treibt Rohölpreise nach oben
Der jüngste militärische Schlagabtausch zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat die internationalen Finanzmärkte empfindlich getroffen. Amerikanische Streitkräfte griffen eine Insel in der Straße von Hormus an. Der Iran reagierte darauf mit Gegenangriffen auf die Vereinigten Arabischen Staaten und Jordanien.
Diese frischen Feindseligkeiten zerstörten schlagartig die Hoffnung auf eine baldige Normalisierung des Schiffsverkehrs in der vitalen Energiepassage. Die Preise für US-Rohöl näherten sich daraufhin der Marke von 86 US-Dollar je Barrel. Auch die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterten auf den höchsten Stand seit Januar 2025.
Der Konflikt hat den Verkehr in der Straße von Hormus beeinflusst.
Gegensätzliche Signale aus Washington und Teheran belasten den Handel
Die Märkte reagieren besonders nervös, weil die diplomatischen Signale widersprüchlich bleiben.

Inflationssorgen und Zinserwartungen belasten die Börsen
Der Preisanstieg bei Energie lässt die Furcht vor einer hartnäckigen Inflation wiederaufleben. Dies wiederum verstärkt die Wetten darauf, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen im September anheben wird. Fed-Vorsitzender Kevin Warsh hat bekräftigt, dass er entschlossen ist, die Inflation zu bekämpfen. Zwar hängt viel von den Beschäftigungs- und Inflationszahlen ab, doch Geldmärkte sehen eine Zinserhöhung im September als wahrscheinlicher an als nicht.
Handelsbeobachter bei ETrade von Morgan Stanley betonten, dass unerwartet starke Arbeitsmarktdaten von den Märkten als Warnsignal gewertet werden könnten, da sie Zinserhöhungen wahrscheinlicher machen. Chris Larkin von ETrade von Morgan Stanley erklärte dazu: „With traders tracking geopolitical volatility as well as potential seasonal volatility, it will be interesting to see which market impulse from last week might carry over to this week. Unexpectedly strong labor-market data might be taken as bad news by the market, since it could reinforce expectations for a rate hike.
Globale Marktreaktionen und saisonale Risiken im September
Unter dem Druck der geopolitischen Nachrichten gaben die wichtigsten Indizes an den US-Börsen nach. Der S&P 500 verlor 0,3 Prozent, während der Dow Jones Industrial Average um 0,7 Prozent nachgab. Die August-Handelswoche brachte Turbulenzen, wobei der S&P 500 seinen August-Zuwachs trimmen musste.

Auf der Verliererseite brachen Edison International und PG&E ein, nachdem ein neues kalifornisches Gesetz zur Überarbeitung der Reaktion auf Waldbrände die Bemühungen von Gouverneur Gavin Newsom ablehnte, Versorger vor Versicherungsansprüchen zu schützen. Amazon wurde von der Federal Trade Commission und 22 US-Bundesstaaten verklagt, aufgrund von Behauptungen, dass der E-Commerce-Riese Werbetreibende über Jahre systematisch überberechnet habe.
September has historically delivered the calendar’s largest single-month drops when other market dynamics are going south, but roughly flat-to-positive outcomes when market and economic conditions are more normal, sagte Anthony Saglimbene von Ameriprise.
Ob die aktuellen Kursverluste der Auftakt zu einer nachhaltigen Korrektur sind oder sich im Rahmen üblicher geopolitischer Schwankungen bewegen, hängt im Wesentlichen davon ab, wie sich die Lage in der Straße von Hormus und die kommenden Konjunkturdaten in den Vereinigten Staaten entwickeln.
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