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Welt

Russland greift ukrainischen Grenzübergang Vynohradivka mit Shahed-Drohnen an

Russland hat den ukrainischen Grenzübergang Vynohradivka an der Grenze zu Moldau mit Shahed-Drohnen angegriffen und schwer beschädigt. Der Grenzverkehr ist aktuell gesperrt, nachdem bereits in der vergangenen Woche der Kontrollpunkt Tabaky von einem Angriff getroffen wurde. Das teilte der Staatliche Grenzschutz der Ukraine mit.

Der Grenzübergang Vynohradivka ist nach Angaben des Staatlichen Grenzschutzes der Ukraine von russischen Kräften mit Shahed-Drohnen attackiert und schwer beschädigt worden. Der reguläre Grenzverkehr an diesem Kontrollpunkt ist infolge des Angriffs bis auf Weiteres gesperrt. Über die Maßnahme und die aktuelle Lage sei die Regierung in Moldau umgehend informiert worden, wie aus Berichten hervorgeht.

Zweiter Angriff auf Grenzposten binnen weniger Tage

Der Vorfall an dem Auto-Kontrollpunkt Vynohradivka reiht sich in eine Serie von Attacken auf die ukrainisch-moldauische Grenzregion ein. Bereits in der vergangenen Woche war ein benachbarter Grenzübergang ins Visier geraten.

Opfer bei Raffinerie-Brand in der Region Krasnodar

Parallel zu den Geschehnissen an der Grenze kam es in Südrussland zu einem folgenschweren Zwischenfall an einer Industrieanlage. Nach Behördenangaben geriet eine Ölraffinerie in der südrussischen Region Krasnodar infolge eines Drohnenangriffs in Brand. Durch herabfallende Trümmerteile kamen in der Umgebung zwei Menschen ums Leben, zwei weitere Personen wurden verletzt.

Dies teilte der Regionalgouverneur Wenjamin Kondratjew über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei der betroffenen Anlage handelt es sich um eine der größten Erdölverarbeitungsanlagen im Süden Russlands, die nach Angaben der Behörden jährlich rund 6,25 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet – dies entspricht etwa zwei Prozent der gesamten russischen Raffinerieproduktion. Die Anlage war bereits in der Vergangenheit Ziel ukrainischer Angriffe gewesen.

Westliche Allianz bekräftigt Unterstützung trotz Moskaus Drohungen

Auf diplomatischer und politischer Ebene zeigen sich die westlichen Verbündeten der Ukraine unbeeindruckt von den anhaltenden Warnungen aus Moskau. In einer gemeinsamen Erklärung nach einer Videoschalte der sogenannten Koalition der Willigen betonten Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Andy Burnham, dass die Ukraine in ihrem Verteidigungskampf weiter uneingeschränkt unterstützt wird.

In der gemeinsamen Stellungnahme wurde betont, dass die Ukraine das ureigene Recht hat, sich gegen den russischen Angriffskrieg zu verteidigen, und dass unverantwortliche Drohungen seitens Russlands der Unterstützung der Ukraine durch europäische Länder keinen Abbruch tun werden. Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Andy Burnham

Die beteiligten Staats- und Regierungschefs kündigten an, die militärische Hilfe für Kiew auszuweiten. Als besonders dringliche Aufgabe gilt dabei die Stärkung der ukrainischen Flugabwehr, die Vertiefung der Rüstungskooperation sowie das Teilen relevanter Technologien.

Streit um britische Marschflugkörper-Technologie

Zusätzliche Spannungen entzünden sich an Rüstungslieferungen und technologischer Zusammenarbeit. Die Regierung in London hat den Antrag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf den Bau von weitreichenden Marschflugkörpern unter Verwendung britischer Storm Shadow-Technologie genehmigt.

In Moskau stieß dieser Schritt auf scharfe Ablehnung. Kremlsprecher Dmitri Peskow warf London vor, mit den sogenannten Scalp-Plänen methodisch und regelmäßig Öl ins Feuer des Konflikts zu gießen. Moskaus Seite drohte im Zuge dessen mit der gezielten Zerstörung entsprechender Objekte. Der britische Premierminister Andy Burnham wies diese Drohungen im Gegenzug als unerhört zurück.

Russia attacked a border crossing between Ukraine and Moldova
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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